Die Sendung February 2021
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Flake and his daughter Mimi talk about youth. Mimi chose all the songs for this episode.
Transcript
Herzlich willkommen. Da sind wir wieder auf Radio 1, nur für Erwachsene. Was natürlich ein komischer Begriff ist, weil, was ist jetzt Erwachsen? Also Erwachsen fängt ja eigentlich mit 18 an und geht dann bis 80, 90. Und das ist ja eine Spanne, die man jetzt nicht so undifferenziert betrachten kann. Ich bin zum Beispiel Richtung Rentner. Und nur für Erwachsene heißt er nicht Richtung Rentner oder so. Weil man von 18 bis 80 könnte man leben oder 90 ist die Hälfte so 56 oder so. Wenn man dann drüber ist, ist man ja nicht einfach nur Erwachsener, dann ist man einfach nur alt. Und wenn man Musik spielt in einem Sender nur für Erwachsene, die alt ist, dann können die ganzen anderen normalen Erwachsenen das eigentlich so gar nicht ertragen. Kurz gesagt, ich habe leichte Kritik gekriegt wegen meines Musikgeschmacks, der ein bisschen altbacken ist und so. Und da habe ich gedacht, ich reagiere darauf und hole mir Hilfe. Von jugendlichen Erwachsenen. Also mit 18 darf man zur Armee gehen und Menschen erschießen. Dann denke ich, dann darf man auch alt genug sein, um hier die Musik auszusuchen oder so, die den anderen auch gefällt. Und ich habe hier Hilfe mit. Heute ist jetzt nicht die Sendung mit Flake, sondern die Sendung mit Mimi. Sag den Leuten guten Tag, Mimi.
Ja gut, also ich bin Mimi, Flakes Tochter und ich dachte mir so, ja, ich helfe meinem Vater ein bisschen. Ich weiß nicht, ob ihr das so gerne hört, was ich höre, aber ich weiß auf jeden Fall, dass viele Jugendliche das auf Partys und anderen Veranstaltungen hören, wenn sie können, weil die Musik ein bisschen frischer ist, würde ich mal sagen. Aber ich habe auch ein paar alte Lieder rausgesucht, die ich auch gut finde und gerade auch der Rap ist sehr vertreten bei unserer Generation, was auf jeden Fall sehr cool ist.
Also sie hat mir schon sehr viel voraus. Sie hat für die Vorbereitung eine knappe Hinfahrt gebraucht, den Rest hat sie nur so ins Handy geguckt und dann hat sie noch schnell die Sendung noch zusammengestellt und ich Idiot sitze da immer abends und quäle mich und sage, was sage ich da bloß, was spiele ich bloß. Da hat sie schon mal 1 zu 0 gewonnen. Jetzt wollen wir mal hören, ob die Musikauswahl auch so geil ist.
Naja, Puff Daddy und Notorious B.I.G. ist natürlich ein Glücksgriff, das gefällt uns allen. Ich glaube, das habe ich schon selbst in einer Sendung gespielt, das finde ich gut. Also das trifft jetzt auch meinen Geschmack, wobei ich mal diesen komischen Satz gehört habe, über Geschmack lässt sich streiten. Und ich glaube, das ist genau falsch, weil über Geschmack lässt sich nicht streiten, weil Geschmack ist das, was man hat, wie man was empfindet. Und da zählen ja die Argumente nicht. Du kannst ja nicht sagen, das Lied finde ich jetzt gut, weil da die Gitarren so das und das machen. Und der andere, ja, ich finde die Stimme gut. Oder ich finde die Stimme schlecht, aber die getan ja vielleicht ganz gut. Und man wird nie auf den Punkt kommen, dass er sagt, hast recht, das Lied ist gut. Sondern geschmacklich ist, entweder gefällt es einem oder es gefällt einem nicht. Also über Geschmack lässt sich einfach mal nicht streiten. Das stelle ich jetzt schon mal fest. Ich werde mich heute mit dir auch nicht streiten. Jedenfalls nicht über Geschmack.
Ich glaube, Geschmack ist einfach, das hat sich entwickelt, weil wenn man ein Lied einfach zur richtigen Zeit hört, wenn man ein Lied zum ersten Mal hört und ist gerade gut drauf, wird man das Lied sein Leben lang gut finden. Und das wird natürlich immer nur Musik sein, die man hört, wenn man jung ist. Und du hast das Lied gehört, als du jung warst. Ich habe das Lied gehört, als ich nicht mehr so jung war. Aber das fiel bei mir noch so drin. Das Lied finde ich noch gut. Aber hast du auch was Fieseres, wo ich jetzt sage, Aua?
Ja, das kommt noch. Aber was ich auch sagen wollte, ich glaube, bei dem Lied oder bei generell vielen Liedern kommt es darauf an, wie häufig du das hörst. Weil bei den Liedern, wo du dann sagen wirst, Aua, das tut weh, die habe ich halt so oft gehört auf irgendwelchen Partys oder so, dass ich mich dran gewöhnt habe und dass ich mir dann irgendwann so gedacht habe, okay, klingt gar nicht so schlecht und dann so eine Art Liebe für das Lied entwickelt habe oder so. Und Hypnotize finde ich eigentlich richtig geil, weil es wird halt richtig häufig gespielt und jeder kennt so ein bisschen die Lyriks, aber eigentlich nicht richtig. Also es ist immer nur dieses Biggie, Biggie, Biggie, can't you see? Und dann ist der Rest so, okay, ich kann es nicht mitsingen, aber ich tanze mal so ein bisschen dazu. Und das finde ich eigentlich ganz cool bei diesen alten Liedern, weil da ist es halt häufig so und der Refrain ist eigentlich immer gut.
Also ich will es nicht um, warte, in dem Lied geht. Im Video, da fahren sie mit dem Motorboot rückwärts oder so. Das entschließt sich mir nicht. Das ist irgendwie wie so ein Fluchtlied. Und Biggie ist wahrscheinlich er selbst, der Notorious B.I.G., weil das Biggie, die Abkürzung ist von Big.
Genial, Papa. Wow. Ja, aber ich weiß jetzt eigentlich auch nicht mehr über das Lied. Also ich weiß auch bloß, dass sie mit dem Motorboot rumfahren und dass er da so einen auf Macker macht, wie er auf dem Bootschild und so. Aber ich glaube, das ist auch irgendwie sein einzig wirklich berühmtes Lied. Er hat noch ein paar andere, die waren auch gut so, aber das ist das Einzige, was man so richtig von ihm kennt und immer gespielt wird.
Also stimmt, ich kenne von ihm jetzt auch weiter keins. Ich kenne auch Juicy, aber...
Und mit dem Schönhören, das kenne ich auch, dass man ein Lied so oft hört, bis es okay ist. Das kann man aber, also da muss man halt so den Radiosender dann wechseln, wenn ein Lied so oft kommt. Das ist die einzige Möglichkeit, um sich zu entziehen. Ich hatte auch mal Wrecking Ball, fand ich dann auch mal ja nicht so schlimm.
Boah, das heißt Wrecking Ball, nicht Wrecking Ball. Das Lied heißt Pony und ist von dem Sänger Gino Wine oder so. Keine Ahnung. Ich war ja im Ausland, kann es trotzdem nicht aussprechen. Auf jeden Fall ist es ein sehr sexuelles Lied, was man sich jetzt vielleicht nicht unbedingt beim ersten Mal lesen denkt, weil es heißt Pony. Also ist ein bisschen problematisch. Aber in unserer Generation habe ich das Gefühl, hören wir viel sexbezogene Lieder, was ein bisschen seltsam ist, aber irgendwie hat das so ein bestimmtes Gefühl, löst das bei uns Teenagern aus, was das so ein bisschen spaßiger macht, dazuzuhören. Keine Ahnung. Und ich finde das Lied ganz cool, weil es so langsam ist und so schleppend irgendwie. Und wenn man dann da so chillt zu Hause oder bei Freunden auf dem Sofa und dann hörst du das so, dann denkst du dir so, ja, fühle ich voll. Also, keine Ahnung. Deswegen finde ich das Lied total gut.
Ich finde es nicht seltsam, wenn man als Jugendlicher was mit Sex gerne hört. Das finde ich eher seltsam, wenn das ein Rentner macht. Weil man seit jetzt noch Songs über Sex sich anhört oder so. Insofern ist das ja völlig normal. Das macht dir keine Sorgen, dass du nicht wirst, wie man das Lied ausspricht. Das wirst keiner. Genuisch.
Ja, nein, was ich meine mit dem Sex ist, dass wir nicht unbedingt wissen, dass es sexuell, also wir wissen schon, dass es sexuell gemeint ist, aber wir beachten es nicht so, wenn wir das Lied uns anhören. Also wir sind jetzt keine perversen, die da so sitzen und sich denken, oh geil. Man muss nicht pervers sein, um ein Lied, was um Sex geht, geil zu finden. Meiner Meinung nach, aber ich glaube, das sind die Sachen, wo Eltern und Kinder am ungernsten darüber sprechen. Auf jeden Fall. Deshalb hören wir vielleicht erstmal das nächste Lied, das letzte, das war ja auch noch schön.
Yeah, so heißt das Lied. Und zwar, das Lied kommt von Usher. Und das ist ein Rapper aus den USA, der sehr beliebt ist, auch gerade in meiner Generation, weil der so ein Hip-Hop-Feeling hat, was man auch gerade gerne wieder bei Partys hört. Weil man kann dann so schön in die Knie gehen und irgendwie fühlt man das und man fühlt sich, als sei man auf so einer Hip-Hop-Party. Was nicht immer der Fall ist, aber es ist auf jeden Fall ein cooles Gefühl. Und der Typ hat weltweit, hat er in Australien, Belgien, Kanada, Deutschland, den Niederlanden und Norwegen seine Hits verkauft. Und der ist auf jeden Fall super beliebt. Ascher. Ich dachte immer, der meint den Aschenbecher. Hier hüpft man den Ascher rüber. Bis ich es gelesen habe, weil ich kannte ihn erst phonetisch von Kanye West bei Gold Digger, sagt er your girl is fucking with Asha oder Seidengirl oder irgendein Girl, dachte ich hat halt Asha, ich dachte so wie Asha oder wie ist ich Asha, ist mein erstes Mal der Name und ja, aber ich wusste ein bisschen, was ich sagen wollte. Schön.
Ja genau, also ich finde, er arbeitet halt in dem Lied auch mit einem Typen namens Bill John zusammen und das ist so ein Rapper, der hat total geile Zöpfe und hat immer so eine Art Goldgebiss drin, was ihm in einem seiner Musikvideos so rausfällt und dann aber rückwärts wieder reingesprungen wird irgendwie. Und ich finde, er hat eine total coole Technik, seine Musik zu präsentieren und Asher halt auch. Und gerne können wir auch mit dem nächsten Lied weitermachen. Das ist von Will Smith.
Also wie man sich denken kann, heißt das Lied Miami. Ich finde den Song ganz gut, weil es erstens so einen Teil meines Namen beinhaltet. Abgesehen von dem A wäre es mein Name. Und ich finde Will Smith ist so ein seltsamer Typ, weil er ist auf der einen Seite Schauspieler. Dann hat er sich irgendwie in der Musik probiert. Seine Hits sind irgendwo berühmt geworden, aber eigentlich interessiert sich keiner so richtig für die Musik, die er macht. Er hat ja auch bei diesem Film Man in Black mitgespielt und dazu hat er auch einen Titelsong gemacht irgendwie. Und man kennt den zwar so, aber keiner feiert das so richtig und so geht es auch mir und meinen Freunden. Aber das Lied finde ich ganz cool, weil es wieder sehr sexuell ist und irgendwie hat das so einen lustigen Charme.
Miami ist sexuell?
Ja. Wie so Städte-Sex oder wie so Miami mit Bonn oder was?
Oh Mann, ja das liegt daran, dass du kein Englisch kannst. Der singt halt darüber, dass da die ganzen Frauen und Mädchen stehen und so und die pfeift er an und alles und die schreien dann irgendwie seinen Namen und sagen, ei Papi, also es ist alles sehr sexuell eigentlich, also du verstehst es halt irgendwie nicht.
Ich habe Will Smith das erste Mal so gesehen bei Independence Day, in diesem Film, wo irgendwie die Außerirdischen landen und er kommt durch die Wüste und schleppt so ein Vieh so hinter sich her und stößt den irgendwie in den Spießkopf und sagt, welcome on earth, you bastard. Da habe ich gedacht, der ist ja unsympathisch. Und hat sich bis jetzt noch nicht so richtig so geändert. Ich fand den Eddie Murphy, fand ich besser. Für mich ist Eddie Murphy so der echte Will Smith. Das ist auch schwer, so eine Rentner anschauen.
Ja, ich wollte gerade sagen, ich kenne den nicht. Du kennst Eddie Murphy nicht? Nee, kenn ich nicht. Prinz von Bel Air? Ach so, ja, aber hab ich nicht geguckt. Ich kenn's bloß. Aber ich find, Will Smith ist halt auch irgendwie so unsympathisch, weil er in Scientology drin ist, dieser Sekte. Und er ist halt irgendwie überall immer vertreten, aber er ist nie so, man ist nie richtig begeistert von ihm. Weder in der Musik noch von seiner Religion her oder was das ist. Und auch nicht im Filmbusiness. Also meiner Meinung nach. Aber er macht halt viel mit Außerirdischen. Das ist nicht so ein Ding. Und hattest du gut erzogene Kinder, wa? Hat er. Ich sehe die immer nur um Hubschrauber so rumfliegen. Zu Justin Bieber oder so. Die sind oft bekumpelt. Das ist doch nicht ein Kind. Nein, das sind die Jugendlichen. Was sagst du zu Justin? Also ich finde Justin nicht so cool, aber keine Ahnung, was soll ich zu Justin sagen? Das hat gar nichts mit Will Smith zu tun irgendwie. Er ist befreundet mit Jaden. Ist der Sohn Jaden oder die Tochter? Ich glaube der Sohn. Keine Ahnung. Was hast du noch mit? Ich habe noch Vanilla, ah nee, ich habe noch Candy Shop von 50 Cent. Wieder sowas Sexuelles.
Ich hab jetzt noch eine Stimme erkannt, der hat so eine sanfte Stimme, irgendwie was ich sehr angenehm finde bei einem Rapper, dass das nicht so aggressiv klingt, sondern so, ja kann ja sein, aber muss aber nicht oder so. Der ist mehr so zurückhaltend. Und ich hätte natürlich nicht gedacht, dass es um Sex geht, weil ich habe oft gemerkt, dass die, die immer was Böses wittern, sind oft die, die selber das auch im Kopf haben. Für mich ist es ein ganz normales Lied über Eis. Und ich finde gut, dass Eis, dass der Vanillegeschmack so alt ist und so wichtig ist. Man denkt ja, Vanille, Vanille mag ich jetzt nicht so besonders. Aber gerade bei Eis, also das erste Eis, was ich in meinem Leben gegessen habe, war Vanilleeis. Und so hat sich das so festgebissen. Der erste Pudding, den ich gegessen habe, ist Vanillepudding. Danach kam Schoko. Schoko-Eis, Schoko-Pudding. Aber die Reihenfolge ist ganz klar Vanille. Also das ist ein bisschen peinlich, dass du so viel über das Essen redest, weil ich glaube, es interessiert keinen. Aber ich glaube, du meinst auch das nächste Lied dann. Das war doch Vanille. Ja, Candy Shop ist auch wichtig. Ja, Candy Shop, aber wir wissen auch, dass du gerne Süßigkeiten isst. Also beim Bäcker jeden Morgen.
Aber was ich zu dem Lied sagen wollte, das ist ja von 50 Cent und man kennt den unter diesem Namen. Aber sein eigentlicher Name ist total unspektakulär und zwar Curtis James Jackson III. Doch, ganz unspektakulär. Nein, also es ist halt so ein langweiliger Name irgendwie. Also der Dritte macht es irgendwie noch speziell, aber eigentlich ist es so ein normaler Name und dann geben die sich halt immer diese coolen Rapper-Namen, was ich auf jeden Fall cool finde.
Curtis finde ich total schön. Curtis? Curtis ist im Deutschen einfach Kurt. Ja gut, stimmt. Ich finde es klingt wie Vorhang oder so. Aber was ich bei ihm ganz cool finde, er hat so ein paar Quotes. Also Papa hat mir vorhin schon erzählt, dass er denkt, dass 50 Cent total dumm ist. Das habe ich nicht so gesagt. Doch, das hast du so gesagt. Auf jeden Fall hat er irgendwann mal behauptet, dass er irgendwen so sehr liebt, wie ein dickes Kind Kuchen liebt. Also ich finde, das beschreibt auch mein Vater sehr gut, wie er so Kuchen liebt und so. Aber ich finde den eigentlich ganz sympathisch, auch weil er irgendwie neun Schüsse in die Brust oder so überlebt hat. Also ich weiß jetzt nicht die genaue Anzahl der Schüsse, aber ich finde den irgendwie beeindruckend. Und er macht halt auch so sehr einfache, aber coole Lieder. Und was noch ein kleiner Special-Fakt ist, er hat bei den Klingeltönen einen Preis dafür gewonnen, dass er irgendwie der meistgespielteste Klingeltonverkäufer war oder so. Weil Leute das halt gerne zum Aufwachen nehmen oder so. You can see me in the candy shop, keine Ahnung. Aber ich finde es eigentlich ganz lustig.
Ich hatte ein Kotzgeräusch auf dem Handy, fand ich auch sehr lustig. Oh Gott. Aber nur ich. Warum? Was, was, warum? Warum hast du ein Kotzgeräusch? Weil ich das ganz witzig fand, immer so, oh, wenn man in die Klingel hat. Gleich ist das, ob jemand kotzt. Okay. Ist das nicht ein Brüller? Nee, ähm, okay, wir können auch weitermachen, gerne.
Also das Lied hieß No Diggity und das ist von Dr. Dre. Im Internet wird häufig die Frage gestellt, ob er ein tatsächlicher Doktor ist. Wie ich herausgefunden habe, ist das nicht. Man kann diesen Titel einfach so erlangen, indem man quasi ein Studium gemacht hat. Keine Ahnung. Also ich weiß es jetzt auch nicht so richtig gut, aber der Song wurde 1996 in die Medien gebracht, sag ich mal, veröffentlicht. Und es ist von Blackstreet, einer A- und B-Gruppe von den Amerikanern, genau. Ja, was sagst du zu dem Lied, Papa?
Ich hätte gedacht, man macht erst einen Bachelor beim Studium, dann macht man seinen Master. Und wenn man dann will, schreibt man eine Doktorarbeit. Und dann darf man sich auch Doktor nennen, wenn man nicht besteht. Egal, ob man jetzt Arzt ist. Also Arzt und Doktor hat eigentlich nichts miteinander zu tun. Man kann Arzt sein, aber kein Doktor. Man kann Doktor sein, aber kein Arzt.
Oh mein Gott.
Man kann aber auch Arzt sein und Doktor. Ja. Oder man kann nichts von beiden sein.
Ja, das stimmt auch. Ich sehe gerade diese Freude in deinem Gesicht. Das ist ein bisschen krank, aber gut. Also ich weiß jetzt halt nicht, ob er wirklich studiert hat und den Doktor bekommen hat. Deswegen wundere ich mich. Also ich weiß, wie der Ablauf abläuft, bis du einen Doktortitel kriegst. Aber ich weiß nicht, ob er es wirklich so bekommen hat oder sich einfach so genannt hat. Weil du nennst dich ja auch irgendwie Doktor oder so. Keine Ahnung. Also ich meine, du hast weder studiert noch einen Doktortitel und bist auch kein Arzt. Deswegen, keine Ahnung.
Ich wollte mal Arzt werden, so immerhin. Ja, okay, der Wunsch war da. Chirurg. Echt? So spezifisch? Okay. Aber bist du nicht geworden? Nee, weil ich ja kein Doktor bin und kein Arzt.
Ja, und ich habe mich immer gefragt bei dem Lied, also ich ignoriere das jetzt mal einfach. Also ich habe mich immer bei dem Lied gefragt, was denn No Diggity heißt, weil das ist irgendwie so ein komischer Begriff und irgendwie dachte ich immer so, das heißt was mit Graben oder so, wegen Dick, Dick Dieb oder so und das dachte auch Papa. Aber es heißt anscheinend ernsthaft, also als Frage und als Ausruf. Ich verstehe es auch immer noch nicht, warum die das also so übersetzt haben, aber das ist anscheinend der Name dafür. Finde ich ganz interessant, mal so als Nebenfakt.
Na wie, jetzt im Ernst oder so? Das ist so doof. Jetzt aber im Ernst. Jetzt im Ernst.
Ja, aber es passt ja gar nicht auf die Melodie, so wie du es jetzt gerade machst. Also ich meine so, no diggity, no doubt. Ernsthaft oder als zu zweifelst? Oder als Frage, echt jetzt? Echt jetzt? Also im deutschen Hip-Hop würde es heißen, echt jetzt? Echt jetzt? Echt jetzt? Also mach du mal den Hip-Hop, Papa. Echt jetzt? Echt jetzt? Okay, ist ein bisschen peinlich. Wir können gerne weitermachen.
Jetzt erkenne ich das Lied mal endlich. Das spielst du immer auf dem Klavier. Ich kann nur immer nur die vier Töne. Jetzt habe ich auch das ganze Lied dazu. Wenn man nur die Töne auf dem Klavier hört, ohne sagen, ist es ein bisschen schwieriger. Ja, lass mich halt. Ich bin halt nicht begabt oder so dafür. Aber es macht Spaß.
Also ich finde das Lied total cool. Es ist von Snoop Dogg. Das ist mein Lieblingsrapper tatsächlich. Wer hätte es gedacht. Aber der ist total cool. Er kifft sehr viel. Deswegen finde ich ihn nicht unbedingt cool. Aber er ist halt sehr unterhaltsam und irgendwie sehr reflektiert. Was ich total lustig finde bei ihm. Und dann können wir gleich mal weitermachen mit Tupac.
Wusstest du, dass das nicht das Original ist? Dass das eigentlich ein 80er-Jahre-Lied ist von Bruce Honesby und The Rangers, was total gefühlvoll und schön ist. Und jetzt wird da so ganz lieblos und ruf gesabbelt. Das ist fast so schlimm wie Puff Daddy bei Every Brace You Take, wo eigentlich ein altes, schönes Police-Lied ist. Und auf einmal hat er das bei irgendeinem Konzert, hat er da so lieblos und ruf gesabbelt sein I Miss You, als der Tourist Biagia erschossen wurde. Und da dachte ich auch, aha, das ist jetzt Rap, dass man auf ein schönes, altes Lied einfach so ruf singt. Aber ich glaube, du hast wahrscheinlich gedacht, das ist das Original, wa? Du denkst einfach, das Lied ist, so wie es ist.
Ja, weil ich das Lied wahrscheinlich besser finde als deine komische Rentner-Version. Findest du das besser oder kennst du die Rentner-Version nicht? Ich kenne die Rentner-Version auch nicht, aber wenn du sagst, dass er da drauf gesungen hat, dann finde ich es besser, weil ich stehe nicht so auf nur musikalische Musik, da schläft man irgendwann ein.
Na, Gesang ist da auch drauf. Ach so, da hast du auch Gesang drauf. Aber dieser Zwischen-Rap ist da halt nicht so.
Okay, aber du sprichst wie gesagt kein Englisch, deswegen weißt du gar nicht, worüber er singt und deswegen würde ich vorsichtig sein mit dem, was ich darüber sage, weil das Lied total geil ist. Der sagt nämlich, das ist Tupac und das ist ein dunkelhäutiger Rapper gewesen, der auch erschossen wurde, wie Notorious B.I.G. Und der hat in dem Lied quasi darüber gesungen, wie dieser Krieg mit Drogen und dieser Rassismus und so in den USA halt immer wieder passiert und dass das quasi geändert werden soll. Und das Lied heißt Changes, also Veränderung. Und der spricht auch das Armsein und so an in dem Land. Und ich würde da auf jeden Fall aufpassen, was ich sage, Papa, weil es ist einfach mal ein total geiles Lied. Und klar, der hat drüber gesungen, aber so ist es ja bei vielen Liedern. Zum Beispiel auch bei dem Ooh, can't touch this. Das Lied heißt eigentlich Superfreak und man kennt trotzdem nur die Version Ooh, can't touch this. Und da ist beides geil. Manchmal ist vielleicht auch beides gut. Also in dem Fall, ich fand es jetzt auch nicht schlecht oder so. Ich finde es nur interessant, dass man auf einem Lied, was an sich ja schon fertig ist, einfach dann nochmal rufsabbelt. Aber es ist wie für ein Bild von, ich will jetzt nicht Rembrandt sagen, und dann kommt noch mal ein anderer Maler und malt da noch eine Sonne drauf oder ein Segelschiff oder so. Das wäre doch auch komisch.
Ja, das wäre aber Kunst.
Ah ja, das lassen wir mal so stehen.
Larka und Mimi heute, herzlich willkommen zum zweiten Teil.
Okay, also dieses Lied hieß Cutten-Eye-Joe, was so viel heißt wie Baumwollenauge. Also es kommt vermutlich sowas wie von aus der UN-Wohner-Zeit von den Amerikanern. Aber das Lied ist von einer schwedischen Euro-Dance-Gruppe Rednecks. Und deren Album hieß irgendwie Sex and Violence. Ich finde die Gruppe ein bisschen schräg, weil das Lied ist eigentlich total scheiße, wenn man es so sagen kann. Es wiederholt sich die ganze Zeit und diese komischen hochgepitchten Stimmen gehen einem auch voll auf den Zeiger. Aber als ich in Kanada war, da war ich in so einer Art Square Dance Club und da haben die so Kleider getragen. Die Frauen und die Männer hatten so einen ekligen Gürtel, Cowboy-Stiefel, so eine komischen karierten Hemden, wie auch mein Vater sie trägt. Richtig hässlich, aber egal. Und dann hatten sie noch so Hüte und haben dann ihre Schuhe immer so im Takt dazu bewegt, was total das traumatische Erlebnis war. Aber es war total lustig, dieses Volkstümliche so zu spüren, auch wenn es gar nicht aus Kanada kommt. Aber ich finde, es hat eine sehr seltsame Wirkung auf jeden Fall. Ich habe leider nicht mitgezählt, wie oft der Katten-Eye-Joe sagt im Lied. Ich tippe. 500 Mal. 40 Mal oder so, könnte es schon gewesen sein. Ja, ich sage dazu überhaupt nichts natürlich.
Das war My Family von Snoop Dogg. Ich weiß nicht genau, wo er da mitgesungen hat, aber anscheinend hat er es mit produziert. Und von Carol G. Auch keine Ahnung, woher die Person kommt oder wer das ist überhaupt. Aber das Lied ist, wie man wahrscheinlich gehört hat, wenn ihr die Addams Family kennt, daraus auf jeden Fall gesampelt, wenn das der richtige Begriff ist. Ich bin nicht im Musikbusiness, deswegen weiß ich es nicht so genau, aber gut. Und das Lied ist halt ein bisschen poppiger und auch schneller gespielt worden. Und ich finde das ganz cool, weil das hat dieses Hip-Hop-artige noch drin. Aber gleichzeitig ist es auch sehr harmonisch. Also, keine Ahnung, ob das so heißt. Aber ich finde es auf jeden Fall ein cooles Lied. Genau, und das ist wieder von dem Snoop Dogg. Der hat auch ein Lied geschrieben, das heißt I Wanna Thank Me. Das heißt so viel wie Ich möchte mir selber danken. Mein Vater denkt, das ist sehr ironisch gemeint, aber ich glaube, er meint es ehrlich so, weil er quasi stolz darauf ist, was er in seinem Leben so geschafft hat, dass er an sich glaubt und dass er diese ganze harte Arbeit vollbringt. Und deswegen finde ich, Snoop Dogg ist ein super Künstler.
Ich finde das Lied insofern interessant, ich habe es gerade zum ersten Mal bis zum Ende hören können, weil sonst ist es bei uns üblich, dass die Lieder ganz kurz so angespielt werden und gerade wenn man das Lied so ein bisschen erkannt hat oder so, wo zum nächsten Lied gespult, also geskippt heißt es, dass ich eigentlich keins der Lieder, die wir bis jetzt gehört haben, schon bei dir mal bis zum Ende hören konnte, aber wenn ich jetzt Jans ehrlich bin, habe ich nach 20 Sekunden auch alles gehört, was drin ist. Passiert in den zweiten zwei Minuten dann auch nicht mehr. Also im Prinzip ist die Art der Jugendlichen, die Titel nur 20 Sekunden zu hören, ja nicht mal schlecht. Und man schafft vor allen Dingen auch mehr. Die Sendung läuft jetzt schon mehr als eine Stunde, wir sind bei Titel 9 oder so. Auf die Art, da kommt man echt nie weit. Ich glaube, wenn du das hättest alleine nach deiner Regie gemacht, wie du es am Handy so vorfindest, dann wären wir schon bei Titel 25, schon links durch.
Ja, aber es gibt auch so eine App, die heißt TikTok und unsere Jugend ist halt so, wir haben keine wirkliche Konzentration mehr, habe ich das Gefühl. Und deswegen, bei dieser App kannst du immer weiter switchen. Also du skippst und scrollst und machst eigentlich alles, um von dem Lied quasi wieder wegzukommen. Und deswegen haben die schon mit eingebaut, dass das Lied nur 15 Sekunden dauert oder so. Und dadurch sind wir auch nur an diese 15 Sekunden von dem Lied gewöhnt, was uns auch ausreicht tatsächlich. Cool. Früher war es so Rack'n'Roll, jetzt ist es Skip and Scroll.
Die Jugendlichen, die kicken mich ja schon ganz verständnislos an, wenn ich mir erzähle, das hätte man MTV gehabt, muss man sich mal vorstellen, ein Fernsehsender, wo nur Musik kam, wo nur Videos gespielt wurden. Man konnte sich da nichts aussuchen, man konnte nur hoffen, dass mal was Gutes kommt. Da gab es auch so was wie die Metal-Stunde, hier Headbangers Ball mit Vanessa Warwick oder so. Also Metal-Stunde, dann Indie-Stunde und so. Und da konnte man wirklich einzelntags sitzen und sich Videos angucken, die da kamen. Und das Schöne war natürlich auch, dass die Bands sich dann absolute Mühe gegeben haben mit den Videos, weil jeder wollte was Originellere und dann, ey, wir machen ein Video, da wird nicht geschnitten, ey, wir machen ein Schwarz-Weiß-Video, wir machen ein Gruft-Video und jetzt, ich weiß nicht, guckt ihr YouTube noch oder so oder auch schon nicht mehr, jetzt sehe ich manchmal Jugendliche irgendwie hinterm Schulhof, die kicken zu viert in ein Handy rein, halten das Handy hoch, das heißt, das Bild, Filmbild ist so groß wie eine Briefmarke und da guckt sie sich dann so und wenn ich dann die Bands sehe, die da mit Lichtläuten, dann Drehstabfans, 20 Mann drei Tage ein Video gedreht haben, dann denke ich mir, das ist doch irgendwie auch völlig antiquiert. Das kann man sich da wirklich total sparen. Aber vielleicht spürt man das ja auf der Handybriefmarke ja doch, dass man sich Mühe gegeben hat mit einem Video. Kiekt ihr euch überhaupt noch Videos an?
Ja, und ich finde es ein bisschen fragwürdig, dass du überhaupt an Schulen rumhängst mit irgendwelchen Teenagern, dass du sowas weißt. Das hat ein bisschen was Stalkiges. Ich glaube einfach die Straße lang, die kommen ja aus der Schule raus und sitzen dann und boah, ich stehe jetzt nicht den ganzen Tag jetzt vor der Schule. Es klang aber so, naja, also wir haben, keine Ahnung, ich kenne MTV so vom Namen, aber ich habe es, glaube ich, noch nie geguckt. Ich glaube, das gibt es auch gar nicht mehr, oder?
Eben. Genau, aber egal, auf jeden Fall. Ich finde das eigentlich eine total coole Idee, weil das hat so etwas Verpflichtendes, dass man sich mal ein bisschen Kultur gibt quasi. Machen wir aber nicht, wir gucken uns das quasi an und googeln es einfach, wenn wir was zeigen wollen oder so, aber das ist die schnellere Variante, deswegen finde ich das total gut und wir gucken auch YouTube-Videos, Papa.
Ja, aber wie kommst du denn drauf, welche Band, das jetzt eine gute, die Band ein gutes Video gemacht hat? Wie kriegst du das mit?
Na, das weiß man, das spricht sich rum. Du hast es dann irgendwann so drin und dann denkst du dir so, ah, okay, zum Beispiel das Video von Soldier Boy oder so ist cool und dann zeigt dir das einer und dann zeigst du es jemand anderem und so wird es immer weitergezeigt. Und so funktioniert es bei uns.
Cool. Oder verschickst du links.
Fantastisch, ne? Ja, das auch. Ah, dann hast du wieder einen Fachbegriff gewusst. Auf Instagram. Ich lebe hier hinter dem Mond. Kommt jetzt.
Also dieses Lied heißt Anaconda von Nicki Minaj. Also ich denke mal nicht, dass mein Vater das Lied kennt oder sie kennt. Weil die ist relativ neu auf dem Markt der Musik, keine Ahnung. Und das Wort Anaconda ist als ein Synonym zu deuten und zwar als Penis, weil es ist sehr sexuell wieder das Lied, aber dafür ist die Frau auch ein bisschen bekannt, weil sie hat so extrem gemachte Kurven. Also sie hat einen riesengroßen Hintern, riesige Brüste, eine super kleine Hüfte. Hier, wie heißt das? Talia? Genau, du weißt, was ich meine. Und das ist total interessant, weil wenn man sich Videos oder Interviews mit ihr anguckt, denkt man so, Gott, das ist so eine Frau, die so voll aufs Äußerliche achtet und einfach nur fake sein möchte. Aber wenn man sich dann anhört, was sie zu sagen hat, das ist total interessant, weil sie auch politische Meinungen äußert, die meiner Meinung nach total gut sind so. Und auch interessant, was man halt nicht erwartet. Und deswegen finde ich es wichtig, dass man sich auch die Leute immer genauer anguckt, bevor man sie überhaupt bewerten kann oder bevor man sich eine Meinung bildet, weil die Frau total lustig ist eigentlich.
Lustig, auf jeden Fall. Aber ich sage mal so, das trifft jetzt nicht so meinen Geschmack. Also bei mir regt sich da jetzt keine Seite emotional im Körper, dass ich sage, ich will das Lied jetzt wieder hören oder so, ohne dass ich das schlecht finde. Also ich finde es gut, aber es spricht mich jetzt nicht persönlich an und so. Und da stehe ich auch gerne dazu und sage einfach, ist nicht meine Musik, ist cool, aber gefällt mir nicht so, ich höre lieber was anderes. Das finde ich hundertmal besser, als wenn so ältere Leute so tun, als ob sie ganz jung und juckig sind und so, oh ist ja geil, Mensch, das geht ja richtig ab und so und so. Sich versuchen in der Jugend so anzupassen. Das wirkt dann oft doch befremdlicher, als wenn man einfach sagt, ich bin halt alt, ich stehe da nicht so drauf, als wenn man so tut, als ist man so noch mal 18 oder so. In dieser Jugendwahn ist ja auch so, dass ich gehe auch nicht mehr in den Buddelkasten. Also ich gehe auch nicht mehr buddeln.
Das machst du mit Sunny. Ja, schon. Aber jetzt nicht für mich aus Vergnügen. Ich finde, jedes Ding hat so seine Zeit. Und jedes Ding hat eigentlich das Alter, in dem das entsprechend ist. Und wenn ich jetzt als nicht mehr ganz so junger jetzt so eine Musik auf einmal so gut finden würde, wäre irgendwie schon was komisch wieder. Das würde ich nicht in Ordnung finden, weil die Musik ist nicht für mich gemacht. Musik ist ja dafür gemacht, dass die Jugendlichen sich von ihren Eltern abgrenzen können. Und mit der Musik kannst du dich von mir wunderbar abgrenzen. Dann sage ich einfach, mach die Scheiße aus und dann verstehen wir uns wunderbar. Du freust dich, weil du hast einen Punkt gefunden, was ich blöde finde. Und ich freue mich, dass du die Scheiße ausmachst.
Wie du das immer analysieren musst, nervt einfach. Das ist eine Wind-Win-Situation. Ich will nur noch mal kurz sagen, du bist auf dem Spielplatz und zu diesem Erwachsene fühlen sich wie Kinder oder Jugendliche, das ist genau Mama. Also die fühlt die Musik so genau so. Nee, ich glaube nicht, dass Mama auf die Musik steht. Nicht drauf steht, aber sie findet es auf jeden Fall ganz cool und fresh und so.
Cool und fresh ist es, aber mir fällt es eben nicht. Na gut. Na gut, dann machen wir mal weiter, das gefällt dir bestimmt auch nicht.
Das Lachen, das hat mir jetzt richtig gefallen, denn das erinnert mich an diese Zeit in Mexiko, diese Cumbia, dass die Mexikaner haben so einen Stolz auf ihre Musik und ihre Partymusik und wenn man da durch einen Ort geht, läuft aus jedem Grundstück in voller verzerrter Lautstärke dasselbe Lied oder dieselbe Musik. Und da läuft man dann durch diese, über so Sandwege und so Hühnern vorbei und Eseln und Pferden, die so auf der Straße stehen auf dem Parkplatz und hört immer so die Musik, die so durchfeiert und die Leute schwingen da so und sind alle in so einer Art Tanze. Klingt jetzt sehr mystisch, aber alle bewegen sich so in derselben Geschwindigkeit, es ist heiß und grufen so zu dieser Musik, die sie so verinnerlicht haben. Und dieses Gefühl war jetzt eben, als dieses Lied lief, wieder da.
Also ich habe was anderes erhofft. Ich dachte, du hasst dieses Lied jetzt, weil es sehr billig ist eigentlich und sehr trashig. Aber ich finde es ganz cool eigentlich, weil die Sängerin ist zwar eine andere als bei dem Lied davor, aber die klingen irgendwie total gleich, finde ich. So diese quietschigen Stimmen und es ist voll häufig so in den USA, dass die Künstler eigentlich alle das Gleiche machen und vom Gefühl her auch das Gleiche singen so. Und die ist aber ganz, also ich finde die total interessant, weil die ist über Instagram berühmt geworden. Die war Influencerin, also das heißt jetzt auch nicht viel, aber die hat quasi die ganzen Leute inspiriert mit ihrer Mode und mit ihrem Style und so. Ich finde, die sieht Nicki Minaj sehr ähnlich so, mit großem Hintern, großen Brüsten und so, aber dieses Instagram, also diese App, die hilft uns Jugendlichen auch dabei, noch mehr Musik zu erkennen oder kennenzulernen auf jeden Fall und das finde ich total cool.
Ja, also das Lied heißt Line L. Ricky, glaube ich zumindest. Also, ich weiß nicht, ob es so ausgesprochen wird. Richie, wa? Hä, das ist aber ein K. Egal, auf jeden Fall ist das Lied irisch und es ist irischer Rap. Den hat mir eine Freundin empfohlen, die im Ausland in Irland war. Und sie meinte, das hat sie da die ganze Zeit gehört und so. Ich fand es sehr schräg, deswegen bringe ich das noch mal rein, weil man versteht es weder als Deutscher noch als Engländer noch als Mensch, der Rap versteht, weil es ist einfach viel zu schnell und in so einem komischen Gälisch heißt es oder so, ne? Wie heißt es? Wenn es gälisch ist? Also ich weiß nicht, vielleicht ist es auch nicht gälisch, aber egal. Auf jeden Fall finde ich das total geil, das Lied. Und der singt es so emotionslos, so ein bisschen gelangweilt und so, äh, dies, äh, das. Und dann denkst du so, okay, geil. Aber das finde ich auf jeden Fall super, das Lied. Und das nächste Lied heißt Gangsters Paradise von, also das ist jetzt nicht das Original, aber es ist von Redbone Boys.
Also das war Gangsters Paradise. Wir wussten jetzt nicht genau, ob es doch das Original war oder nicht. Da waren wir ein bisschen verwirrt. Aber bei dem Lied finde ich total interessant. Die sprechen sehr viele Probleme an im Ghetto und auch wie das Leben so ist. Und das wird genauso auch beim nächsten Lied, das heißt Boy von Tricky, auch nochmal angesprochen. Und deswegen ist es ganz schön, dass die hintereinander laufen.
Okay, also das Lied hieß Physical. Die Version war aus so einer Serie, die heißt Glee. Das ist so eine Serie über Musik, also über so eine Highschool, wo die immer Musiklieder nachmachen in so einer Gruppe. Das Original ist aber von so einer Australierin und die heißt Olivia Newton-John. Dieses Lied ist ein bisschen anstrengend, glaube ich, gerade auch für die Leute, die hier so zuhören. Dieses Lied, Physical, da denkt man erst mal so, ja, okay, es könnte was Sexuelles sein, aber ich glaube tatsächlich, sie hat es nur auf den Sport bezogen. Weil es gibt so ein Musikvideo und da macht sie halt Sport drin und ich glaube, darauf bezieht sich das.
Ist Oliver Jones nicht die immer, die durch Hamburg rennt und da die Führungen macht? Hä? Keine Ahnung. Diese Transsexuelle? Oh Mann, Papa. Jetzt singt ihr auch noch. Oh Mann, Papa, Alter. Okay, nein, ist es nicht. Aber egal. Okay, können wir weitermachen.
Ist von Tones and I. Und es war ein Top-1-Hit in 20 Ländern und hat über eine Milliarde Klicks auf Spotify bekommen, was auf jeden Fall sehr erstaunlich ist. Und es war eine Australierin, wie das Lied zu Corona-Zeiten veröffentlicht hat.
Genau wegen so einer Musik habe ich dich hier eingeladen. Weil sowas würde ich nie spielen. Weil das ist eigentlich ja auch wie totgeschlagene Zeit. Lass es. Die letzten drei Minuten streiche ich einfach mal. Wow. Ich habe geatmet in der Zeit, ist ja auch wichtig. Das war es nicht egal.
Okay, vielen Dank fürs Zuhören. Also, ich habe jetzt hoffentlich die Jugend nicht falsch verkörpert. Also, das ist auf jeden Fall das, was ich höre. Zum Teil und teilweise auch, um meinen Vater ein bisschen zu nerven und zu ärgern. Klappt. Deswegen habe ich meine Mission erreicht heute. Sehr gut. Also mir hat es sehr großen Spaß gemacht. Einige Lieder hätte ich auch selbst ausgesucht, aber mit ein paar hast du mich wirklich getroffen. Eigentlich müssten wir das fortsetzen und noch ein bisschen vertiefen. Also die Autotune-Songs haben mir ein bisschen gefehlt und sowas wie Puckkafees, popopopo, Puckkafees. So geht das nicht. Da kann man noch ein bisschen was nachholen. Vielleicht, da schaffen wir es nochmal. Ja, ich wollte es jetzt auch nicht versauen. Ansonsten vielen Dank fürs Zuhören, auch wenn es weh tut. Danach fühlt man sich besser, wenn es vorbei ist, weißt du, wie mit kalt duschen. Tschüss.
Song list
{{Wikitable|class="wikitable" |- |Artist |Song |- |Notorious B.I.G. |Hypnotize |- |Ginuwine |Pony |- |Usher feat. Lil Jon, Ludacris |Yeah! |- |Will Smith |Miami |- |50 Cent |Candy Shop |- |Vanilla Ice |Ice Ice Baby |- |Blackstreet feat Dr. Dre |No Diggity |- |Dr. Dre feat. Snoop Dogg |Still D.R.E. |- |2Pac |Changes |- |Bonaparte |Anti Anti |- |Rednex |Cotton Eye Joe |- |Karol G, Snoop Dogg, Rock Mafia |My Family |- |Fort Minor |Remember the name |- |NickI Minaj |Anaconda |- |Cardi B feat. Bad Bunny, J Balvin |I Like It |- |Finatticz |Don't Drop That Thun Thun |- |TheWheloFella |Line El Ricky |- |Coolio feat. L.V. |Gangsta's Paradise |- |Tricky |Boy |- |Glee Cast feat. Olivia Newton-John |Physical |- |Tones And I |Dance Monkey |- |Flo Rida |My House |- |Soulja Boy Tell'em |Crank that (Clean) |-