Die Sendung May 2017
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Flake talks about death. He also premiered his own song Friedhof (Graveyard).
Transcript
Guten Abend, mein Name ist Flake, herzlich willkommen auf Radio 1. Ich werde die nächsten zwei Stunden mit Ihnen verbringen und ich werde mit Ihnen ein wenig über den Tod reden, wobei ich mehr reden werde. Dieses war die Filmmusik von Betty Blue. Das ist ein wunderbarer Film, von dem habe ich schon viel erzählen gehört, zu Ostzeiten schon. Aber da wir im Osten weder einen Fernseher noch einen Videorekorder hatten und als nach der Wende die Videotheken aufgemacht hatten, die nur Videos hatten wie den Terminator oder so, hat es sehr, sehr lange gedauert, bis ich diesen Film mal endlich sehen konnte. Wir haben uns bei meinen Freunden versammelt, haben uns schön hingesetzt, haben was zu trinken geholt. Der Film fing wunderbar an. Wir konnten sehen, wie geslammert wird, und auf einmal zum Schluss, da starb die Frau. Ich war völlig fertig, mir brach eine Welt zusammen, weil der Film fing so schön an und dann starb die Frau, und ich habe das jetzt zum Anlass genommen, als mir der Film wieder einfiel, mal über den Tod ein bisschen zu reden, was eigentlich niemand groß machen will, weil man findet selten die richtigen Worte, wenn es um so ein Thema geht. Man benimmt sich auch oft falsch oder ist sehr unsicher. Das fing schon damit an, als Nelson Mandela gestorben ist, hat irgendein Politiker gesagt oder ein Sprecher hat gesagt, er ist völlig bestürzt über den Tod von Nelson Mandela, und da war der 95 Jahre alt. Da frage ich mich, was passiert wäre, wenn er mit 90 gestorben wäre oder so, ob das eine Staatskrise hervorgerufen hätte. Da ist das Wort bestürzt oder geschockt schon gar nicht mehr so angebracht, weil das gehört ja eigentlich eher zur Natur, dass man noch stirbt und schon recht, wenn man alt ist. Und deshalb geht heute die Sendung über den Tod.
Meine Kindheit war eigentlich recht unbeschwert. Als kleines Kind habe ich mich einfach gefreut, bin jeden Morgen aufgewacht, die Sonne schien, habe gelacht und alles, was schön in unserem Leben hätte wunderschön werden können, wenn ich nicht ein Vormittag mit meiner Mutter ins Museum gegangen wäre. Ich glaube, wir waren im Naturkunden, äh Quatsch, im Pergamon Museum, weil meine Mutter sich da irgendwas angucken wollte für ihr Studium, und da lag dann so eine Art geöffneter Sarkophag, also so ein Steinsarg, und da drin lagen die Skelette von zwei Menschen. Und ich habe mich auf Zehenspitzen gestellt, über den Rand geguckt und da reingeguckt und die Knochen gesehen, und da dachte ich, oh Gott, das sind ja Knochen von Menschen und die lagen da wahrscheinlich schon ganz lange, die sahen ja völlig verstaubt aus und das Fleisch war schon abgefallen. Und da habe ich meine Mutter gefragt: Sind das hier Leute, die tot sind? Und da sagt sie: Ja klar, die liegen hier. Und da habe ich gefragt: Und ich liege dann da auch so da? Und sagt sie: Ja klar, sterben alle. Ich sage: Ich muss auch sterben? Und sie: Ja klar. Und da habe ich gesagt, also Karl Bjarnisch gesagt, ich fing an zu weinen. Und dann habe ich gesagt: Aber ich will nicht ins Museum. Weil ich diese Vorstellung gesehen habe, wie diese 2000 Jahre auf mir liegen und ich da in diesem trockenen, staubigen Kasten liege. Und das fand ich so schrecklich, die Vorstellung, dass ich geweint habe und mein ganzes Leben damit so eine böse Wendung genommen hat. Und seitdem habe ich leider darüber nachgedacht, dass ich sterben muss und lag abends im Bett und konnte nicht einschlafen oder bin aufgewacht und habe so richtig einen Schock gekriegt, habe geschwitzt und bin aufgesprungen, ganz panisch, weil ich mir nicht vorstellen konnte, was ich in der Zeit machen soll, wenn ich gestorben bin. Das Sterben selbst hat mich nicht so gestört, aber die Zeit danach eben. Und dann bin ich zu meinen Eltern ins Zimmer gegangen und habe gesagt, dass ich nicht sterben will oder so. Und meine Eltern haben mich beruhigt, indem sie gesagt haben: Naja, du hast noch ewig Zeit, du bist ja noch total jung, du bist ja noch ein kleines Kind. Und erst mal sterben ja wir. Und damit haben sie mich richtig fertig gemacht, damit ich sozusagen vom Regen in die Traufe gekommen bin. Weil dann musste ich auch noch gleichzeitig darüber nachdenken, dass meine Eltern, die ja meine Hauptbezugspersonen waren, die ich am meisten so geliebt habe, dass die jetzt noch vor mir sterben. Dass ich völlig zusammengebrochen bin, aber irgendwie müssen sie instinktiv doch das Richtige gesagt haben, weil dann habe ich mir mehr Sorgen um meine Eltern gemacht als um mich selbst. Und irgendwie muss man ja damit leben, und ich denke, irgendwo muss auch ein Sinn in der Natur sein, weil da klappt ja sonst alles auch so wunderbar. In einer Jugend, wenn man 14, 15 ist, ist man so wild drauf, sich zu vermehren und das Leben fortzuführen, dass man so endlos geil durch die Gegend rennt, dass einen wirklich nichts stoppen kann. Und genauso denke ich natürlich auch, dass die Natur sich was einfallen lassen hat, dass man den Tod besser erträgt, dass das nicht so schlimm ist. Also ich hoffe mal, oder ich weiß es nicht, aber dass man im Alter vielleicht dann wirklich keine große Lust hat, mehr weiterzuleben, weil die Bäume lassen ja auch die Blätter fallen und alles und irgendwie muss in dem Ganzen ja auch ein Sinn drin sein.
All over now, das verstehe ich sogar. Aber dieses Lied klingt auch, wenn alles vorbei ist, ja nicht mal so schlimm, sondern auch ein bisschen mehr nach Power, und ich habe auch versucht, dem Toten ein bisschen aktiv entgegenzutreten, so fahre ich jetzt privaten Leichenwagen. Also so ein Beerdigungsauto, so ein langer Kombi, schon aus dem Grund, weil der so wunderbar lang ist, weil ich da wunderbar drin schlafen kann, wenn ich an der Ostsee bin oder so, und die normalen Kombis, die sind eben genau ein bisschen zu kurz, da passt man nicht rein, und ich habe eben ein Bestattungsauto und da liegt es wunderbar drin und da kann man sich im Prinzip auch schon gewöhnen dran, obwohl ich meistens natürlich eher fahre, als dass ich liege. Aber ich versuche ja, mich schon langsam so dran zu gewöhnen, und das letzte Auto ist immer ein Kombi, das gibt es sogar als Lied. Aber langsam sehe ich eine schreckliche Entwicklung, dass die Leichenwagen so komische Busse sind und eher so wie so Kaffeemaschinenautos aussehen oder so. Ich würde sehr darum bitten, dass wenn ich mal beerdigt werden sollte, dass man da noch einen schönen Kombi nimmt. Und gerade das Auto, da kann man ja auch, wenn man stirbt, auch Begriffe dazu nehmen, weil die Autofans beziehen ja alle dann auf ihr Auto und wenn da jemand gestorben ist, haben sie zum Beispiel gesagt: Der ist rechts rangefahren. Wenn es denen nicht gut geht, dann sagen die: Läuft nicht auf allen Töppen oder so. Und genauso was gibt es vielleicht ja für Musiker. Da sind ja im letzten Jahr auch etliche gestorben und da könnte man das ja auch ein bisschen schöner umschreiben, indem man sagt: Wir haben das Mikro weggelegt, oder wenn ein Gitarrist gestorben ist, sagt man: Der hat die Klinke rausgezogen. Beim Keyboarder: Er hat den Finger von einer Taste genommen oder irgendwas. So kann man dann das wunderbar umschreiben, themengemäß, dass auch Musiker auch sterben können.
Das Lied von Mahalia Jackson, Gott ist so gut, ist so wunderschön und so tröstlich, dass man wirklich denken kann, sie hat ihren Frieden mit der Welt und Gott gemacht, das ist wirklich so wunderschön, dass man sich fragt, wie kann ein Mensch das schaffen, so ein schönes Lied zu schreiben und zu singen, das finde ich so wunderbar und ich denke selbst, das hängt damit zusammen, dass man weiß, dass man mal sterben wird, denn sonst bräuchte man ja eigentlich nichts zu machen. Wenn man weiß, man lebt ewig, dann kann man einfach vor sich hin leben und versuchen Spaß zu haben oder irgendwas. Da hat man nicht den geringsten Grund, irgendwas zu machen, was hinterlässt, dass irgendwas übrig bleibt oder so. Und also wenn ich wüsste, ich sterbe nicht, könnte ich eigentlich im Bett bleiben, auch bei wozu, dann kann ich ja auch nächsten Tag aufstehen oder im nächsten Jahr und müsste nicht irgendwas machen, aber so versucht man irgendwie was zu hinterlassen, was Schönes zu machen, womit man ein bisschen raussticht oder so und da entsteht meiner Meinung nach überhaupt erstmal die Kreativität. Natürlich erstens auch, um wieder auf die Natur zurückzukommen, damit man ein Weibchen findet oder so, macht man dann auch Musik, um sich aufmerksam zu machen. Aber ich glaube, dass man auch will, dass irgendwas übrig bleibt und dass man irgendwie was schafft, um aus diesem normalen Kreislauf auszubrechen, dass man groß wird und dann irgendwann stirbt, versucht man irgendwas zu machen, was irgendwie besonders ist. Und ich denke, Mahalia Jackson ist das wirklich mit ihrer Musik auch gelungen. Das könnte man wirklich gut auf einer Beerdigung spielen, dieses Lied. Aber erstaunlicherweise wollen die meisten Leute eher was anderes hören und zwar was eigentlich auch gegen den Tod oder gegen die Kirche geht. Und es gibt sowas wie Beerdigungscharts, wusste ich auch nicht bis vor kurzem. Und auch ganz vorne auf den vorderen Plätzen ist erstaunlicherweise hier dieses Lied.
Das war Keiths Dinge, bei dem man scheiden sich auch die Geister, wurde oft als Dilettant und Spinner verschrien. Ich finde es aber völlig fesselnd, was er für Lieder singt, und ich habe dieses Lied ausgesucht, weil das meiner Meinung nach auch wunderbar auf eine Beerdigung passt. Wie eigentlich viele Lieder, die man unter diesem Zusammenhang oder unter diesem Blickwinkel sieht, weil ein normaler Text kann unter dem Zeichen, dass da jemand gestorben ist und dass man über den singt, eine völlig neue Bedeutung so annehmen und das passt dann wirklich manchmal wie die Faust aufs Auge, obwohl es in dem Lied letztendlich um was ganz anderes ging. Aber man kann in so einem Lied mit einem anderen Text auch sehr, sehr viel ausdrücken. Bei den englischen Texten nimmt man das ja auch nicht so genau und spielt irgendein Lied, wo irgendwas mit The Death oder so drin vorkommt oder The End und weiß gar nicht, worum es im Lied sonst so geht. Da geht es auch um eine Beziehung, die zerbrochen ist oder so. Aber letztendlich ist der Tod ja auch eine Beziehung, die zerbrochen ist, wenn auch mit Gewalt auseinandergegangen oder so, und deshalb würde ich dieses Lied auch auf einer Beerdigung auch begrüßen, also jetzt nicht unbedingt auf meiner, aber ich finde es eigentlich sehr, sehr passend. Und man könnte eigentlich auch versuchen, mal extra Lieder für eine Beerdigung zu schreiben. Ich weiß gar nicht, ob es sowas gibt. Ich kenne jetzt eigentlich kein so richtiges Lied, was immer auf Beerdigung gespielt wird und auch dazu schon extra so komponiert wurde oder so. Aber vielleicht wäre das mal für eine Band mal ein kleiner Anreiz, mal versuchen, ein Lied zu einer Beerdigung zu machen. Dann hätte man wenigstens die Gewissheit, dass das auch recht oft gespielt wird, weil gestorben wird bekanntlich immer. Manche Leute bringen sich ja auch gleich selbst um. Da frage ich mich, ob da wirklich die Verzweiflung und alles größer ist als die Angst vor dem Tod. Zumindest müssen sie das ja vergessen, weil ich würde nie auf die Idee kommen, mich umzubringen, da ich viel zu viel Angst vorm Tod habe. Aber viele Leute entscheiden sich ja doch dafür, wobei man wirklich in den meisten Fällen davon ausgehen kann, dass sie auch krank sind, damit sie nicht dieses Verhältnis haben zwischen der Wichtigkeit des Lebens und ihrem Kummer oder so, dass man das dann nicht mehr so richtig so abwägen kann. Eine Band, die da besonders gut dazu passt, ist Suicide, die nennen sich schon so. Und die haben aber auch eine Musik gemacht, die mich so fasziniert und die ich mir durchaus auch auf einer Beerdigung vorstellen könnte.
Es war unverkennbar Coldplay aus der Zeit, als sie noch richtig gut waren. Ich will jetzt nicht sagen, dass früher alles besser war, aber auf Coldplay trifft es nun hundertprozentig zu. Dieses Lied würde wirklich 1a auf eine Beerdigung passen, obwohl ich da auch nicht weiß, um was es im Text ging. Irgendwann bin ich jedenfalls auf die Idee gekommen, dass ich doch unsterblich werden könnte, indem ich Kinder kriege. Nun ist die Idee ja nicht wirklich von mir. Ich glaube, da sind seit Entstehung der Menschheit schon mehrere Leute so drauf gekommen. Aber ich dachte wirklich, das ist ein guter Trick und habe versucht, mich fortzupflanzen, wie man so schön sagt. Und das hat soweit auch funktioniert. Nur weiß ich jetzt nicht, ob das mir wirklich hilft, um eine Art von Unsterblichkeit zu erreichen oder so. Weil die Kinder sind ja jetzt eigene Menschen, die vor sich hin rennen. Und das bin ja jetzt nicht ich. Ich laufe da jetzt nicht verteilt durch die Welt oder so. Und wenn ich gestorben bin, sind zwar die Kinder wahrscheinlich noch da. Es sei denn, die Welt geht auf dem Schlag unter oder so. Das kann ja auch passieren. Oder Apokalypse oder so. Aber ich gehe jetzt mal davon aus, dass ich jetzt eher sterben werde und die Kinder weiterleben werden. Und dann weiß ich nicht, ob mein super Plan dann wirklich auch funktioniert hat und ob ich dann weiterlebe, weil ich bin ja auch schon ein Kind von Leuten und die müssten ja dann durch mich auch unsterblich werden. Also da müsste ich ja im Prinzip merken, dass mein Vater in mir drinsteckt, dass er dann noch weiterlebt in mir, bloß ich bin ja selber in mir und ich habe jetzt nicht das Gefühl, dass mein Vater jetzt in mir noch drinsteckt und rumrennt und deshalb bin ich doch ein bisschen im Zweifel, ob das jetzt wirklich die absolute Idee war, die ich da hatte oder ob ich mich einfach nur wieder vermehrt habe, weil die Natur das mir so vorgeschrieben hat. Aber ganz falsch ist der Gedanke nicht. Trötzsch, der ein sehr guter Sänger war, den ich kannte, hat mal ein Lied über seine Mutter gemacht, die auch sehr früh gestorben ist und er hat jetzt über sie gesungen, dass sie jetzt viel zu früh gestorben ist und so weiter und hat den schönen Satz gesagt: Ich kann immer, wenn ich lächle, kann ich dich in meinem Spiegel sehen. Und das fand ich, da hat er doch genau auf den Punkt getroffen, dass er in seinem eigenen Gesicht dann seine Mutter im Spiegel gesehen hat. Die Idee fand ich total gut.
Als es mit den Kindern jetzt nicht klappen sollte, habe ich mir als Notlösung ausgedacht, dass ich irgendwie Musik mache, weil die Musik kann man ja inzwischen ja aufnehmen und wenn ich dann gestorben bin, ist wenigstens meine Stimme noch da. Ich selber habe zwar wenig davon, aber es ist immerhin irgendwas, was übrig bleibt, und das Verrückte ist ja, dass die meisten Musiker, die ich zumindest in meinem Alter jetzt mir so anhöre, schon gestorben sind und ich höre im Prinzip nur Tote die ganze Zeit. Das ist auch ein komisches Gefühl, da darf ich gar nicht so drüber nachdenken. Aber wenn ich die Musik höre, ist es so, als stehen die direkt vor mir. Also wenn ich jetzt ein Johnny Cash Lied höre oder irgendwas, komme ich gar nicht auf die Idee, dass der gestorben sein könnte, weil ich höre ja jeden Kiekser in der Stimme, jedes Atmen und es gibt nichts, was lebendiger ist als die Stimme von so einem Sänger. Insofern haben die wirklich eine Unsterblichkeit erreicht, die absolut unschlagbar ist. Weil die Lieder wird es ja so lange geben, wie es Menschen gibt, würde ich jetzt mal denken. Und die sind so frisch und so lebendig, wie man sich das gar nicht vorstellen kann. Manchmal gehe ich ins Internet und gucke auf YouTube mir irgendwelche Videos an. Und das ist dann ganz komisch, wenn man die Leute sich dann noch bewegen sieht und lachen sieht und atmen sieht und wie die so richtig voller Emotionen ihre Lieder singen. Und ich weiß, in Wirklichkeit sind die in der Zeit schon langsam gestorben und verwesen, irgendwie ganz unter der Erde oder so. Die gibt es als Menschen schon gar nicht mehr. Die merken schon gar nichts mehr, wie Amy Winehouse oder Jimi Hendrix oder eben auch die Doors.
Hallo, hier ist immer noch Flake. Es geht immer noch um den Tod. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der zweiten Hälfte. Radio 1, hier ist immer noch Flake. Ich spreche mit Ihnen über den Tod.
Das war das Lied Angel, was ja so viel wie Engel heißt, würde ich mal annehmen. Und ich selber bin schon nicht mehr so kirchlich aufgewachsen, dass ich den Engel jetzt mit Toten oder Gestorbenen in Verbindung bringen würde, sondern für mich ist der Engel eher eine Art schöne Frau, die Wünsche erfüllt. Aber für viele ist es vielleicht auch eine tröstliche Vorstellung, wenn sie nach dem Tod Engel werden und im Himmel dann rumfliegen. Aber Robbie Williams hat ja schon vorher über im Prinzip den Tod gesungen und zwar mit dem ersten Lied, mit dem ich ihn so wahrgenommen habe als Solokünstler. Das Lied hieß Hope I Get Old Before I Die und das drückt dann nur den Wunsch aus, dass er alt wird, bevor er stirbt, wenn ich das mal so frei übersetzen kann. Und das ist natürlich der große Wunsch, weil man denkt, je länger man lebt, umso weniger ist man tot oder so. Was im Endeffekt aber ziemlicher Quatsch ist, weil im Gegensatz zu der unendlichen Zeit, die uns im Prinzip nach dem Tod bevorsteht, ist das Leben sehr, sehr, sehr kurz. Und eigentlich ist es im Verhältnis zur Unendlichkeit auch egal, ob man jetzt alt wird oder nicht alt wird, weil die Zeit, da man ja sowieso gestorben ist und nicht mehr messbar ist, ist für einen selber zumindest nach dem Tod völlig egal, ob man lange gelebt hat oder kurz. Insofern, aber ist halt auch Quatsch, weil natürlich will man lange leben, damit man viel so vom Leben hat, weil man sich ja nur ans Leben erinnern kann und nicht an den Tod. Und bei mir war das wirklich so, dass ich weniger Angst als Kind vorm Sterben hatte, weil Sterben ist ja nur so ein kurzer Knacks oder so, nur der Übergang, sondern ich hatte wirklich Angst vor der Zeit, die danach kommt, weil die ist ja so unendlich lang und ich kann nichts machen. Ich kann ja nicht mal nachdenken drüber, was ich dann nicht machen kann oder so, sondern ich bin völlig weg und abgeschaltet. Das ist für manche jetzt wiederum Trost, weil sie denken, ich kriege ja dann nicht mit von allem, aber für mich war es eine urschlimme Vorstellung. Inzwischen geht es mir doch schon ein bisschen besser, aber gerade als Kind, wenn ich mir die Zeit vorgestellt habe, die ich tot bin und die dann, ich nicht da nur da liege oder verbrannt bin oder so und die Zeit geht trotzdem weiter, der Gedanke hat mich echt fertig gemacht. Aber irgendwann kam ich auf die Idee, dass die Zeit vor meiner Geburt ja nichts anderes ist. Denn da habe ich ja auch nicht gelebt, war ich ja im Prinzip auch noch tot, sage ich mal. Aber die Zeit ist auch schon vergangen, ohne dass ich dabei war. Und die Welt gibt es, weiß ich nicht, in vier Milliarden Jahre oder so. Muss man mal gucken. Und in dieser ganzen Zeit lag ich ja auch schon rum, war nicht geboren, und ich muss sagen, die Zeit war jetzt ja nicht so schlimm. Ich bin dann zurechtgekommen bis jetzt, bis ich geboren wurde, und insofern gehe ich natürlich so davon aus, dass ich auch die Zeit danach bis zum Weltuntergang dann zu zurechtkommen werde, und darin liegt auch schon ein bisschen Trost.
Das war das Lied vom Tod von Ennio Morricone, und in meiner Kindheit war das wirklich das gruseligste Lied, was ich kannte. Ich hatte keine Ahnung, dass es einen Film dazu gibt und dass es ein Western ist oder so. Ich wusste nur, das ist das Lied vom Tod. Und ich habe wirklich gedacht, das ist das Lied, was der Tod jetzt persönlich gemacht hat. Und der spielt da Mundharmonika, um die Leute zu rufen. Und damit war die Mundharmonika für mich natürlich auch gleich ein gruseliges Instrument. Und dieses Lied, das war einfach die Verkörperung des Todes in Musikform. Als ich später den Film gesehen habe, war ich natürlich ein bisschen enttäuscht, dass es so etwas Kleines wie ein Western ist. Also Western ist ja nicht klein, aber im Vergleich zum Tod doch eine eher banale Geschichte. Ich habe nochmal dran gedacht, wie das dazu gekommen ist, dass ich wirklich im Prinzip dem Totenreich entkommen bin und auf die Welt gekommen bin. Und das ist wirklich so ein unwahrscheinlicher Zufall, dass man sich wirklich so glücklich schätzen kann. Weil aus diesen Milliarden Möglichkeiten, die man hat bei der Anzahl der Menschen, die es auf der Welt gibt, also die Hälfte Männer, die Hälfte Frauen, ist es wirklich so ein Zufall, dass ich geboren wurde. Weil meine Eltern mussten sich unter den ganzen Menschen irgendwie kennenlernen, treffen, mussten den Krieg so überlebt haben und mussten zusammenkommen und dann letztendlich auch schwanger werden. Und das hat auch irgendwie geklappt. Aber das Verrückte ist, das war dann gar nicht ich, das war dann mein Bruder. Und mein Bruder ist dann geboren worden. Und warum bin ich jetzt nicht mein Bruder, frage ich mich die ganze Zeit. Weil wieso bin ich der, der später gekommen ist? Dann haben meine Eltern, wie gesagt, noch ein Kind gekriegt und das war ich dann. Und das war aber ich und jetzt frage ich mich, wenn sie noch ein Kind gekriegt hätte, ob ich dann vielleicht der Dritte gewesen wäre oder ob ich immer der Zweite bin. Und warum bin ich meinem Bruder nicht so ähnlich, obwohl unsere DNA doch völlig dieselbe sein müsste. Das ist alles sehr, sehr schwierig. Und dass man in diesen Möglichkeiten gibt, wird unwahrscheinlich viel mehr als die, die klappen, die, die nicht klappen. Also die ganzen, die überhaupt nicht geboren werden, obwohl sie geboren werden könnten, wie zum Beispiel noch meine anderen Geschwister, die nicht zur Welt gekommen sind, oder auch Menschen, die geboren werden aus einer anderen Verbindung. Und ich sage jetzt mal, wenn Angela Merkel und Obama zusammen ein Kind kriegen würden, wäre theoretisch möglich, gerade heutzutage im Prenzlauer Berg, dann könnte man, dann wäre das Kind ja auch da und das Kind ist ja im Prinzip schon vorgebaut, weil man wüsste ja schon die Anlagen von Angela Merkel, von Obama und das Kind wäre ja von der Sache her im Prinzip schon fertig, nur dass es jetzt nicht geboren worden ist. Und genauso wie dieses Kind nicht geboren worden ist, sind ganz viele nicht geboren worden. Und die sind ja, abgesehen davon, dass sie nicht geboren worden sind, ja im Prinzip auch tot. Ich weiß auch nicht, was ich jetzt damit sagen will oder so. Ich denke, wir spielen einfach mal das nächste Lied, was auch wunderbar auf einer Beerdigung gespielt werden kann, zumal schon im Video direkt eine Beerdigung schon darstellt.
Für dich, das ist wirklich sehr schön universal einsetzbar, weil der Text passt auf jedes Wesen eigentlich. Das Einzige, was ein bisschen zynisch wirken könnte, wäre bei einer Beerdigung egal, wo du heute Nacht pennst, weil das ist ja in dem Fall dann offensichtlich, aber ansonsten kann man das für eine Freundin nehmen, für eine Verwandte oder auch für einen Hund oder eine Katze. Die bekommen ja inzwischen auch Beerdigungen, weil sie oft genauso ein treuer Freund sind wie ein menschliches Wesen, und ich habe selbst schon erlebt, dass sich einer mal ein Lied im Radio gewünscht hat und dabei gesagt hat: Es ist für meine Bertha, die habe ich gestern beerdigt, meine Hündin, und da lag so viel Trauer und Mitgefühl in der Stimme, dass man gewusst hat, dass der seinen Hund oder die Hündin in dem Fall wirklich geliebt hat, und die können ja auch ein Lied bekommen. Und es gibt ja oft den Fall, wo sich der Verstorbene sich nicht selbst aussuchen konnte, weil er so überraschend gestorben ist, dass er einfach nicht mehr dazu gekommen ist, über ein Lied nachzudenken, was ich eigentlich auch für eine gesündere Lebensweise halte, weil man sich nicht laufend auf seinen Tod so vorbereitet, sondern sich versucht mehr ums Leben zu kümmern oder so. Aber das klappt natürlich so auch nicht immer und manche Leute kümmern sich auch wenig ums Leben, um den Tod, die nehmen dann Drogen und betäuben sich, wahrscheinlich auch um eine Angst zu betäuben oder irgendwas, ich glaube nicht, dass alle jetzt wegen der Angst vom Tod jetzt Drogen nehmen, aber man nimmt ja Drogen auch, um sich zu betäuben oder in eine andere Welt zu bekommen, und manchmal stirbt man dann eben auch an Drogen, und das habe ich mal richtig im Radio gehört, so dass ich es absolut verstanden habe. Und das war das Lied von Juliane Werding, am Tag als Conny Kramer starb, wobei ich natürlich auch gar nicht wusste, dass das Lied eigentlich von John Bees gecovert war, sondern ich dachte, sie hat es erfunden über einen Freund, der ihr wirklich jetzt gestorben war, und deshalb ging mir das Lied auch unwahrscheinlich ans Herz.
Das ist immer noch Flake, der über den Tod sprechen will.
Das war Pink Floyd mit Wish You Were Here. Und das sagt man bestimmt gerne oder oft den Lieben und Freunden, die gestorben sind. Aber man sagt es wahrscheinlich nicht auf der Beerdigung, weil obwohl das Lied oft auf der Beerdigung gespielt wird, würde man die Worte nicht auf der Beerdigung sagen, weil wer wünscht schon auf dem Friedhof, dass jemand noch bei ihm wäre? Also wish you were here, weil Friedhof ist ja nichts, wo man gerne ist oder sich gerne mit Leuten treffen will. Man wünscht ja eher, dass die noch bei was Schönem noch mit dabei sind, weil man jetzt irgendwie in einer schönen Natur ist oder was Schönes erlebt, sagt man dann wish you were here. Und so war das Lied ursprünglich auch gemeint, weil das war für Sid Barrett, der die Band verlassen hat, auch wegen geistiger Verwirrung. Und Pink Floyd haben als Band weitergespielt, dann ohne ihn und haben netterweise noch das Lied geschrieben, um ihm zu zeigen, dass sie ihn auch vermissen. Jetzt ist er inzwischen auch wirklich gestorben, aber zu der Zeit hat er noch gelebt und sie haben das trotzdem geschrieben, was ich sehr gut finde. Das Lied wird auch sehr oft auf Beerdigung gespielt und auf Beerdigung habe ich immer das Problem, dass ich überhaupt nicht weiß, wie ich mich verhalten soll. Weil wenn man jetzt so ganz traurig ist und mit keinem spricht oder so, hilft man ja weder dem Gestorbenen noch den Leuten, die überlebt haben, weil die müssen ja irgendwie weiterleben. Und ich weiß überhaupt nicht, was man machen soll. Und raucht man jetzt auf dem Friedhof oder ist das verboten? Die Beerdigungen erscheinen mir generell irgendwie veraltet in unserer Zeit, weil die auch nur so kirchlich geprägt sind oder so. Vielleicht liegt es auch daran, dass eher die alten Leute sterben und deshalb, dass das für die noch okay ist und für die Jüngeren eher nicht. Aber mir ist das alles ein bisschen zu steif und zu ordentlich so, dass man überhaupt völlig hilflos ist und gar nicht weiß, was man machen soll. Als ich bei Feeling B gespielt habe, oder ich habe mal bei Feeling B gespielt und später haben wir eine Platte nochmal aufgenommen zu Westzeiten. Und da hatte ich einen A&R-Manager, was Repertoire und Artist heißt. Und der hat uns da betreut bei der Feeling-B-Platte. Und später habe ich erfahren, dass er Bestatter geworden ist. Der heißt Erik Wrede. Und die Bestattungsfirma, wenn man ihn so nennen will, heißt Lebensnah Individuelle Bestattungen. Und der hat sich schon mal auf den Weg gemacht, nach neuen Möglichkeiten zu suchen, wie man eine Beerdigung auch würdevoll und wirklich schön machen kann. Und das gibt mir auch ein bisschen Trost, weil ich hatte wirklich Angst vor diesen steifen Beerdigungen auf dem Friedhof, wo man wirklich nur hilflos rumsteht. Irgendeiner, der dafür bezahlt wird, hält relativ emotionslos eine Rede und dann steht man vorm Grab und weiß nicht, was man machen soll. Und da bin ich sehr froh, dass es da Menschen gibt, die sich darum kümmern, dass man das irgendwie schön und persönlich gestalten kann. Denn ich weiß, wie gesagt, nicht, wie man sich da richtig verhält und wie man das so schön macht. Es ist eben sehr schwer, eine Art zu finden, um auf Wiedersehen zu sagen. Im Idealfall hat wirklich der Gestorbene selber bestimmt, was auf seiner Beerdigung passieren soll, weil dann kann man da mit gutem Gewissen hingehen und sagen: Wir machen jetzt genau das, was er sich gewünscht hat, dann weiß man, was man machen soll und ob der sich jetzt gefreut hätte oder nicht, dann kann man wirklich sagen, man erfüllt ihm seinen letzten großen Wunsch und dann hatte man wenigstens das Gefühl, dass er beruhigt gestorben ist, weil man das genau so gemacht hat später, wie er sich das gewünscht hat. Aber wenn sich welche nicht was wünschen, weil ihnen das egal ist, weil sie wissen, dass sie tot sind oder wie auch immer, dann ist es wirklich schwierig, weil die Toten sind ja wirklich tot und wegen denen muss man nichts machen. Die Toten müssen einem eigentlich auch nicht leidtun, weil die sind ja tot. Also man braucht eigentlich nicht, um die Toten zu trauern, weil die ja nicht da sind. Man muss um die Hinterbliebenen trauern, weil denen fehlt ja und die muss man eigentlich trösten und deshalb, da geht man eigentlich auch nur hin. Aber manche gehen auch hin und wenn sie so traurig sind, dann eigentlich auch nur aus Selbstmitleid, weil sie wissen, dass sie ja selber sterben müssen und das führt man sich dann auf einer Beerdigung natürlich auch zu Gemüte wieder, weil man weiß, irgendwann ist man selber dran, man geht zu einem anderen und denkt dann: Scheiße, um den Toten muss man nicht traurig sein, weil man ist ja nur traurig, weil man selber mit dem Toten nicht mehr zusammen sein kann und nichts mehr machen kann. Und manchmal hat man dummerweise, das wäre das Allerschlimmste, wenn man dann noch ein schlechtes Gewissen hat, weil man dem Toten nicht rechtzeitig noch gesagt hat, dass man ihn lieb hat oder so, weil manchmal streitet man sich oder sagt unbedachte Sachen oder sonst was, weil man einfach nicht dran denkt, dass der andere auch sterben könnte, weil man eben nicht oft dran denkt, wie schnell alles auch vorbei sein kann oder so. Und wenn man dann noch im Streit geschieden ist oder so und dann kommt die Nachricht, dass der gestorben ist, das sind für einen natürlich total blöde. Und dann geht man vielleicht auf die Beerdigung, um sein Gewissen zu beruhigen oder so. Das hat ja immerhin schon den Vorteil, dass man dann drüber nachdenken kann, ob man bei den nächsten Leuten das ein bisschen besser macht oder so. Und dann gibt es auch welche, die sind gestorben, aber man hatte schon seit Jahren nichts mehr mit denen zu tun. Für einen waren die im Prinzip schon lange tot, weil man die schon aus dem Bekanntenkreis, weil die sich schon von einem entfernt haben oder so, mit manchen Leuten, da hat man ja nichts mehr zu tun, mit denen man mal in der Schule war oder so. Und wenn man die dann beerdigt, geht man mit hin, aber eigentlich hat der Abschied schon lange davor stattgefunden und deshalb ist sowas ganz, ganz, ganz schwierig, wie man sich da verhalten soll. Also wie gesagt, ich würde am liebsten gar nicht so oft auf Beerdigung gehen, aber das ist ja auch Quatsch, weil ich gehe wirklich hin, wenn ich hingehe, um den Hinterbliebenen zu zeigen, dass ich den gemocht habe oder die oder wie auch immer. Und ich habe auch sogar mal ein Lied gemacht, was Friedhof heißt, das habe ich mal mitgebracht und das spiele ich mal vor, weil dann habe ich es mindestens einmal gespielt danach, da kann ich es dann auch löschen und dann belästige auch keinen mehr damit.
Manchmal stellt man sich auch vor, dass die Gestorbenen eigentlich gar nicht richtig gestorben sind, sondern auch einfach irgendwie in einer anderen Dimension oder so noch dabei sind, und dann hat sich dieses Bild etabliert, dass man sagt, die Toten, die gucken vom Himmel aus zu, die sind jetzt im Himmel und sehen uns trotzdem noch und verfolgen uns das, was wir tun, und darauf reagieren wir dann manchmal, indem wir auf der Beerdigung Schnaps aufs Grab kippen oder den irgendwelche Sachen mit ins Grab legen, was sie gerne mochten oder so. In Afrika kann man sich in Särgen beerdigen lassen, die das Leben hindeuten. Also da gibt es einen Sarg, der sieht aus wie ein Mercedes oder wie ein Huhn, weil der irgendwie eine Farm hatte. Und so versucht man noch, dass die Toten irgendwie noch am richtigen Leben noch teilnehmen, indem man die immer noch einbezieht oder so. Und das ist eigentlich auch ein guter Gedanke, dass man sagt, eigentlich sind ja alle immer noch unter uns, man sieht sie eben nur gerade nicht oder die können gerade nicht handeln oder so. Und jedem wünscht man ja eigentlich, dass er auf dieser wunderschönen Welt noch bleiben kann, wie Joey Ramone.
Ich denke mal, wenn ich das gefragt werden würde, würde ich erstmal sagen: Ich will eigentlich auch ja nicht wissen, dass ich nur noch einen Tag zu leben habe. Und selbst wenn ich es wissen würde, denke ich nicht, dass ich jetzt viel was anderes machen würde. Weil wenn ich jetzt sagen würde, jetzt will ich aber mal richtig verrückt und so, das bedeutet ja, dass ich mein ganzes Leben lang das nicht gemacht habe und insofern ein völlig falsches Leben geführt habe. Und ich sage, jetzt will ich mal endlich irgendwo hinfahren oder ich habe jetzt keine Idee, was ich machen könnte. Ich gehe mal davon aus, dass ich jetzt einfach genau dasselbe machen würde, was ich jetzt auch mache. Also ich weiß nicht, ob ich jetzt genau eine Sendung machen würde, jetzt unbedingt, aber warum eigentlich nicht? Weil es macht ja Spaß im Großen und Ganzen. Und ja, das war die Sendung zum Tod. Ich finde, man kann ja immer ein bisschen üben. Jeden Abend einschlafen ist ja wie gesagt schon ein kleiner Tod. Was anderes passiert im Großen und Ganzen wahrscheinlich auch nicht, wenn man stirbt, außer dass man dann einfach einschläft und dann nichts mehr mitkriegt oder so. Und es gibt ja auch die Janschlauen, die sagen, ein Orgasmus ist auch ein kleiner Tod. Kann man ja auch ein bisschen üben. Und wenn man Angst vor dem Tod hat, ist das auch ja nicht so schlimm, weil das heißt ja wirklich nur, dass das Leben auch wunderschön ist, weil sonst würde man es ja nicht behalten wollen. Und das wünsche ich Ihnen im Prinzip auch. Nicht unbedingt jetzt die Angst, aber dass Sie ein schönes Leben haben. Und ich verabschiede mich bis zum nächsten Mal mit einem Lied von System of a Down.
Song info
| Artist | Song |
| Orchester Gabriel Yared | Betty et Zorg |
| Nick Cave & The Bad Seeds | Death Is Not The End |
| The Rolling Stones | It's All Over Now |
| Mahalia Jackson | God Is So Good (To Me) |
| AC/DC | Highway To Hell |
| Kiev Stingl | Morgen komm ich |
| Suicide | Cheree |
| Coldplay | Everything's Not Lost |
| John Lennon | Mother |
| The Doors | The End |
| Robbie Williams | Angels |
| Ennio Morricone | Man With A Harmonica |
| Guns N' Roses | November Rain |
| Rio Reiser | Für immer und dich |
| Juliane Werding | Am Tag, als Conny Kramer starb |
| Pink Floyd | Wish You Were Here |
| Andrea Bocelli, Sara Brightman | Time To Say Goodbye |
| Flake | Friedhof |
| Jeffrey "Joey Ramone" Hyman | What A Wonderful World |
| Basis | Wenn ich nur noch einen Tag zu leben hätte |
| System of a Down | Chop Suey! |