Die Sendung April 2022
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Flake talks about flying.
Transcript
Radio 1, Flake, des Tastenfickers-Podcast. Fly like an Igel. Singen kann ich nicht, aber fly like an Igel habe ich schon mal geschafft. Ich kann wie ein Igel fliegen. Damit habe ich das Thema verraten. Heute geht es ums Fliegen.
Fliegen ist der älteste Traum der Menschheit. Das muss ich jetzt nicht besagen. Das älteste Gewerbe der Menschheit ist die Prostitution. Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber habe ich gehört. Aber das heißt ja auch nicht, dass es das geilste ist, was es gibt. Und warum war der älteste Traum nicht Autofahren? Ist doch viel geiler als Fliegen. Also so sag ich jetzt als Flugängstler, da kommt man darauf zu sprechen. Oder mit dem Handy zu telefonieren, wenn das die Urmenschen gewusst hätten. Davon hätten sie da träumen können, dass sie nicht irgendwie, was haben sie denn gemacht? Die pfiffen, also von Berg zu Berg, machen jetzt noch die spanischen Bergvölker. Wenn sie ihre Schafe verloren haben oder so, dass sie dann pfeifen oder so, hätten sie ein Handy gehabt. Also haben sie jetzt, aber das wäre auch ein schöner Traum. Aber nein, die Menschheit hat vom Fliegen geträumt und haben auch ganz, ganz, ganz viele Musik gemacht über das Fliegen. Ganz viel schreckliche Musik auch ums Fliegen.
Deshalb spiele ich heute nicht I Believe I Can Fly von R. Kelly. Nicht von R. Kelly Family, trotzdem spiele ich es nicht. Also gerade deswegen spiele ich es nicht. Wenn es von R. Kelly Family gewesen wäre, hätte ich es wahrscheinlich sogar noch gespielt. Ich spiele nicht Fly Like an Eagle von der Steve Miller Band. Ich kann es aber gerne auch nochmal singen, wenn das jemand will. Ich spiele nicht Grönemeyer mit Flugzeuge im Bauch, denn es heißt doch Schmetterling im Bauch, das wisst ja jeder. Dass es da nicht um Flugzeuge geht oder so. Ich spiele auch nicht Oli P., der hat dieselbe Liedmelodie. Bei der Echo-Verleihung war ich dabei, weil da habe ich gedacht, so Grönemeyer ist ja schon schwierig, aber dann noch so Oli P. mit dem Lied. Ich spiele nicht Peter, Paul und Mary, alle drei nicht. Leaving on a Jet Plane. Ich spiele nicht Mai Krüger mit Guten Morgen, hier spricht der Kapitän, obwohl das spiele ich vielleicht auch, weil das ist so bekloppt, das geht schon wieder. Und ich spiele auch nicht als lustiges Wortspiel Jefferson Airplane, die hießen später Jefferson Starship. Ich spiele nicht Reinhard Mai über den Wolken und ich spiele auch nicht diese blöde Cover-Version unter den Wolken von den Segelfliegern, dann ist wohl was schief gelaufen, unter den Wolken, weil die Segelflieger dürfen nicht über den Wolken fliegen, aus Sicherheitsgründen. Fand jemand mal sehr lustig. Ich weiß nicht, ob Reinhard Mai das auch sehr lustig fand. Ich weiß nicht, ob er dann das Geld gekriegt hat als Komponist. Ich nehme mal an, ja, und dann würde er sich dann letztendlich doch gefreut haben. Also nicht nur das Fliegen ist ein Traum der Menschheit, sondern auch manche Lieder, wenn man sie nicht hört.
Ich spiele aber doch was. Also wenn man sich jetzt fragt, ist denn jetzt überhaupt noch ein Lied über das Fliegen so übrig? Sag ich, ja. Es ist noch ein Lied übrig und das Lied fängt direkt an, also das Lied, der Titel fängt mit Flieger an und der Refrain. Womit das Lied anfängt, das erste Wort, weiß ich nicht.
Extra breit. Ich nehme an, der Name beruht darauf, dass sie auf der Autobahn gefahren sind und vorhin fuhr ein LKW, wo extra breit drauf stand. Steht auf den LKW, ist da extra breit drauf? Ich denke mal, ja. Damit man weiß, beim Einparken, da muss man aufpassen oder so. Und dann werden die gedacht haben, ah, das ist aber eine Ambiguität. So ein guter Witz, wenn wir ganz viel saufen, sind wir extra breit und der LKW und dann machen wir einen Abend raus in Württemberg. Aber trotzdem, ich finde die Band gut, ich finde das Lied gut, obwohl es natürlich nicht von denen ist, sondern von Hans Albers, falls der es erfunden hat.
Und ein Beispiel dafür, wie unterschiedlich die Musik eigentlich zur selben Zeit aus dem selben Bereich sein kann, sind die Ärzte, die das Lied auch zu Zeiten von Extrabreit rausgebracht haben. Aber die Ärzte sind natürlich wieder mal einen Schritt weiter gegangen, direkt ins Weltall.
Ich fliege hier in meiner Rakete, wer weiß, ob ich meine Heimat, die Erde, jemals wiedersehen werde. Ich bin der lustige Astronaut und ich singe ein Lied.
Sieht die Situation, wenn jemand ein Lied kennt, was Sie nicht kennen und der singt es dann. Also ich war an der Berufsschule, Facharbeiter für Fertigungsmittel, habe ich ja gelernt, und wir hatten einen Punk in unserer Berufsschulklasse, zu dem habe ich mich gleich neben ihn gesetzt und der sang in der Pause: Ich bin ein lustiger Astronaut und ich singe mein Lied, denn ich bin so ein lustiger Astronaut und ich singe mein Lied. Ich dachte, der ist bekloppt, also ich dachte nicht, der ist bekloppt, aber ich dachte, was zum Teufel macht der denn da? Mein Schulfreund hat gesungen, hey, bei der Dio Charlie, hey, bei der Dio Charlie Braun, Charlie Braun. Und ich dachte, Charlie Brown, aber ich wusste nicht, was wollen die immer? Also, wenn man das Lied nicht dazu kennt, war ich jetzt auch intellektuell nicht in der Lage, mir dazu Grundtöne auszudenken oder so. Und irgendein Tag, als ich die Situation schon längst vergessen hatte, Jahrzehnte, Jahrhunderte später, hörte ich im Radio mal die Ärzte und dachte ich, ah, das ist das Lied. Das ist ja total geil. Und deshalb habe ich es gespielt jetzt. Und weil es mit Fliegen auch zusammenhängt. Mit Fliegen hängen die ganzen Songs heute zusammen. Aber das ist natürlich kein deutsches Thema, sondern auch amerikanisch.
Vorwitz, ich weiß nicht, warum der mir nicht so ans Herz gewachsen ist. Ich lobe, ich mache dieses Yeah, Yeah, Yeah, Yeah, Yeah. Diese engagierte, rockige Irgendwatt geht mir dagegen Strich. Ich weiß aber nicht, was. Die Black Keys wiederum sind mir unheimlich sympathisch, obwohl ich die auch gar nicht kenne. Und vielleicht haben die auch schon mal Yeah, Yeah gemacht. Die Beatles ja bekanntlich auch, hat Walter Ulbricht so schon aufgeregt. Black Keys finde ich irgendwie gut. Ich finde schon die Namen gut, die schwarzen Tasten. Da muss man erst mal drauf kommen, weil es gibt im Klavier ja weiße und schwarze Tasten. Die Farben, die waren noch nicht erfunden. Und ich habe manchmal als Kind, nicht aus langer Weile, als kreativem Schub, nur auf den schwarzen Tasten gespielt. Und das muss man mal ausprobieren, wer ein Tasteninstrument hat, also ein wohltemperiertes. Kann man versuchen, nur auf den schwarzen Tasten zu spielen. Das klingt total asiatisch. Also muss man mal probieren. Und da ist der Name, ist schon wieder eine neue musikalische Idee, finde ich total gut. Aber jetzt singen sie den Aero Plain Blues, sonst wären sie nicht in die Sendung gekommen, da hatten sie mal echt Glück.
Plain Blues, ich denke mal, dass Aero lateinisch ist oder griechisch für Luft, auf Englisch dann eher. Wieso es auf Deutsch dann Luft heißt, ist mir auch ein Rätsel, die deutsche Sprache ist eh völlig so unverständlich. Auf Finnisch heißt es bestimmt Ecke Heckecheck oder so. Aeroport ist dann der Flughafen und Udo Lindenberg hat ein Lied über den Aeroport gemacht, das heißt aber auch Dich wiedersehen und inzwischen heißt aber Airport, steht glaube ich auch in Deutschland dran, ich weiß nicht, ob der BER, ob da noch Flughafen steht oder auch schon Airport oder so und ich finde es sehr, sehr komisch, dass immer alles auch in Deutschland auf Englisch geschrieben wird. Ich habe mal in der Zeitung gesehen, die Zahl der Joblosen hat sich erhöht. Ich dachte, was sind die Joblosen? Sind sie irgendeine Krankheit oder die Joblosen? Ich bin nicht drauf gekommen, bis ich dann, ah, der Joblosen. Wer kommt denn drauf, dass in der Berliner Zeitung steht Joblose? Und wenn da so eine Omi, na die Omis, die sind Rentner, aber die, die noch nicht Rentner sind, müssen zum Jobcenter gehen. Das finde ich doch irgendwie erniedrigend. Dann wünsche ich mir noch so ein ehrliches Arbeitsamt, wo es um Arbeit geht, aber doch kein Jobcenter. Ich komme mir da persönlich verarscht vor, aber ich bin noch alt und Udo Lindenberg ist auch alt. So habe ich jetzt so die Brücke geschlagen. Jetzt kommt der Airport Blues, heißt natürlich nicht Airport Blues, aber ist ja Abschied, Flughafen Blues liegt beieinander.
Das Lied heißt Learning to Fly und da fällt mir die Geschichte ein, ich wollte als Kind wirklich Pilot werden, man würde es nicht glauben, also erst Feuerwehrmann, jedenfalls wollte ich Pilot werden und dann habe ich mir ein Buch gekauft und da stand drin, dass die Omas immer den jungen Piloten sagen: Also Junge, wenn du wieder fliegst, also flieg nicht so hoch und nicht so schnell, weil lieber hat es nichts passiert. Da haben sie gesagt, genau falsch, mein Pilot soll ganz hoch fliegen, damit nichts passieren kann, gerade damit er immer noch die drei Minuten Zeit hat, die 10.000 Meter runter zu kommen und dann noch alles machen kann. Wenn man flach fliegt, dann ist es gefährlich, weil dann ist jeder, jedes Schwinge und jeder Absturz ist man sofort so am Boden, wenn man absackt. Und wenn man langsam fliegt, ist natürlich der Auftrieb viel geringer, viel gefährlicher. Man stürzt ab. Also als Pilot sollte man nicht auf die Oma hören und langsam fliegen und flach, sondern hoch und schnell. Das habe ich mir schon mal jetzt gemerkt. Das kann ich schon mal.
Und dann haben wir einmal eine Flugstunde gemacht, einen Schnupperkurs. Man wusste ja, dass man beim Fliegen auch schnuppern kann. Und da hatten wir so ein, ich weiß nicht, ob ein Motor ist. Ja, da war so ein Propellerflugzeug mit vorne einem Propeller dran. Da saß dann ein Pilot neben mir. Und vorne waren zwei Sitzplätze und hinten zwei, das war im Prinzip wie eine Ente vom Platz her oder wie ein Trabi, also recht eng und klein und dann musste ich irgendwie losfliegen und das ist wirklich recht einfach, also links, rechts, oben und das sind die Sachen, die man so machen kann und man soll darauf achten, dass eine Handbreit zwischen Fenster und Horizont ist, also von der Unterkante vom Fenster zum Horizont soll eine Hand passen und dann fliegt man im Prinzip so geradeaus, weil man fliegt ja, auch wenn man geradeaus fliegt, kann ja sein, man fliegt immer weiter von der Erde weg oder immer weiter steil auf die Erde zu und das will man ja nicht, man will ja im Prinzip parallel zum Erdboden fliegen und wenn es erst mal fliegt, fliegt es und der sagt, ja kann doch nicht passieren, keine Bäume, kein Gegenverkehr, was haben die denn alle Angst vorm Fliegen und ich denke, Angst ist ein irrationales Gefühl und Angst kommt daher, dass man nicht weiß, was man machen soll und weiß, was passiert und wenn man fliegen lernt, wie Pink Floyd das anscheinend gemacht hat, sonst hätten sie nicht Learning to Fly geschrieben. Ich glaube, die können sogar auch fliegen.
Es kann auch auf fliegende Bands kommen, alle hier. Da fällt einem hier der Iron Maiden-Typ ein und alle anderen, deren Namen ich jetzt nicht weiß, die selber fliegen. Doch die Fantas fliegen selber und eben die anderen. Wir hören jetzt mal das Lied, bevor ich hier irgendeinen Unsinn erzähle.
Leute, ich weiß jetzt wieder, was ich sagen wollte. Wenn man jetzt Flugangst hat, wäre es das Logischste, wenn man fliegen lernt. Weil Piloten keine Angst vorm Fliegen haben, weil die ja selber das in der Hand haben, weil die selber alles beeinflussen können und lenken können. Ich sage mal, Piloten haben keine Flugangst. Und wenn, haben sie einen Beruf verfehlt, sage ich mal. Aber ich glaube nicht, dass es Piloten mit Flugangst gibt. Stewardessen mit Flugangst gibt es. Und warum? Weil Stewardessen nicht fliegen, ist klar. Und ich habe selbst schon Stewardessen mit Flugangst erlebt. Die fliegen aus irgendeinem Grund immer dann, wenn ich auch fliege. Dass Flugangst ansteckend ist, das wissen wir ja auch. Und die haben wiederum Flugangst, weil die schon in blöden Situationen waren, weil die schon die ganzen Luftlöcher so miterlebt haben und die ganzen Klappen, die offen stehen geblieben sind und die Fahrwerke, die nicht rausgekommen sind oder nicht reingefahren sind und passiert ja so einiges. Und die haben dann Angst, aber die können die Angst nicht wegmachen, weil sie nicht selber fliegen. Durch selber fliegen, durch bewusste Bekämpfung, also dass man das in der Hand hat, geht die Angst weg.
Und ich weiß noch nicht, woher meine Angst gekommen ist. Die ist ganz plötzlich da. Ich bin mit meinen Eltern nach Budapest geflogen, beziehungsweise meine Eltern sind mit mir nach Budapest geflogen. Mit Malev, Ungarische Fluggesellschaft, Tu-134. Wer so einen Bausatz mal hatte als Plastikflugzeug, der weiß wie das aussieht. Die hatten ganz, ganz kleine Fenster, waren ganz schmal, so ein russisches Flugzeug mit den Triebwerken hinten. Aber sehr, sehr zuverlässig, sehr, sehr, sehr, sehr laut. Also im Verhältnis zu den westlichen Flugzeugen waren die russischen eh viel lauter. Aber flog eigentlich ganz normal. Und der Start und so war alles normal, wir sind gestartet, das ist ja auch noch ein bisschen aufregend, Bonbon in den Mund und so. Und auf einmal habe ich gemerkt, dass unter mir nichts ist, dass unter mir im Prinzip der Boden gefehlt hat, weil da war es ja nur diese dünne Blech da. Und ich hatte das Gefühl, die Erdanziehungskraft zieht mit ganzer Kraft und hat nichts weiteres im Sinn, als mich beziehungsweise das ganze Flugzeug an den Boden zurückzuziehen, weil da gehört es ja hin. Ich wusste, welche Kraft man aufbringen muss, um ein Gewicht hochzuheben und so ein schweres Flugzeug hochzuheben. Wenn man nicht loslässt, ist klar, dass das sofort auf die Erde kracht. Und ich dachte, ich bin jede Sekunde dafür, also ich bin nur mit ganz dünnen Fädchen am Himmel festgebunden, dass ich nicht sofort mit voller Gewalt und diesem Flugzeug runterstürze, dass nicht Fliegen der normale Prozess ist, sondern im Prinzip das Runterfallen der normale Prozess ist, die Schwerkraft als Gesetz über dem Gesetz des Fliegens steht oder so. Und da fing aus physikalischer Unkenntnis bei mir die Flugangst an.
Aber über meine Flugangst zu reden, da reichen die zwei Stunden bei weitem nicht aus und schon recht nicht, wenn wir Musik hören wollen. Und wir wollen Led Zeppelin hören. Das ist ja schon wieder ein Gag, weil Zeppelin ist ja auch schon wieder was Fliegendes im Namen. Wir haben mal ein Wortspiel gemacht, Led Zeppelin Cannot Fly, weil die Band und so. Und LED Zeppelin, der leuchtet Zeppelin. Ist ja egal. Das Lied heißt Night Flight, wo ich nicht verstehe, weshalb, wenn es ein Nachtflug heißt, wieso es dann keinen Dayflug gibt. Es gibt auch einen Nachtzug, Night Train, aber kein Day Train. Nennt man nur die Sachen in der Nacht? Warum? Aber Led Zeppelins Night Flight hat weniger mit einem Nachtflug zu tun, als mit einem jungen Mann, der nicht zur Armee will, was ich auch gut verstehen kann. Mir ging es genauso und das kam wieder aus der Angst, weil ich Angst natürlich vor der Armee hatte, die, sag ich jetzt mal, größer war als meine Flugangst. Denn geflogen bin ich, zur Armee bin ich nicht gegangen.
Und beschleunigen auf Überschallgeschwindigkeit, in kurzer Zeit verlassen wir dann die Atmosphäre. Seid ihr schon bereit für ne Affäre mit der Freiheit? Bald schweben wir völlig schwerelos.
Hurra, wir fliegen! Was für einen Blick! Hurra, wir fliegen! Immer ein bisschen Glück ist irgendwo. Und Zeit, hoffentlich ein Platz für uns reserviert, Raum um uns, so unendlich weit, was war und sein wird, spielt keine Rolle, ich bitte um erhöhte Gelassenheit, denn nichts und niemand hat nun mehr über uns die Kontrolle, wir schweben völlig schwerelos.
Sportfreunde Stiller. Fliegen ist ja auch ein Sport. Soll ich Segelfliegen? Ah, das ist extra. Ich finde, sie sagen schwerelos, schwerelos. Will ich mal ein bisschen klugscheißern. Schwerelos ist nicht fliegen, sondern schweben. Denn zum Fliegen braucht man diesen Widerstand irgendwie. Dann muss man gegen die Anziehungskraft behaupten. Und das geht natürlich nicht immer gut. Denn die Erdanziehungskraft ist stark. Und die wird doch nicht schwächer, wenn die Masse der Körper nicht nachlässt. Ich habe mal in Physik ein Experiment gemacht. Das ist jetzt zu kompliziert zu erklären. Da war eine Waage mit zwei kleinen Metallkugeln dran. Und über der einen Kugel war ein ganz schwerer Metallklotz aufgehängt und dann ging die Waage schief. Die Waage ohne Metallklotz obendrüber ging zur Erde, weil da die Erdanziehungskraft der Erde größer war. Und bei der anderen Kugel war die Anziehungskraft dieses Metallklotzes so groß, dass es da die Kugel ein bisschen nach oben gezogen hat, gegen die Erde. Also so minimal, dass es aber ausgereicht hat, die Waage zu verschieben. Und das habe ich so erklärt und eins bekommen. Das war wohl so die einzige Eins, deshalb kann ich mich daran so gut erinnern.
Ja, jedenfalls geht das Fliegen schief und ich komme wieder zu dem Missverständnis von vorher mit der Pilotin, weil Nicole sagt, man soll nicht hochfliegen. Aber wie gesagt, man soll hochfliegen, damit man Zeit hat zum Abstürzen. Anders gesehen sagt man, wer höher steigt, wird tiefer fallen. Das hat auch Joachim Witt nicht bewiesen mit seinem Leben, sondern gesungen in seinem Lied der Goldene Reiter. Und dann fiel ich ab. Mehr kann ich mich auch nicht erinnern. Achso, ich stand so hoch auf der Leiter, also hoch, hoch und dann fiel ich ab. Also da ist er doch abgefallen. Aber wie gesagt, beim Fliegen, wenn man auf eine Leiter klettert, ist natürlich hoch nicht so gut. Weil man fliegt, ist hoch gut, aber es geht auch schief.
Toll, da ist es schief gegangen. Bei Icarus auch. Angeblich ist ihm von der Hitze der Sonne der Wachs von den Federn geschmolzen, mit denen die angeklebt waren. Würde ich jetzt mal sagen, wissenschaftlich schwer haltbar die Theorie. Denn im Weltall wird es erstmal sehr, sehr kalt und bis man so nah an die Sonne rankommt, dass die Federn schmelzen, ist man erstens schon erstickt, weil der Sauerstoff fehlt. Ich weiß nicht, wie Icarus das machen wollte. Und zweitens ist es einfach auch zu weit. Also er wäre ja ein paar Jahrhunderte, Lichtjahre so unterwegs, bis er erstmal in die Nähe der Sonne kommt. Das bringt ja auch nichts. Er wird einfach, sag ich mal jetzt, erfroren sein. Also einfach kann man das erklären. Natürlich mythologisch gesehen, naja, ob man sich an der Sonne jetzt verbrennt oder an der Kälte jetzt verkühlt, ist eigentlich der Lerneffekt ist derselbe. Mach nichts, was du nicht machen sollst, für die Kindererziehung so einsetzbar, der Icarus. Aber wirksam als Beispiel ist es für mich nicht. Also ich habe jetzt keine Angst, irgendwas zu machen oder ich habe auch keine Flugangst wegen Icarus. Wegen Icarus hatte ich die Küssensangst, mit dem Bus zu fahren, weil im Osten die Busse die Icarus-Busse waren und die waren sehr laut, haben gestunken und da kam so ein armdicker Schwall Öldreck, Ruß aus dem Auspuff und da haben wir immer gesagt, ja, Icarus fahren bleifrei, Luft im Reifen. Das ist nicht lustig, aber gerade wenn es nicht lustig ist, dann freue ich mich natürlich. Also hier ist Icarus von den Puhdys, eine Ostband, aber trotzdem mal bitte nicht an die Busse denken.
Kennen wir die Puhdys mit Dreikopfstimme und Icarus hätte nicht abstürzen müssen, hätte er einen Fallschirm gehabt. Ich habe auch überlegt, im Flugzeug, bevor man startet, erklären die einem ganz übel die Schwimmweste. Ich meine, wie soll ich denn die Schwimmweste, also wie soll ich denn den Absturz so überleben, dass ich noch eine Schwimmweste anziehen kann? Sollen sie mir doch einen Fallschirm geben? Dass sie noch nicht auf die Idee gekommen sind. Dann haben sie gesagt, naja, man kann mal einen Fallschirm anziehen, man kommt dann nicht aus dem Flugzeug raus. Die stehen dann so an einer Notluke. Außerdem saugt es einen ja auch aus dem Flugzeug raus. Trotzdem würde ich einen Fallschirm auf dem Rücken irgendwie beruhigender finden als eine Schwimmweste, wenn ich fliege. Ich meine, wenn ich schwimme, mache ich mir auch keinen Fallschirm auf dem Schiff oder so. Da nehme ich eine Schwimmweste. Und wenn ich mit einem Auto fahre, nehme ich einen Airbag und keinen Fallschirm. Also man nimmt doch das, was zu dem Verkehrsmittel auch gehört irgendwie. Und dann kam die Idee, dass man das ganze Flugzeug am großen Fallschirm hängt. Die Idee finde ich richtig gut. Man sprengt die Flügel ab und dann hängt man am Fallschirm und schwebt dann sanft ins Meer und ertrinkt dann, da man die Schwimmweste nicht anhatte. Aber irgendwie hat sich das nicht durchgesetzt. Ich glaube, die haben erklärt, dass die meisten Leute sterben an was anderem. Also bei Flugzeugunglücken sterben nur 20 Prozent am Absturz und der Rest verbrennt wahrscheinlich oder ertrinkt oder stirbt am Schock oder an Rauchvergiftung ist wohl die Hauptanzahl oder so.
Jetzt sind die Sachen, mit denen man sich den ganzen Tag beschäftigt, wenn man Flugangst hat, damit die Flugangst immer noch ein bisschen größer wird. Weil das muss man ja auch pflegen und füttern und so, ist wie so ein Tierchen. Ochigami, wie die japanischen kleinen Dinger, die es jetzt für 50 Cent in Rudis Restaurant gibt. In Tamagotchi, genau.
Also, ein Hochlied auf den Fallschirm, Parachute. Schwer auszusprechen, aber wenn man es erstmal kann, dann kann man es. Hier sind die Pretty Things.
Willkommen zum zweiten Teil. Wir fliegen heute und wir sind mit Gary Newman schon Outdoor gefahren mit Cars und jetzt ist Gary Newman wieder da mit Airlane. Wenn mich nicht irre, hat er ja nicht gesungen, ist ja nicht mal übel. Ist ein Instrumental zum Einstimmen, finde ich gut. Früher hatten wir auch Konzertanfänge mit einem Instrumental, was meistens so daran lag, dass einfach der Sänger nicht da war. Dann war die Band gezwungen, erstmal ein bisschen zu spielen und hoffen, dass er, wenn er die Musik hört, dass er dann mal irgendwann kommt oder so. Bei James Brown war das auch so, als der in Weißensee gespielt hat. Er hat erst die Band gespielt. Ich dachte, was soll denn das? Da gehe ich schon mal zum Konzert und dann spielt die Band und der ist, naja, nicht da. Dann habe ich mir vorgestellt, wie der sich dann gerade schminkt und anzieht und eben so ein richtiger Diva, so ein richtiger Star. Der kommt halt nicht gleich auf die Bühne und singt. Der lässt erst spielen oder so. Eigentlich eine Sache, die ich uncool finde. Ich habe gehört zu Axel Rose, war der absolute Spezialist. Der kam auch gerne mal vier Stunden später. Dann ist die Band schon wieder von der Bühne gegangen oder so. Da hat es auch zu großen Spannungen geführt. Aber bei so einem Drogenkonsum geht das Zeitgefühl auch öfter mal verloren. Fliegt sozusagen weg.
Ich muss versuchen, wieder einen Bogen zu kriegen zu Feist. Feist ist ein fieser Name, aber ist der echte Name der Band. Und da die Frau Leslie Feist nicht in Deutschland wohnt, hat sie kein Problem damit, sich Feist zu nennen. Da geht es ja genauso wie Fred Durst. Der könnte im Osten, also in Deutschland höchstens in einer Punkband spielen oder so. Aber die heißt wirklich Leslie Feist, das Lied heißt Flight 303. Also Flug 303, ich spreche das jetzt alles mal schön auf Deutsch aus, damit ich mit diesem O und Zero nicht durcheinander komme. 303. Und ab jetzt.
Heißt es kommt Blondie, das ist dann mal, denke ich mal, nicht ihr echter Name. Aber wir bleiben bei den Flugnummern. Wir sind von Flug 303 zu Flight 45 übergegangen. Ich weiß nicht, warum manche zweistellig sind, manche dreistellig. Ich bilde mal ein. Ich bin sogar schon vierstellig geflogen. 2502 oder so. Aber ich kann mich auch erinnern.
Blondie. Musikalisch, sehr ausgereift, sehr experimentell. Gefällt mir ganz einfach. Ebenso wie die Stones. Habe ich das schon mal erwähnt, dass ich Stones mag? Finde ich irgendwie gut. Also fand ich als Kind schon gut. Vielleicht ist es deshalb so eingebrannt in mein Gehirn, dass es dann egal ist, ob die später dann Mist machen oder nicht. Oder Mist ist ja auch der falsche Ausdruck oder so. Ich habe sie aber jetzt nicht aus musikalischen Gründen ausgewählt, sondern weil sie ein Lied gemacht haben, was Flight 505 heißt.
Und da habe ich überlegt, wie viele, also ich habe mal gehört, es gibt 10.000 Flugzeuge, die gleichzeitig fliegen. Jetzt sind es ein paar weniger, aber letztes Jahr waren es noch so Fälle oder so, vorletztes Jahr. Und da habe ich gedacht, dann müsste es ja eigentlich 10.000 Nummern geben, die sind aber nicht fünfstellig, die Zahlen, weil 505 ist ja so, aber es sind ja auch nicht Flugzeuge, also es sind ja nicht Flugzeuge, sondern Fluglinien oder doch, jedes Flugzeug hat seinen Namen. Also wenn ein Flugzeug von Berlin nach München fliegt und 202 heißt, sag ich jetzt mal, dann hat das nächste Flugzeug um halb zwölf dann eben oder so, heißt dann 203 oder 204. Also im Prinzip doch jeder Flug. Aber am Tag, wenn am nächsten Tag dann wieder, ist es dann wieder die 202, würde ich sagen. Und dann bin ich auf die geniale Idee gekommen, jede Fluggesellschaft hat ihre eigenen Zahlen und deshalb steht dann vorne immer die Buchstaben LH, heißt irgendwas mit Lufthansa oder so. Ich wollte jetzt einen Witz machen mit irgendwas, aber mache ich nicht, man kann ja doch eine andere Abkürzung nehmen. LH-202 ist dann Berlin-München, sag ich jetzt mal, stimmt nicht, und British Airways-BA ist dann, 202 ist dann London-München. Die treffen sich dann und bilden dann zusammen die 404. Könnte man denken, machen sie aber nicht, weil die Buchstaben ja da nicht zusammenpassen. Jetzt habe ich das Rätsel gelöst mit den Flügen, also jede Fluggesellschaft hat ihre eigenen Flugnummern.
Und jetzt frage ich mich nur noch, die einzige Frage, die noch nicht geklärt ist, wenn ein Flugzeug jetzt abstürzt, kriegt das nächste Flugzeug dann, was denselben Flug fliegt, denselben Namen oder einen anderen. Ich würde mal tippen, kriegt einen anderen, weil es gibt doch keine Hotelzimmer Nummer 13, obwohl ich, glaube ich, doch schon mal Zimmer Nummer 13 geschlafen habe. Vielleicht sind die in anderen Ländern bei anderen Zahlen dann abergläubisch. Ich habe gehört, in Japan ist 4 die Glückszahl. Deshalb, da sieht man hier immer wieder Leute mit 444-Nummernschild rumfahren in der Gegend um Hohen Neuendorf, wo der China-Tempel ist. Ob das stimmt? Ob das stimmt? Lassen wir die Stones laufen.
Stones sind irgendwie wie so ein alter Schrank, wie so ein alter Vertiko, was in jedes Zimmer passt. Also auch wenn man so ein Jugendzimmer einrichtet, so eine schöne Vertikokommode, sieht ein bisschen anders aus, ist ein bisschen älter. Man erkennt es aber, hat diese runden Säulen an der Ecke. Ich habe die Stones gerade als Bild gesehen, ich bin so ein Typ, der auch Zahlen als Farben sieht und so. Stimmt nicht, aber klingt erstmal so interessant, wenn man so ein Gespräch anfängt. Ich lasse den guten Vertiko, das gute Vertiko, den guten Schrank, bestimmter Artikel, Einzahl, dritte Person, in einer Jugendstube stehen und spiele das Lied: Who is driving your plane?
Die Stones fragen nämlich, wer fliegt dein Flugzeug? Ich frage mich auch manchmal, wer mein Flugzeug fliegt, wenn ich irgendwo hinfliege und das wackelt und schüttelt und landet ganz einfach nicht, weil irgendwas ist, dann denke ich, ist der noch da überhaupt, der Pilot? Oder eingeschlafen, Herzinfarkt, Lebensmittelvergiftung, Hirnschlag. Und das setzt sich ja dann im Prinzip auf die Passagiere fort, wenn es dem Pilot nicht gut geht. Also man sollte immer darauf achten, dass es dem Piloten gut geht. Ist die Katze gesund, freut sich der Mensch, haben wir früher gesagt. Das sind die Stones.
Gerade gefunden, die Stones nochmal zu spielen, weil die haben ein Lied gemacht, das ist Spider and the Fly. Und was heißt Fly anderes als Fliege, frage ich mich. Und was hat Fliege, also Fliege ist schon mal, also ist man vom Fliegen jetzt nicht wegzudenken. Also nochmal die Stones.
Das Spider and the Fly, dann kommt die Spanish Fly von Van Halen. Van Halen, sagen die Fachmänner. Van Houten heißt ja auch der Kaffee. Spanish Fly ist natürlich auch geschummelt. Spanish Fly ist ein Käfer, ist ein Ölkäfer. Kann aber fliegen und zwar ganz selten Mitte Juni mittags. Und dann kann er mal kurz hochfliegen. Und die Käfer können einen sehr üblen Geruch absondern. Das kann ich auch. Bei Gefahr pressen sie gelbe Hämolymphe aus verschiedenen Körperregionen. Etwa den Beingelenken, das heißt Reflexbluten. Oder sie würgen Verdauungssäfte aus dem Mund. Kann ich auch. Beides ist stark. Kantharidin haltig und wirkt hautreizend. Ich hatte jetzt auch nicht vor, mir das ins Gesicht zu schmieren oder so. Es gibt ja Menschen, die den Saft nehmen und sich den irgendwo hinschmieren oder essen oder was auch immer. Van Halen wird uns das genau erklären.
War die Spanish Fly, hat er sehr schön gespielt, wenn er nicht in der Schule war. Hast du sehr fein gemacht. Ich sehe dich immer sehr gerne spielen, aber das kannst du besser. Das habe ich schon besser gesehen, hat mein Lehrer gesagt, hat mich immer sehr traurig gemacht. Aber Thema Schule kommt auch in einer anderen Sendung. Ich kann ja schon ein bisschen so spoilern, damit man noch dran bleibt. Ich meine, jetzt ausschalten geht immer, weil jetzt ist ja noch die Sendung fliegen. Also fliegen, fliegen, fliegen, fliegen, fliegen, fliegen nach. Nee, Quatsch, da habe ich einen hinter vergessen. Fliegen, fliegen, hinterfliegen, fliegen, fliegen, fliegen nach.
Das ist jetzt Fly von Hilary Duff. Ich hoffe mal, das ist ihr echter Name, weil Duff ist eigentlich eine Abkürzung, so was wie MILF, was ich auch lange nicht gewusst habe und lange lernen musste. Duff heißt wiederum Designated Ugly Fat Friend. Damit ist die Freundin gemeint so von der Hübschen. Und die Hübschen sind ja oft nicht die Klügeren, aber die sind so schlau, sich eine Freundin mitzunehmen, die nicht so schön ist und alles macht und so. Und dann ziehen die immer zu zweit los und die Hübsche zieht immer die Aufmerksamkeit auf sich. Und die nicht so Hübsche ist eigentlich die nettere, also meiner Erfahrung nach auf jeden Fall. Und da gibt es richtig eine Fernsehserie, die heißt auch direkt DAF, wo die immer dann so ausgenutzt wird und aber an einer Clique, das ist ganz kompliziert. Und sie macht dann den Fehler, dass sie sich ihrer Freundin anvertraut, die sie im Prinzip verraten hat, weil sie die missbraucht als hässliche Freundin und so weiter. Das ist ganz kompliziert und der Grund, weshalb ich mir keine Serien angucke. Und ich weiß auch nicht, warum das Lied Fly, achso, das hat ja nichts zu tun mit der Serie, dann ist es ja völlig klar. Also Fly.
Im Deutschen wie im Englischen, weiß man nicht, ob Fly jetzt fliegen heißt oder die Fliege, weil Fly, Fly, Fliege, Fliege, Spinne, spinnt. Ist klar, die Tiere heißen ja so, nachdem was sie so machen, der Fisch fischt, Pferd, Pferd und die Fliege fliegt eben. Und die Fliege kommt, wenn sie kommt. Weil das nicht Erna kommt und die Fliegen auch. Hier kam sie, Flies.
Das ist eine ganz schlimme Assoziation von so einem Strand mit so einer Yacht an so eine Tussen braun gebrutzelt in so einem hellen Bikinis mit aufgeklebten Fingernägeln, die so einen Drink mit dummen Gesicht angucken. Das klingt schon wieder fies, herabwürdigend ist es aber nicht, denn die Männer, die da dann rumhüpfen vor meinen Augen, haben auch so bunte Bermuda-Shirts an. Zu viele Muskeln, zu wenig Hirn, debiles Grinsen, notgeil, da irgendwie unsportlich, also sportlich schon, aber so ohne Gefühl, so mitwippend im Takt und versuchen die Frauen vorsichtig, nicht vorsichtig, auf ihre plumpe Art so anzugeilen und die Frauen finden das so ein bisschen gut, sind so ein bisschen geschmeichelt und wippen so ein bisschen mit und dann trifft sich das, was zusammengehört. Und das Ganze findet in so einer RTL-5-Serie statt, wo irgendwie Nacktinsel, Promi-Haus-Status, wie weiß ich, ach, schlimm, schlimm, schlimm, schlimm, schlimm, ja, hätte ich das gewusst, das Lied nicht ausgesucht, das war eigentlich von Shaggy und heißt Fly High.
Und ich wollte nur noch mit reinbringen den Gesichtspunkt, dass Fliegen auch was mit Drogenkonsum zu tun haben kann, dass man im Prinzip den Geist fliegen lässt und der Körper bleibt stumpf auf dem Boden liegen und man nimmt irgendwelche Substanzen, um sich hoch zu fühlen, wie der Volksmund sagt, also high. Und um high zu kommen, muss man ja bekanntlich fliegen oder wie schon gesagt schweben oder, ja, weiß ich auch nicht, wie man sonst high werden kann. Also eben, dass nur der Kopf sich ändert. Ich weiß nicht, innerhalb des Gehirns, das ist mir alles jetzt zu kompliziert, zu mathematisch.
Deshalb habe ich ein harmloseres Lied rausgesucht, was auch zum Fliegen gehört, wie ein Drache. Das heißt einfach Mein Drache. Ein Drache fliegt auch, hängt an der Strippe, man braucht Wind, alles klar. Der Interpret ist Andrew Bond, der Sohn von James Bond, so nehme ich mal an. Und die Söhne von berühmten Eltern haben es ja immer viel schwerer irgendwie hier. Der Strokes-Typ, Albert Hammond Jr., hat einen berühmten Vater. Über Sean Lennon haben wir schon geredet. Und der Einzige, wo es geklappt hat, so einigermaßen ist Götz George, war erst als der gestorben ist, habe ich im Prinzip gehört, dass der auch einen Vater hat, der Georg George heißt oder so und viel berühmter sein sollte oder so, wusste ich nicht. Also ich habe Götz George so kennengelernt, wie er ist und so fand ich ihn auch gut. Und hier bei Vito Schnabel, als die Frau Klum da, war Frau Klum mit ihm zusammen? Vor Tom Schilling? Nee, Quatsch. Tom Kaulitz. Ach, mein Entschuldige, Tom. Also, bei welchem ich mich entschuldige, der weißte dann schon. Ja, da habe ich auch nicht erfahren, dass er auch einen berühmten Vater hat, der so ein Galerist ist. Der heißt aber nicht Vito, weil wenn der Sohn und der Vater gleich heißen, verwechselt man die immer. Gibt es aber auch. Ich weiß jetzt nicht, aber bei wem. Und also jedenfalls Andrew Bond, Mein Drache.
Und jetzt kommt sogar ein Doppelfluglied, weil die Band heißt The Byrds und Birds können ja fliegen, außer die Laufvögel eben. Kann ein Pfau fliegen? Ja, sogar ein Pfau kann fliegen. Was kann er nicht fliegen? Hühner können schlecht fliegen zumindest, aber sie können fliegen. Und ich habe sogar mal ein Huhn gesehen, das konnte ohne Kopf fliegen. Also nicht nur Störtebäcker ist ohne Kopf an acht Mann vorbeigekommen, sondern wir haben mal einem Huhn den Kopf abgeschlagen, dann hat es noch aufs Schuppendach geschafft. Als es noch mit Kopf war, konnte es nicht so gut fliegen. Wahrscheinlich war der Kopf zu schwer. Der Kopf hat ja auch bei Menschen ein Gewicht von 13 Kilo. Man glaubt es gar nicht. Das glaube ich jetzt selbst eigentlich nicht. Ich glaube 8 Kilo. Aber sagen wir mal um die 10 Kilo. Und das ist schon ordentlich. Also so viel habe ich versucht mal abzunehmen. Kann man natürlich auch direkt so beim Henker machen. Dann geht das Abnehmen dann schneller.
Aber es ging ja ums Lied von den Byrds. Also das Lied heißt nicht Die Byrds, die Band heißt The Byrds und das Lied heißt Eight Miles High. Lappert es doch ganz schön im Flugzeug so von den Byrds. Wahrscheinlich liegt es daran, dass das Flugzeug mit den Flügeln lappert, weil mich wundert, dass ein Flugzeug fliegt, ohne mit den Flügeln zu schlagen, weil das geht ja eigentlich nicht. Die Vögel fliegen ja, weil sie mit dem Flügel schlagen. Es gibt da keinen Vogel, der die Flügel ausbreitet und losfliegt, also wie ein Flugzeug das im Prinzip macht. Das haben sich die Menschen auch gedacht und die Rumplertaube gebaut und da ist echt ein Triebwerk, was die Flügel auf und ab bewegt. Ich weiß nicht, ob das Ding wirklich geflogen ist. Ich glaube, es hat sich nur einen ganz kurzen Sprung mal fortbewegt, weil man braucht so viel Gewicht, um mechanisch das zu schaffen, dass sich die Flügel bewegen, dass im Prinzip die Wirkung des bewegten Flügels wieder aufgelöst wird, aufgehoben wird. Hochgehoben wäre in dem Wort ja richtig, weil es wird ja hochgehoben, aber in dem Fall nicht. Eight Miles High, so hoch fliegt man wirklich, wenn man ein Passagierflugzeug fliegt. Ich weiß nicht, ob die zu Zeiten der Byrds schon so hoch geflogen sind. Wir machen es heutzutage. Ich sehe ja immer in den Bildschirm, ich mache im Flugzeug selten den Fernseher an, sondern ich habe den Bildschirm und gucke immer nur, wie schnell wir fliegen, wie hoch wir fliegen, wie kalt es draußen ist. Falls man auch raussteigen muss, bei minus 50 Grad ziehe ich einen Pullover über. Und die Geschwindigkeit ist noch und was mich natürlich am meisten interessiert, wie lange es noch bis zum Ziel ist und die Zeit dann immer in zwei Stunden 45 oder bei Langstreckenflügen dann eben 48 Stunden oder so und das Schlimmste, was es gibt, ist wirklich, wenn schlechtes Wetter ist und die Flugzeit ist eine Stunde noch was oder so, dann fliegt man so eine halbe Stunde und dann ist immer noch eine Stunde noch was. Fliegt man nochmal eine halbe Stunde und dann sitzt da auf einmal zwei Stunden, ist alles schon passiert und dann saß ich da, nee, jetzt habe ich die Zeit im Prinzip negativ erlebt, weil die Zeit ist ja länger geworden. Aber ich sitze ja schon im Flugzeug, ich nervte schon alle, das schüttelt, das wackelt. Fliegen ist nicht jedermanns Sache, aber wenn man es mag, natürlich dann doch. Hier kommt das Lied vom Fliegen.
Also der Sänger war Reinhard Lakomi, der uns da ganz lakonisch irgendwie vom Fliegen erzählt hat. Lakonisch ist sowas wie lapidar. Es gibt doch ein Lapidarium, das ist aber am jüdischen Friedhof die Steinsammlung. Das ist echt Wahnsinn, wie das alles so zusammenhängt. Jedenfalls konnte ich mich mit dem letzten Lied nicht identifizieren. Ich will nicht auf den Stern rumlatschen, ich will eigentlich nicht dem Wind in die Nase beißen oder ähnliches. Ich finde, es reicht einfach auch Auto zu fahren oder so, man muss nicht fliegen. Es ist alles schön, wie sagen hier die Band, muss gar nichts, wer war das, Blumfeld, Die Sterne, irgendjemand von denen. Also man muss gar nichts. Erstens, man muss auf jeden Fall nicht fliegen, denn das geht auch oft schief. Wie man schon sagte, ich wollte immer schon Flieger werden. Als erstes flog ich von der Schule. Dann flog ich aus dem Job. Wenn ich so weitermache, dann fliege ich hier auch mal. Ich sage mal Tschüss.