Die Sendung September 2018
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Flake talks about whistle songs.
Transcript
Radio 1. Flake. Des Tastenfickers Podcast. Ist jetzt nichts kaputt, das bin ich. Also so klingt es, wenn ich pfeife. Guten Abend erst mal.
Und heute habe ich das Thema gleich mit dem ersten Ton, bevor ich noch das erste Wort gesprochen habe, schon verraten. Es geht ums Pfeifen. Man spricht es wie F, aber wird geschrieben mit PF. Ziemlich überflüssige Wortbuchstabenverbindung in deutschen Wörtern. Pferd, Pfeifen. Eigentlich sagt man Pferd und Pfeifen, jedenfalls in Berlin. P ist eigentlich in meinen Augen völlig überflüssig. Aber Pfeifen, Pfeifen, mein Gott, ich muss das selber lernen, hat seinen Platz in der Musik gefunden. Und jedes Lied, wo gepfiffen wird, hat eine bestimmte Stimmung, ein bestimmtes Gefühl. Und irgendwie ist Pfeifen was sehr schönes. Ihr kennt das früher aus Comics oder so, obwohl die in Comics ohne Geräusche waren. Aber wenn irgendwie jetzt Donald Duck oder so, und vergnügt die Straße lang ging, waren diese Noten aus dem pfeifend gespitzten Mund. Und da wusste man, der pfeift jetzt vergnügt vor sich hin. Und Pfeifen tut man auch, wenn man zeigen will, dass irgendwas ganz leicht ist. Also wenn man irgendwas schwer balanciert oder so, das beobachtet ich sogar schon bei Kindern, dass die sich ganz unbewusst machen. Ich pfeife jetzt, wie gesagt, nicht. Aber wenn ich pfeifen könnte, würde ich jetzt pfeifen wie die Kinder, wenn sie irgendwie zeigen wollen, es ist ganz leicht und vergnügt. Und dieses Gefühl ist eigentlich immer beim Pfeifen da, dass es leicht ist, schön, beschwingt und vielleicht auch aus anderen Gründen. Vielleicht pfeifen auch welche aus Traurigkeit oder so. Mal sehen, wie es bei Otis Redding ist.
Hier pfeift der Chef noch selbst. Das Lied, so schön es auch ist, hat eine sehr, sehr traurige Geschichte. Luke Oldham, der Manager von den Stones, hat Otis Redding mehr oder weniger entdeckt. Der fand ihn gut und hat ihn eingeladen aufs Monterey Popfestival. Da hat Otis Redding und seine Band als ziemlich unbekannter Musiker gespielt und hatte einen Riesenerfolg, von dem er sozusagen richtig berauscht war. Und dieses Lied hat er daraufhin dann auch geschrieben erst. Er hat es, nach dieser dritten Strophe hat er gepfiffen sozusagen als Platzhalter. So was passiert manchmal im Studio, wenn man noch nicht genau weiß, ob da ein Solo hinkommt oder noch wichtige Zeilen für die nächste Strophe, die das noch erklären sollen oder so. Das gibt es bei vielen Bands. Bei mancher Band ist es auch sehr lustig, zum Beispiel bei Pax, bei Bright Lights, bei dem Lied, war dann auch so eine Stelle nach dem zweiten Refrain, wo die Sängerin singt Solo, oh Solo, Solo, oh Solo. Und dann hat das dich bei mir im Ohr schon so reingehört, dass das schon eigentlich viel besser ist als jedes Solo, was da gespielt werden könnte, wenn die Sängerin da Solo singt. Die Idee ist genial, man könnte auch Drumsolo einfach sagen, dann stellt man sich eins vor, dann müsste der Trommler dann nicht immer so rumkloppen oder so. Also es gibt ja wenige Sachen, die eigentlich so zeitraubend sind wie Schlagzeug-Solis, wenn man von Gitarrenteilen mal absieht.
Jedenfalls hat er dieses Lied im Studio eingespielt, drauf gepfiffen und wollte mit seiner Band nach Ohio zum Konzert fliegen. Das war Winter, 10. Dezember und das Flugzeug war neu, wohl noch nicht so richtig getestet. Auf jeden Fall ist es in der Nähe von Madison in den Lake Monona gestürzt. Und da das Wasser so kalt war, hat es nur der Trompeter geschafft, sich zu retten. Und die anderen sind ertrunken im kalten Wasser, was natürlich völlig obskur ist. Man stürzt dem Flugzeug ab, überlebt und ertrinkt dann. Das ist wirklich das allerletzte. Also wünsche ich wirklich gerne, dem Flugzeugabsturz zu überleben, um zu ertrinken. Und also vier Bandmitglieder sind mit ertrunken mit ihm. Und dann gab es eine riesige Beerdigung mit 4.500 Fans und Musikerkollegen haben den Sarg getragen. Und dieses Lied, was wir gerade gehört haben, Dock on the Bay, wurde zum ersten Lied so gemessen der Musikgeschichte, was nach dem Tod, also sofort nach dem Tod des Sängers auf Platz 1 ging. Hat dann eine sehr traurige Liste dann angeführt.
Weiter jetzt mit eben, der zum Glück mal noch lebt. Aber der hat auch schon große Erfolge. War auch schon auf Platz 1, und zwar in Frankreich 2009. Es ist Charlie Winston.
Ich gehe mal ein Stück zurück an Anfang der Pfeiflieder, obwohl sie bestimmt auch schon im Mittelalter gepfiffen haben oder so, aber so ziemlich das älteste Lied, was ich kenne, die Mutter aller Pfeiflieder, ist für mich Walking in the Rain von Johnny Wayne. Der ist in Oregon aufgewachsen, hat nichts mit Origamo zu tun und er hat so die Musik gemischt mit Blues und Gospel, sodass er schon als Vorläufer des Rock'n'Roll zählt. Er war auf einem Ohr taub von Geburt an. Ich weiß nicht, wie sowas passiert, dann fehlt wahrscheinlich dieses Verbindungsstück, dieser Transmitter zwischen Ohr und Gehirn. Das sind irgendwelche Nervenzellen und die sind im Prinzip irreparabel, weil das ist wie dieses MIDI-Interface oder Computer-Interface, das kann man nicht nachempfinden oder so, weil das ist ja, ich weiß nicht, wie man Nervenzellen so nachbauen könnte. Auf jeden Fall hat er es trotzdem versucht und hat sich operieren lassen und danach war er auf beiden Ohren fast taub, das kam dann davon. Deshalb sage ich immer im Zweifel erstmal einen zweiten Arzt fragen. Er hat eine Single, hat gleich zwei Millionen verkauft auf einmal, aber die Single war Cry, das Lied das kenne ich gar nicht, weil es war noch berühmter als Walking in the Rain, aber das ist das, was wir jetzt hören, weil das ist das Lied, wo auch gepfiffen wird und darum geht es uns ja hier. Mag ja sein, dass sehr viel in Amerika erfunden wurde, der Rock'n'roll, da waren noch Atombombe und Auto, so sind ja deutsche Erfindungen, aber jedenfalls der Rock'n'roll und die Pfeiflieder. Aber bei uns in Deutschland gibt es das natürlich alles auch in ein bisschen kleinerer Form. Und dann hört so ein Lied mit selben Inhalt wahrscheinlich auf den romantischen Namen Sauwetterlied.
Nächstes Lied ist von Bobby McFerrin und heißt Don't Worry, Be Happy. Ich habe es natürlich ausgewählt, weil er auch gepfiffen wird. Und ich dachte meine ganze Jugend durch, also seitdem ich das Lied kenne, ist es halt so ein Party-Song, so ein Lust der Mann, der immer rumspringt und sagt Don't Worry, Be Happy. Aber die Sache bezieht sich auf etwas ziemlich ernstes. Es gab nämlich in Indien Meha Baba, das war ein Guru und ein Mystiker. Ich frage mich nicht, was ein Mystiker macht, das habe ich überhaupt keine Ahnung, das ist mir auch sehr mystisch. Und der hat sich irgendwann mal entschlossen, ein Schweigegelübde abzulegen und nicht mehr zu sprechen. Also der ist 1894 geboren in Pune und 1925, hat er gesagt, ich spreche heute nicht mehr. Und hat aufgehört zu sprechen komplett und seine letzten Worte waren, don't worry, be happy. Das war ihm so wichtig, dass er das als allerletztes gesprochenes Wort loswerden wollte an die Menschheit. Und dann hat er geschwiegen. Und zwar 44 Jahre lang. Das ist ganz schön viel. Ja, 44 Jahre lang schweigen. Also ich schaffe nicht mal fünf Minuten oder so. Und er hat natürlich sich trotzdem noch mitteilen wollen. So ist es immer, wenn man sagt, man schweigt und sagt nicht mehr so. Er hat nämlich Buchstabentafeln benutzt und ab 1954 auch Handzeichen. Also er hat schon sich noch mitteilen wollen. Er hat während des Zweiten Weltkrieges sich um psychisch Kranke gekümmert und ist dann wortlos wahrscheinlich auch gestorben. Und der hat die Musiker schon sehr beeindruckt mit seinem Schweigen. Auch Pete Townsend war ein riesengroßer Fan von ihm. Und der hat auch extra ein Lied über ihn geschrieben. Baba O'Whele heißt es. Baba war der Name von Meha Baba. Was O'Whele heißt, verstehe ich nicht. Wiley, er kannte mal ihn, der hieß Wiley, das war der Manager dann von der Amerikaner. Ich habe auch den Namen vergessen, aber der wird schon ein bisschen von wem er so gemanagt worden ist. Jack hieß der. Jetzt kommt das Lied und er wollte im Prinzip uns in dem Lied nur mitteilen, die letzten Worte, die Meha Baba sprach, bevor er 44 Jahre später starb.
Er hat nur am Anfang gepfiffen und in dem langen Lied konnte ich, weil ich auch down and worried bin und sehr lustig, habe ich nachgedacht, wie wenig dann meinte. Und ich meinte natürlich den Berliner Künstler Jay, der von Jack Wiley gemanagt wurde. Der Jack Wiley war nämlich ein berühmter Amerikaner, also berühmt in seiner Welt, der in die DDR kam und da auf ein sehr aufgeschlossenes Publikum stieß oder Leute, die sich von ihm managen lassen wollten, weil er eben ein Amerikaner war, der genau so aufgetreten ist, wie man sich einen Amerikaner vorstellt. Enthusastisch, ein bisschen großspurig. Und der hat auch Bands wie City und Silly versprochen, sie im Westen rauszubringen und war in Berlin der gefragteste Mann, der immer wieder in seinem Auto rüberkam mit Begeisterung, viel Kokain und guter Laune. Und letztendlich ist dann nicht viel passiert. Er hat gesagt, er ist der beste Freund von Keith Richard, aber das nützt ja keinem was, weil man hat Keith Richard weder gesehen noch ihn gesprochen, noch irgendwas. Und wenn man jemand erzählt, er ist der beste Freund von ihm, heißt das ja nicht, dass es A, stimmen muss oder B, irgendwas bringt. Dabei geht es mir natürlich auch nicht darum, dass Alet im Leben was bringen muss oder so, aber Jake Wiley hat, glaube ich, der DDR-Musikszene jetzt nicht so viel hinzufügen können oder so. Aber er hat Jay mit nach Paris genommen und da ist er dann Redakteur einer linksgerichteten Zeitung geworden, was ja auch nicht der schlechteste Job ist. Später hat er den Jay-Fax erfunden, bevor es irgendwie E-Mails gab oder so und ist damit sehr reich geworden und auch ein sehr glücklich und zufriedener Mensch. So spielt das Leben dann manchmal.
Das nächste Lied ist von der Gruppe Elbow, wo man sich wundern mag. Also ich habe mich gewundert, wie man sich Elbow nennen kann als Band, obwohl man sich bei fast allen Bandnamen wundern müsste oder könnte, wie die auf den komischen Namen kommen. Und das ist aus einer lustigen Fernsehserie, die heißt The Singing Detective. Und der Philipp Marlowe, also so heißt der, der da mitspielt, der Hauptdarsteller, also nicht der Hauptdarsteller, sondern der, den der Hauptdarsteller dann darstellt. Und er sagt, er findet das Wort Elbow das sinnlichste Wort der englischen Sprache. Nicht, weil es Ellenbogen bedeutet, aber auf die Weise, wie es sich beim Aussprechen anfühlt. Wenn man das Elbow, Elbow, könnte man machen. Ich persönlich stehe mir auf Manchester. Klang jetzt ein bisschen wie im Film und das ist auch kein Wunder, denn der Mann hat auch Filmmusiken gepfiffen und zwar für das Movie. Ich sage schon für das Movie, weil das steht hier auf Englisch, auf Wikipedia bin ich gegangen und da waren die Einträge nur auf Englisch oder ich habe die deutsche Seite nicht gefunden. Deshalb habe ich versucht, aus dem englischen Text mit eigenen Worten zusammenzufassen und bin dann auf Movie gestoßen. Ich meinte natürlich den Film. Also er hat auch die Musik für den Film Der kleine Niklas gefiffen. Das war Gerd Chateau. Und die Aufnahmen klangen vielleicht alt, aber die sind total neu. Er selber ist jünger als ich, was kein Kunststück ist, 1969 in den Niederlanden geboren. Und er war internationaler Five-Weltmeister. Ich wusste gar nicht, dass es sowas gibt. Und zwar 2004, 2005, 2008. Und er war in der IWC, wahrscheinlich gibt es auch sowas, oder internationaler Whistler Convention. Das ist wie beim Boxen mit IHB und IBH oder wie weiß ich. Jedenfalls war er da auch Weltmeister. Ich war mal, ich wusste ja nicht, dass es das als Weltmeisterschaft gibt, aber ich bin im Urlaub mal aus Versehen in Thüringen in eine Jodel-Weltmeisterschaft geraten. Die war da auf irgendeinem Burgplatz oder so und da haben jetzt wirklich die weltbesten Jodler da gejodelt. Und Weltmeister geworden ist einer aus Thüringen und ich weiß nicht, ob das jetzt so diskriminiert ist oder so. Aber er sah schon leicht behindert aus. Also ich glaube, Leute, die gut jodeln können, können dann andere Sachen vielleicht dann nicht so ganz gut. Aber das muss natürlich jetzt alles so überhaupt nicht stimmen. Und Leute, die pfeifen können, können alles andere auch bestimmt sehr gut.
Ja, jetzt kommt Guido Gialdini, zu dem, da sage ich noch was, der heißt nämlich gar nicht, Guido Gialdini. Na schön, das war Guido Gialdini, was nicht sein Richtername ist. Er wurde geboren als Kurt Abramowitz und zwar 1878, also ich hätte jetzt fast 1978 gesagt, weil das wäre so ein normales Geburtsdatum für Musiker, die man so kennt. Aber der ist schon 1878 geboren worden und in Berlin, was das schönste ist. Er wusste gar nicht so, dass er gut pfeifen kann. Also er hat es nicht mitgekriegt erstmal und hat eine Kaufmannslehre gemacht, hat mit Wäsche gehandelt. Bis irgendjemand von seinen Kumpels mal gesehen hat, dass der wirklich jede Melodie, die er einmal hört, fehlerfrei nachpfeifen kann. Und das war nun was ganz Besonderes, das ist ihm aufgefallen. Egal, ob es eine Opern-Ari war oder auch diese Racktime-Siedlied, was wir eben gehört haben, war ja eine Art Racktime. Die Musik der 20er Jahre war die Aufnahme, die wir gerade gehört haben, ist von 1912 gewesen. Das Besondere bei ihm war, dass er die Tontechnik zum Aufnehmen nutzen konnte, bevor es Mikrofone gab. Die alten Platten, also auf den Edison-Zylinder oder die Grammophon-Platten wurden einfach bespielt, indem man in einen Trichter gesungen oder gespielt hat und dann hat sich eben die Nadel in einer Membran so bewegt, also die Membran hat sich dann bewegt, war dann eine Membran im Trichter oder der Trichter hat einfach durch die Verstärkung der Luft die Nadel bewegt, die sich dann eingekratzt hat in die Mutterplatte. Und das Pfeifen war so durchdringend und so prägnant, also das Frequenzspektrum eines Pfeifens ist so gut aufnehmbar, dass so ziemlich die ersten Tonaufnahmen, die es überhaupt gab, mit Pfeifplatten sind und die sind gerade auch von Kurt Abramowitz gepfiffen worden, da hieß er ja noch so. Und er war eine der bekanntesten Größen vor dem Ersten Weltkrieg der Kunstpfeiffer. Und als es dann Mikrofone gab, das war ungefähr 1925, blieben die Aufnahmen gefragt, weil er so gut war und er hat auch im Radio direkt gepfiffen. Und nach der Machtergreifung der Nazis hat er sich aber schnell umbenannt, weil er als Jude verfolgt wurde und er durfte keine Aufnahmen mehr machen, im Großen und Ganzen nur noch ganz, ganz wenige. Und er ist dann in Auschwitz auch umgebracht worden. Was wirklich Wahnsinn ist, wenn man sich vorstellt, wie viele Talente und auch normale Menschen einfach sinnlos in Auschwitz umgebracht worden sind. Und dann fällt mir jetzt dummerweise zu dem Ding dann noch die feichsten Gesichter von Farid Beng und Kollegen ein, die gedacht haben, sie können da irgendwie was lustig oder eine provokante Gereppe darüber machen. Wobei ich ihnen zugutehalten muss, dass sie sicherlich jetzt intellektuell einfach nicht in der Lage waren, abzusehen, was sie damit ausgelöst haben. Aber was mich viel mehr erschreckt, ist, dass da die ganzen Leute aus dem Umfeld, wie Manager und Plattenleute, Verleger, die das ja alle gehört haben müssen, dass die wirklich das durchgehen lassen haben und sich da nicht gewährt haben, weil die ja nun wirklich hätten wissen müssen, was das auslöst und das so was überhaupt nicht geht. Und das stimmt mich sehr bedenklich über den derzeitigen Zustand der Welt.
Aber wir wollen ja heute Pfeifmusik hören. Und das nächste Lied ist erstaunlicherweise von Roger Whittaker. Obwohl ich immer noch nicht weiß, ob das der Roger Whittaker ist, den ich kenne oder der andere. Aber das ist jetzt Roger Whittaker, kann man nichts machen. Ich überlege, ob man jetzt an diesem Schluss Pfeifen gehört hat, dass der Roger Whittaker in Nairobi, in Kenia geboren wurde, weil das klang jetzt ein bisschen so nach Dschungel. Man lernt ja immer, die Geräusche zu machen von der Welt, die einen umgibt. Da müssten wir aus den Städten jetzt immer quietschen und hupen und andere schlimme Geräusche machen. Ayosha, unser alter Sänger, hat nämlich mal eine Forschung betrieben, ob Vögel in der Stadt anders singen als in der Natur. Und ja, sie singen anders. Es gibt Krähen oder Amseln, die absolut fehlerfreie Straßenbahn nachmachen können oder so. Und so wird es natürlich, was machen die dann in der Natur nach? Ich würde mal sagen, die anderen Tiere, weil sich selbst, so ist ja Quatsch, man sagt, sie können ja wie ein Vogel pfeifen, obwohl sie ja selbst doch Vögel sind. Jedenfalls war das Roger Whittaker und ich glaube, dieser Roger Whittaker, den wir als Schlagersänger kennen und als Jugendliche auch so verlacht haben, urtümlicherweise, sage ich jetzt im Nachhinein, ist wirklich der, man ja eben so schön gefiffen hat, weil hier steht britischer Sänger, wie kann man britischer Sänger sein, wenn man aus Nairobi, in Nairobi lebt? Aber ich weiß ja nicht, wann er da weggezogen ist. Er ist Liedermacher und Kunstpfeifer und überall erfolgreich auf der Welt. In Amerika, in Kanada, Südafrika und natürlich auch in Deutschland. So daher werden wir ihn kennen. Das Lied hieß aber wiederum, um uns völlig zu verwirren, The Finnish Whistler. Weil der T spricht man bei Englisch auch nicht mit im Englischen, würde ich denken. The Whistler klingt komisch. The Whistler heißt die Zeitung ja so auch nicht. Weil ich mich immer frage, was ein Whistler ist. Ich bin froh, wenn ich mal nicht huste. Und einer, der immer hustet, ist der Hustler, der Freund vom Schnupfer. Befolgt noch mehr so, erzähle, spiel ich ein Lied von einem, der wesentlich schönere Sätze formen kann als ich, was auch kein Kunststück ist. Hier ist Leonard Cohen.
Eigentlich noch vor der Wende haben ja ganz viele Cafés im Prenzlauer Berg aufgemacht und ich war eigentlich jeden Tag, so schlimm wie es sich auch anhört, im Café Westphal. Und die CDs, die die da hatten, die habe ich da so oft gehört, dass sie sich völlig in meinem Gehirn eingebrannt haben. Und da bin ich sehr froh, denn wahrscheinlich hätte ich sonst die Pixies gar nicht so richtig kennengelernt. Aber die CD lief da so gut wie jeden Tag. Und dann kannte ich die irgendwann ausfindig und es gefällt mir immer noch. Hier sind die Pixies. Es pfeifen schon die Spatzen von den Dächern. Ist auch eine Redewendung, die kein Mensch mehr benutzt. Wahrscheinlich, weil sich Kinder mehr um Vögel kümmert oder so. Aber das bedeutet wahrscheinlich, dass es schon jeder weiß oder so. Aber Pfeifen selbst ist eigentlich nach wie vor ein Ausdruck gesteigerter Lebensfreude, so hoffe ich zumindest. Beim nächsten Lied aber würde ich dir zumindest denken. Kann auch von Nachteil sein, wenn man ohne Fernsehen aufwächst, weil wenn man dann Fernsehen darf, dann guckt man ganz viel. Und dieses Lied ist mir leider hauptsächlich durch eine Werbung wieder im Kopf geblieben, wo ich ja kein Fan von Werbung bin. Ich finde ja Sachen, für die man werben muss, die sind schlecht, weil die würde man ja sonst auch so kaufen. Und wenn ich irgendwie Kohlen oder Klopapier brauche, brauche ich da nicht eine Werbung dagegen und kaufe Klopapier. Und ich wüsste nicht, wozu irgendwas beworben werden muss. Wenn was beworben wird, heißt das für mich, das ist schlecht. Blöde ist nur, wenn sie jetzt was bewerben, so was ich auch gut finde und auch kaufen will. Weil das dürfte ich dann ja eigentlich nicht kaufen, weil dafür geworben worden ist. Das Leben ist wirklich nicht einfach. Das war Rennen, muss man ja sagen, die Mamas und Papas. Und durch diese Werbung muss ich oft an das Lied denken, denn ich hatte als Kind, es war ja nicht alles schlecht oder gut in der DDR, aber auf jeden Fall war der PA-Unterricht richtig gut, weil da durften die Kinder in eine Fabrik gehen und mit richtigen Arbeitern zusammenarbeiten. Das hat mir Riesenspaß gemacht, das war endlich mal nicht Schule. Man hat was vernünftigt gelernt, man konnte sich bewegen und arbeiten, echte Tricks lernen, über was Sex auch was lernen. Und man war auch mit den Mädchen zusammen dann an irgendeiner Maschine, wo man mal in Ruhe quatschen konnte. Hat ein Mädchen mich mal gefragt, was meine Lieblingsband ist, fing an aufzuzählen, nach drei Minuten ist sie dann weggegangen, weil so komplex wollte sie das dann doch nicht wissen, sie dachte, es kommt nur so ABBA und Smoky oder so, aber ich hatte noch ein paar mehr, die mir auch wichtig waren zu erwähnen, aber das war richtig gut und irgendjemand von den Mädchen hat dann aufgerät geschrien, das ist ja C&A. Da haben wir bei VEB Treffmodelle in der Greifswalder Straße C&A-Mäntel zusammengenäht und in Pappkartons gepackt und in Westen geschickt. Da wurde ein bisschen Ostparfüm noch drauf gesprüht oder vielleicht hatte es sogar Westparfüm, damit die Westler das auch gekauft haben. Und wir haben dann immer natürlich Sachen mit in die Kartons geschmuggelt, einen alten Keks oder irgendwas, was wir auf dem Fußboden gefunden haben, Zahnrad. Eigentlich durften da keine Zahnräder so rumgelegen haben und ein bisschen Essen oder so. Und immer, wenn ich dieses Lied jetzt höre, denke ich an meinen schönen PA-Unterricht und dass das ein Teil der Schule war, die mir doch ziemlich am meisten Spaß gemacht haben.
Er hat mir so ein frechet Straßenpfeifen irgendwie so, so ein breiteres Pfeifen und ich vermeide mich auch zu erinnern, dass er ein kleines Hilfsmittel hatte und zwar so eine komische Plastepfeife, in der wie so ein Ventilator war, also das umgekehrte, ein Ventilator treibt er an, ein Windrad, was angetrieben wird durch die Atemluft, also durch so ein so hoch und runter, weil der Ton nicht so schnell schneller werden konnte, weil durch die Trägheit des Rates, die erst in Schwung kommen musste, konnte man das Pfeifen nicht so schnell steigern und den Luftzufluss nicht so schnell stärker machen, sodass das Pfeifen so stufenlos hoch und runter ging. Im Osten, wo ich schon wieder im Osten bin, hatten wir Pfeiflutscher, falls jemand kennt, das waren diese länglichen, flachen Lutscher, also unten flach, oben so halb abgerundet am Stiel. Und wenn man den frisch aus dem Papier gewickelt hat, konnte man da so reinpfeifen, also reinpusten und dadurch entstand da diese scharfe Kante, der Lutscher war eigentlich nur geschmolzener und festgewordener Zucker und wenn man da reingepfiffen hat, reingepustet hat, gab es einen richtig schrillen, lauten Pfeifton, ich kann das jetzt sehr schlecht nachmachen, aber das war ein Pfeiflutscher und das fanden wir so toll, also nicht nur wir alle, aber manche von uns, die Freunde der Band, ich Funktion und haben da eine Extra-Band gegründet, die Susanne Pfeiflutscher hieß, weil sie das so geil fanden, dass es Lutscher gibt, mit denen man pfeifen kann. Das Problem war, man musste die ganz vorsichtig lutschen, also eigentlich nur vorne so ein bisschen, so konnte man so ablutschen, aber wenn man sie dann richtig im Mund hatte und gelutscht hat, wurde diese Kante, an der sich der Luftstrom brach, um zum Pfeifton zu werden, natürlich wurde der rund gelutscht und abgelutscht und zum Schluss war es dann ganz weg und man konnte eigentlich nur die erste Minute darauf so richtig pfeifen oder so, aber immerhin.
De La Soul mit I know, ist auch schon wieder so ein Wortwitz drin, weil I wird E-Y-E geschrieben, Also I Know, da hättest du auch von Brösel früher diese Comics, die ich sehr lustig fand. Ich hab die jetzt 10 Jahre, 20 Jahre später wiedergefunden und fand es ja nicht mehr so lustig. Was hier, ich mach Ananas oder so, ich bin der Einzige, der Ananas nass machen darf oder was. Auf dem Niveau, I Know, I Weiß, ich weiß irgendwie, sagt der Weiße und der Chinese sagt I Gelb. Ich verstehe es. Also irgendwie so Witze vom Comic nacherzählen gehört zu den schwersten Sachen auf der Welt so überhaupt. Falle ich ja nicht erst an damit. Jetzt kommt Jevochka, ist endlich mal eine Band, die ich aussprechen kann, weil es russisch ist. Und die Band kennt man erstaunlicherweise nur durch ihre Titel, die sie bei Videospielen und Filmen zugesteuert haben. Beigesteuert? Zuspielen beigesteuert. Klingt interessant, ist bestimmt doch falsch. Zum Beispiel das Videospiel Gears of War II, was irgendwas mit Zweiten Weltkrieg bedeuten wird. Da war ihr größter Hit How It Ends. Bräuchte nicht am Anfang zu spielen, sonst braucht man ja das Spiel nicht mehr. Und dann haben sie den Soundtrack gemacht zu Little Miss Sunshine. Den habe ich gesehen. Das war ein sehr, sehr schöner Film. Ich habe ihn geguckt wegen dem Bus eigentlich, weil ich mal die VW-Busse ganz interessant fand. Aber das war dann natürlich der uninteressanteste Teil des Films. Der restliche Film war wunderbar. Und dann hatten sie noch ein Lied in dem Film Jack in Love, den ich nicht kenne, mit Philipp Seymour Hoffmann als Jack, den ich so auch nicht kenne.
Das nächste Lied ist von den Schockrockern oder kann man sagen, den düster Rockern Rammstein. Und ich sage das nicht jetzt umsonst so, weil das Lied ist eigentlich nicht so, wie man das von Schockrockern erwarten würde. Höchstens die, die Schockrock erwarten, die sind dann geschockt, weil es kein Schockrock ist in dem Sinne. Aber das hat alles noch auch Vor- und Nachteile, beziehungsweise verschiedene Seiten. Denn die Leute, die Rammstein mögen, wegen der Musik, die die so machen, finden natürlich dann so eine Musik dann auch nicht passend. Und manche Leute der Band finden das dann auch nicht so gut, weil sie auch der Meinung sind, dass das jetzt nicht ein typisches Rammstein-Lied ist oder so. Aber bevor ich den Namen jetzt noch dreimal sagen muss, spielen wir das Lied lieber, die liebe Liese.
In der Showbed ist es möglich, dass auch Frauen pfeifen und zufälligerweise ist das doch meine. Und dass sie so schön pfeift, ist auch ein Grund dafür, dass ich mich in sie so verliebt habe, weil wer so schön pfeifen kann, hat auf jeden Fall ein gutes Herz, würde ich mal sagen.
Das nächste Lied von Captain Beefheart. Heißt das irgendwas mit Fleisch? Fleischherz. Mensch, ich kann Englisch oder Deutsch, eins von wem. Captain Beefheart war eher auch ein Künstler als jetzt ein reiner Musiker und er war eigentlich ein Autor, ein Dichter, ein Komponist und ein Maler, wie gesagt. Er ist leider schon 2010 gestorben, ich habe es ja nicht mitgekriegt. Wir haben ihn früher immer gehört, so nach der Wende, weil mein Freund Malte, der auch ein Maler ist, hatte diese Kassette wie fest eingeschweißt in seinem Citroën. Und dem Citroën, G.S. heißt der wohl, was zum CX, das Pangdang ist, was sie im Osten noch verkauft haben, da war das Radio in der Mitte direkt über der Kardanwelle. Oder die Kardanwelle, ja, das war die Kardanwelle. Jedenfalls war es da sehr, sehr warm. Und wenn da eh mal eine Kassette im Radio war, dann blieb die eigentlich da auch drin in dem Kassettendeck. Und da war eben Captain Beefheart drin. Und der junge Mann fuhr auch gerne schnell. Und durch diese schnelle Fahren, die Straßengeräusche und so, habe ich zwar auf vielen Fahrten zur Ostsee hin und zurück Captain B-Fahrt gehört, aber nie richtig. Für mich war das immer nur so eine Art Krach mit so einer Quekstimme, aber selbst das hat mir schon ganz gut gefallen.
Ja, ist er. Das ist ein Schlendrian-Lied. Kann sich richtig einen gut gelaunten Mann mit wenig Gepäck vorstellen, der da langläuft.
Das nächste Lied ist vom Kaisersorchester, bitte um Himmels Willen nicht verwechseln, mit Kaiser Chiefs. Das hat Janischen miteinander so zu tun. Das Kaisersorchester kommt aus Norwegen und besteht im Großen und Ganzen aus zwei Leuten, dem Sänger Janove Ottensen und dem Gitarrist Gaia Gia Zal. Und das ist wirklich sein echter Name, so hat es wunderbar, wenn Leute in einer anderen Sprache einen schönen Namen haben, also wo wir was ganz anderes verstehen. Für die würde das ein ganz blöder Name sein. Ein bisschen ist das ja fast wie Graf Zal oder so, obwohl ich auch nicht weiß, ob der richtig mit Nachnamen auch Zahl heißt. Aber es gab ja in Amerika hier von Limbiscuit, der Sänger, heißt ja immer noch Fred Doost. Und bis wir den getroffen haben, wusste der auch nicht, was Doost heißt und was er für einen Lustigen Namen hat. Ich sage dann immer, Nomen ist Omen. Pokio Ice Till Clementine hieß dieses Lied, aber Eis, wieder wie Eis, also wie das Eis, was man essen kann, das Kalte, nicht wie der Blick oder so, obwohl Blick heißt ja View, gehen wir nicht näher drauf ein.
Wir kommen zu den Black Keys. Das ist eine Zwei-Mann-Band. Ich stehe unwahrscheinlich auf Zwei-Mann-Bands, weil das Wichtigste ist der Trommler. Der ist dabei, der Trommler ist das Herz der Band. Wo ein Trommler ist, da ist auch eine Band, da ist Musik. Und gerade bei den White Stripes, ich weiß nicht, ob ich es schon mal erwähnt habe, dass ich die White Stripes gut finde, ist ja McWhite als Trommlerin wirklich unschlagbar, unersetzbar, also Jack White hat er später mit richtigen Profi-Trommlern Musik gemacht in den Solo-Bands und bei den anderen Bands, aber man stellt fest, gut trommeln kann jeder irgendwie, aber so spielen wie McWhite kann eben nur McWhite und manchmal ist es wirklich eine dumme Idee, jemand auszutauschen, weil er vermeintlich nicht richtig gut ist oder so. Ich denke, dass die sich aus anderen Gründen auch getrennt haben, aber generell würde ich Bands raten, Keen aus der Band zu schmeißen, weil er nicht gut spielen kann. Das sage ich jetzt auch aus Selbstschutz. Royal Blood ist auch eine Zwei-Mann-Band, die ich sehr gut finde. Die passen auch ein bisschen mit dazu. Und eben die Black Keys, die auch ein bisschen bluesig sind oder so. Und es wird auch gepfiffen und das ist das, worauf es uns heute ankommt.
Nächstenlied wird auch hier pfiffen, aber das ist mir auch inhaltlich sehr wichtig. Das ist eigentlich die deutsche Hymne schlechthin gegen den Rechtsextremismus. Nämlich die Ärzte haben Schrei nach Liebe rausgebracht, wo schon der Titel total gut ist. Das war 1993, wo das gerade ziemlich schlimm war, die Zeit der Nazi-Überfälle von den Clubs, von den Konzerten, wo man sich eigentlich gar nicht auf die Straße getraut hat. Das heißt, im Prenzlauer Berg, da ging es noch einigermaßen, aber Marzahn, Friedrichsfelde und überall hin, da wollte man nachts wirklich nicht mit der S-Bahn hin oder Straßenbahn. Da hatten wir wirklich Angst, also ich kann zumindest für mich sprechen, ich habe mich kaum auf die Straße getraut oder in die Clubs zu gehen, weil man wusste, es kann immer ein Überfall kommen, wo zwar die Punks dann schon mit geübter Geste die Mülltonne so vor die Tür geschoben haben und Fascho-Alarm geschrien haben, aber irgendwie hatte man dann doch Angst. Ein paar Bands von uns sind auch wirklich sehr schwer überfallen worden, mit Steinen beschmissen worden, die Firma, Freigang. Und als das Lied rauskam, das hat bei uns so genau auf den Nerv getroffen. Das war auch das Comeback von den Ärzten, nachdem sie sich so aufgelöst hatten. Und wieder kam das Lied, war so unfassbar gut, hat sich auch sehr oft verkauft. Und da ist schon wieder das Interessante, dass ja eigentlich der Echo als Musikpreis, wo es nach den besten verkauft, bestverkauftesten Liedern gehen soll, sind die Ärzte nie belohnt worden. Ich denke nicht, dass die jemand ein Echo gekriegt haben, weil die das nicht wollten, weil die die Veranstaltung von Anfang an blöde fanden, verlogen fanden und da einfach nicht mitmachen wollten und sich als Punkband da auch nicht mit hinstellen wollten und sich zum Affen machen. Eigentlich eine sehr löbliche Einstellung, aber wir waren da noch nicht so weit, wir waren so froh, dass wir überhaupt mal irgendwie einen Preis kriegen würden oder so, dass wir da immer brav hinerant sind, aber die Ärzte waren so cool, das einfach völlig zu boykottieren und dann waren sie noch cooler, indem sie im letzten Jahr, als das mit den Ausländern, also die Feindlichkeiten gegen die Ausländer wieder aufgeflammt sind und der Fremdenhass haben sie das Lied nochmal rausgebracht, wollte es in die Charts bringen, haben es auch geschafft und der Erlös geht komplett zu Pro Asyl, da sag ich wirklich Hut ab und ein Grund für mich mehr, dieses Lied jetzt zu spielen.
Ich hab auch schon überlegt, ob ich ein Echo zurückgebe, aber ich habe ja keinen mehr gefunden, weil die haben wir ja am Anfang, wenn wir die verliehen gekriegt haben, war ja noch die ganze Party vor uns und die ganze Zeit den Echo mit uns rumschleppen, haben wir einfach so nicht geschafft. Auch mit zunehmendem Alkoholgenuss haben wir den dann irgendwo hingestellt oder wie ich jetzt passend zur Sendung, zum Thema sagen könnte, ich pfeife drauf.
Das war Goldfrap, die Band heißt so, weil die Sängerin auch Goldfrap heißt. Das ist ihr echter Name. Das ist mal eine einfache Sache. Die hat davor mit Tricky zusammengearbeitet. Ich verwechsel mal Tricky mit Gold. Ich glaube, Gold-Szene haben sie beide. Und Tricky soll der sein, der so kompliziert ist im Umgang. Aber wenn man den dann näher kennenlernt, dann ist er wieder total nett. Aber so ist das eigentlich mit den meisten. Ich muss gestehen, dass ich mit Dieter Bohlen mal ein Foto gemacht habe, weil ich eine Wette verloren habe. Das war wiederum auf dem Echo. Ich will ja nicht über ein Echo sprechen, aber das war mal ein schöner Moment. Ich habe mit Till irgendwelche blöden Wetten gemacht. Und der Verlierer, der musste dann mit dem, den der andere bestimmt hat, ein Foto zusammen machen. Ich habe es gekriegt mit Dieter Bohlen. Der hat sich neben mich gestellt und haben bei uns ein Foto gemacht. Der war sehr nett und freundlich, kann man ja nicht gegen ihn sagen. Captain Jack auch, der ist ja dann auch gestorben. Und ich weiß nicht, was Till noch für Fotos im Zimmerchen hatten, wenn wir da mit Luna oder was, ja bitte, alle noch für schlimme Bands. Jedenfalls, wenn man Leute kennenlernt, sind sie oft ja nicht so schlimm, wie man denkt und dann kann man die ja nicht mehr doof finden. Das macht das Leben dann auch nicht gerade leichter, weil man will ja auch Sachen auch blöde finden. Man kann ja nicht alles nur gut finden, weil dann ist das Gute ja dann nicht mehr so gut, wenn nichts dagegen schlecht ist. Habe ich mich klar ausgedrückt, ungefähr.
Wir sind schon wieder fast ans Ende der Sendung gekommen. Ich weiß ja auch nicht, wie das so schnell geklappt hat, aber durch das Pfeifen vergeht vielleicht auch die Zeit schneller. Pfeifen ist vielleicht auch eine Zeit, weil in die Frequenzen, in die hohen Töne geht der Schall schneller, die Wellen sind kleiner und dadurch ist die Sendung dann auch schneller zu Ende. Ein schönes Lied haben wir noch von eher, was Luft heißt und Pfeifen ist ja auch nichts weiter als Luft und so schließt sich der Kreis. Ich wünsche Ihnen alles Gute, bis zum nächsten Mal, machen Sie es gut und tschüss.