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Flake talks about names.

Transcript

Ich wünsche einen guten Abend. Schön, dass Sie wieder dabei sind. Mir fiel gleich heute eine peinliche Geschichte ein, als ich an die Sendung gedacht habe. Ich habe mal in meiner frühen Jugend, was heißt früh, jedenfalls habe ich aus der Bar mal ein Mädchen mitgenommen. Haben wir uns ins Gespräch vertieft und so und ich habe sie mit nach Hause genommen. Und am nächsten Tag habe ich sie vormittags oder früh wieder in die Stadt zurückgefahren und habe gesagt, Mensch, war schön und ob wir uns mal wieder treffen wollen und so. Da hat sie gefragt, wie ist mein Name? Ich habe überlegt, scheiße, wusste ich nicht, Beate. Ich habe es nicht zustande, war die Kapsel so dumm aneckig. Da sagst du, na siehste, mit dem Treffen hat sich dann geklärt.

Und deshalb, oder nicht nur deshalb, aber heute geht es in der Sendung wieder um ein Thema. Und diese Themen sind Mädchennamen. Wunderbar negativ und so erfrischend destruktiv.

Man, der singt ja viel schnell. Das ist mir als Kind gar nicht so aufgefallen. Es war Reinhard May und von dieser Affengeschwindigkeit können sich die Hip-Hop-Hopper echt noch eine Scheibe abschneiden. Als Kind, ich war fünf Jahre alt oder vier, als ich das Lied zum ersten Mal gehört habe oder überhaupt gehört habe, habe ich natürlich nicht im geringsten verstanden, worum es geht. Nur, dass irgendwie alles das, was sonst erstrebenswert war, dass alles aufgeräumt ist, der Kühlschrank voll ist und weiß ich, was alles war, auf einmal schlecht. Und er wollte, dass die heile Welt kaputt gemacht wird. Und das hat mich als Kind irgendwie schon fasziniert, dass jemand den Wunsch hat, nicht was aufzubauen, sondern was abzubauen oder zu zerstören. Das fand ich sehr interessant. Aber ich habe bis jetzt, also nicht bis jetzt, aber habe lange nicht begriffen, was er mit dem Lied gemeint hat. Das hieß Annabelle.

Wir machen ganz stumpf weiter mit Annabelle. Das war Annabelle von Isolation Berlin. Das ist eine Band aus Berlin, die ich sehr mag. Da war ich zum Release ihrer Platte, die war im Krematorium, das fand ich sehr passend. Das Lied Annabelle, ich glaube, wenn es um Namen geht, das kommt aus dem Französischen und Belle heißt ja so viel wie schön. Belle eher gibt es in Amerika, bei Los Angeles würde ich mal denken, heißt ja auch gute Luft. Manchmal ist es interessant, wenn man sich so ein paar Wörter versucht so zusammenzureimen, wo sie so herkommen oder so. Und bei Belle fällt mir der Honecker-Witz ein, den ich so gemocht habe, wo der ins Kinderheim geht und den Kindern Geschenke bringen. Da sagt er, ich habe hier so Teddys für euch und Mahlzeug und greift weiter in die Tüte. Da ist ein Ball drin und da sagt sein Security, sagt Bälle. Was? Bälle. Bälle, der Wau, Wau, Wau. Das war der Beklang. Da muss ich selber lachen. Ich komme jetzt drauf wegen Bälle.

Jetzt geht es weiter mit Bilderbuch. Eine Band aus Wien, die hat auch ein Lied über ein Mädchen gemacht. Da war ich auch im Konzert, auch eine Rekord-Release-Party, ich gehe wohl oft da hin, weil zu normalen Konzerten ist das immer so fischvoll oder ich weiß auch nicht. Jedenfalls war das in einer Volksbühne, was eigentlich ein schöner Ort ist, aber das waren die letzten Tage von Castorf und da war im großen Saal die Bühne, also das Publikum schräg, da hatten sie Asphalt schräg gegossen und ich stand auf einer Schräge und hatte Schwierigkeiten, das Konzert zu genießen, weil auf einer Schräge stehen ist anstrengender, als man denkt, weil man will immer einen Schritt nach vorne gehen oder runterrutschen und die Füße, die stehen so schräg. Das ist so, wie wenn man am Strand lang läuft, so stundenlang. Da tun einem dann auch fisch die Füße weh, weil es zum Wasser immer so abwärts geht. Da muss man sich dann rumdrehen und andersrum gehen. Aber dann kommt man ja meistens nicht da an, wo man losgehen wollte, äh, wo man hinkommen wollte. Wir spielen jetzt das Lied Monika. Also ich habe gedacht, das heißt so, aber das heißt Baba.

Nächste Lied heißt Maggie. Man könnte jetzt denken, ich gehe hier alphabetisch vor, aber das ist super. Ich habe natürlich ins Internet geguckt, ich gebe es zu, weil ich wollte mal sehen, was es so für Lieder gibt mit Frauennamen oder Mädchennamen. Ich habe festgestellt, es sind Hunderte, also ich hatte nicht die geringste Chance, nur einen Bruchteil davon zu spielen oder ich spiele nur einen Bruchteil davon. Jetzt sind es so viele, dass man kaum klarkommt und bei M ist jetzt Maggie und Monika, mehr ist es da nicht. Maggie ist von keinem Zeit, wer weiß, ob das eine Freundin ist, ich fand die Band immer gut. Was mich ein bisschen gestört hat, war der Name, weil Keimich ist bei uns im Osten, war irgendwie, klang wie dreckig oder so, das war so ein Armeelied, immer alles keimig und Armeewort verkeimt und so eklig. Und ich dachte, eine Keimzeit, ich wäre nie darauf gekommen, dass damit gemeint wäre, dass damit die Zeit gemeint ist, in der eine Pflanze jetzt keimst und wächst. Ich dachte eher an Schimmelpilze, obwohl die ja nicht keimen. Pilze sind ja eher eine Art von Tieren, habe ich gehört mal. Wegen der autotrophen Ernährung oder der heterotrophen wiederum. Weiß ich nicht. Jedenfalls Keimzeit und Maggie.

Das ist aber für die gute Laune. Alles ganz gemütlich. Das war das, was für mich vielleicht an Keimzeit ein bisschen gestört hat, dass da alles so lieblich und sahnig war, dass da mir ein bisschen die Ecken und Kanten gefehlt haben, wo man sich ein bisschen daran festhalten konnte, dass sie mal über was wütend waren oder so. Das habe ich bei denen hier gesehen. Die hatten immer so eine strahlend gute Laune. Das macht einem schon fast Angst.

Jetzt kommt Anna vom Freundeskreis. Ich weiß ja nicht, wer der Freundeskreis jetzt eigentlich ist. Ob das jetzt eine eigene Band ist oder ein Zusammenschluss aus mehreren Bands. Ich weiß nur, da hat Joy Della Lalani auch mitgemacht oder Della Lalani. Ich weiß nicht, ob ich jetzt ein L so zu viel habe. Und die war jedenfalls ein Sehnsuchtsobjekt von der Band Icke und er. Und die haben in ihrer Biografie geschrieben, dass sie extra zuvor Music gegangen sind, damit sie Joy Della Lalani mal kennenlernen. Aber haben ihre Platte rausgebracht, die auch ganz toll wurde. Aber sie haben sie wohl bis jetzt noch nicht getroffen. Und bei unserer Mädchennamensendung bietet sich natürlich an, dass wir das Lied spielen Anna von 1999.

Da sind wir also immer noch, also zumindest ich, begrüße Sie zur zweiten halben Stunde und es geht heute um Mädchennamen und es ist ja nicht so, dass wir nur in Deutschland Mädchennamen haben, sondern natürlich auch in England. Und die Cocteau-Twins. Wie das Mädchen hieß, muss man selber rausfinden. Ich muss ja hier nicht alles so vorkauen. Die Cocteau-Twins waren keine Zwillinge, obwohl der Name eigentlich impliziert. Lustig ist, meine Tochter sagt immer Zwinglinge, weil ich es sehr passend finde, weil Zwillinge ist ja so wie zusammengeschweißt, wie mit so einer Schraubzwinge so zusammengemacht, dass sie was zu tun haben miteinander, zwangsläufig, was sie sich ja nicht ausgesucht haben. Und ich weiß noch nicht, weshalb sich die Cocteau Twins so genannt haben. Also es ist eine gute 80er-Jahre-Band, die versucht haben, bei John Peel unterzukommen. Der hat die auch gespielt in seiner Sendung und sich angehört, aber wollte sie nicht produzieren. Und dann sind sie beim Label 4ID gelandet, um mal ein bisschen was Fachliche zu erzählen. Jetzt kommt ein Lied, auch über ein Mädchen, was ich über einen Film kennengelernt habe. Und es gab mal so auch die 90er Jahre oder so, wo Eddie Murphy so beliebt war, wo die lustigen Filme mit ihm rauskamen. Und ich kann mich auch an die Anfangsszene erinnern, wo er im Gefängnis sitzt als Gefangener und irgendwie verprügelt wird oder weiß ich was. Und irgendwie gehen alle raus, er ist ganz alleine in der Zelle und fängt dann mit Pieps Stimme an Roxanne zu singen. Da habe ich mich weggeschmissen.

Ich höre oft schon über Bandnamen, was ihr sagt, dass ich mich immer wieder wundere, wie Bands erfolgreich werden können, die so einen komischen Namen haben. Wenn man sich die Polizei nennt, ich weiß nicht, ob ich das als Fan jetzt so richtig gut finden würde in Deutschland, aber so Police, das nimmt man einfach so hin. Aber einfacher ist es doch, wenn man wie der Nächste einfach seinen Namen nennt als Musiker und der Name heißt Michael Jackson. Kennt ihr bestimmt schon mal was gehört und der hat ein Lied gemacht, was Billie Jean heißt, wo ich nicht genau weiß, ob es wirklich ein Mädchen ist, weil er singt ja auch, ist not my son, aber Billie ist ein Name, wo man auch wirklich nicht weiß, ist ein Mädchenname, ein Jungname. Bei Alex ist es so, Nico kann Mädchen sein, wir hatten in der Klasse auch René, ich weiß nicht, ob man das noch anders aussprechen kann als Mädchenname, aber ich glaube, es gibt Mädchen, die René heißen und Jungs auch, wir hatten in unserer Klasse zwei, ich bin 73 eingeschult worden. Wir hatten drei Christians, zwei Renés, drei Mikes. Also, und das waren Jungs. Billy gibt es auch als Mädchen und als Jungen und sogar Steffi. Ich kannte den Jungen, der Steffi hieß. Der hat so Currywurst verkauft am Kolbitzplatz so nach der Wende. Der heißt immer noch Steffi und ist ein Mann. Aber jetzt kommt, wie gesagt, Michael Jackson mit Billie Jean.

Die Stimme von Michael Jackson, wie die von einer Frau klingt, kann natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass Lieder über Mädchen natürlich hauptsächlich von Männern gemacht werden. Aber ich habe noch eins gefunden, was auch von einer Frau gesungen wird, und zwar von Susie und die Banshees. Wobei ich jahrelang dachte, es heißt Susie und die Banshees. Das heißt ja Seoxie, also von diesem Indianerstamm abgeleitet. Und ich dachte immer Susie und die Banshees. Ich dachte so Susie und die Bandscheiben oder so. Und die macht ein Lied, das heißt Christine. Und irgendwie gab es den Film, da war das ein Plymouth oder ein Burg, irgendwie ein Auto, was sich immer verselbstständigt. Und ich weiß ja nicht, ob sie jetzt wirklich von einem Mädchen singt oder wirklich auch ganz stumpf als Mädchen. Nicht von einem Mädchen, sondern von einem Auto. Das wäre sehr interessant. Ich muss mal auf den Text hören, Christine. Das war Christine.

Jetzt kommt ein Lied mit einem Doppelnamen. Deswegen besonders schön. Es heißt Mary Mary. Ich bin großer Freund von Doppelnamen. Es gibt ja auch Talk Talk, Duranduran oder Major Major im IKS-Haken. Und das finde ich, das hat dann so eine, das wird nochmal so richtig bestätigt. Man könnte öfter mal was. Es gab ja auch den Film-Film, den Film-Film-Film. Der war dann richtig gut, der war auch nicht besser als der Film. Aber der Film-Film klang irgendwie total geil. Ich esse gleich Mittagmittag oder Abendbrot, Abendbrot. Das kommt also Mary Mary von, das wurde 1966 geschrieben und erst einmal von einer Butterfield-Blues-Band veröffentlicht. Was ist ein Butterfield, frage ich mich. Also, dass der so hieß, das weiß ich schon, aber die Namen, die kommen ja meistens auch von der Bedeutung her. Und ich stelle mir gerade das Butterfeld vor. Vielleicht meint man ein Butterblumenfeld. Ich bin hier wieder auf linguistischen Spuren, wenn das so heißt. Ich kümmere mich mal um die Butterfield-Blues-Bände. 1968 wurde es wieder von den Monkeys veröffentlicht. Und die Monkeys schreiben sich aber nicht mit E-Y wie die Affen, sondern mit Doppel-E, woraus ich schließe, dass das auch der Familienname, der Monkey-Mitglieder ist. Und wir hören jetzt aber eine Version von Run DMC.

Ich habe noch eine Frau gefunden, die Amy Winehouse. Die hat das Lied Valerie gemacht und da ist es wirklich unheimlich schade, dass die gestorben ist. Ich stelle mir dann immer vor, was hätte die noch für gute Titel schreiben können und singen können, wenn sie nicht gestorben wäre. Das Interessanteste, fragt man sich bei denen, die nicht gestorben sind, dann natürlich nicht, weil die machen ja noch Titel oder manche machen dann auch keine mehr. Aber da fragt man sich nicht, warum, sondern die machen dann einfach nichts mehr. Aber irgendwie bei denen, die gestorben sind, fehlt dann irgendwie was. Valerie.

Jetzt habe ich noch ein Beispiel dafür, was passiert, wenn man nicht stirbt, sondern einfach immer weiter Musik macht. Jetzt kommt nämlich ein Lied von den Stones. Der Opel unter den Rockbands hat jemand mal gehässigerweise gesagt. Ich war es nicht. Ich war ja eigentlich Stones-Fan und ich spiele auch ein Lied, was älter ist, als sie noch jung waren. Lady Jane, es ist ein bisschen schwierig, wenn man so ein Lied von Mick Jagger hört, weil er galt ja als der totale Frauenheld, ich habe mal eine Biografie gelesen, die war von, weiß ich, aus den 80er Jahren oder so, aus den 90er Jahren, da ging es darum, wer mit wie vielen Frauen geschlafen hat, der Gewinner war Bill Wyman, der Bassist, stand Unzählige, dann kam Mick Jagger mit irgendwie 100, weiß ich wie viele, 170 oder so, also schon bis dahin in der Zeit. Dann kam Brian Jones mit 100, nee, umgekehrt. Also ich weiß ja, ob Mick Jagger 170 und Brian Jones 100 hatte, aber einer von beiden so in dem Dreh. Und dann kam, wer spielt noch nochmal? Keith Richards hatte nicht so viele. Oder hatte der 100? Aber Brian Jones hatte mehr als Keith Richards und Bill Wyman hatte auf jeden Fall am meisten und Mick Jagger wohl am zweitmeisten oder am drittmeisten. Und als letzter kam der Trommler, kam Charlie Watts mit einer einzigen und das war seine Frau. Das hat mich tief beeindruckt, wie man in so einem Rocktrubel das schaffen kann, wirklich zu seiner Frau treu zu bleiben in so einer Jugend. Und gerade wenn man als Musiker von den Frauen auch so angebetet werden, wie das bei den Stones der Fall war. In der Biografie stand, die Mädchen standen im Flur Schlange. Das muss man sich mal vorstellen, die standen Schlange. Also nach mir stand da keine Schlange. Auch nicht die Lady Jane.

Abend weiter jetzt mit Flake, hier bin ich wieder und wo ich auch bin, da ist auch Johnny Cash nicht weit, hier ist er mit Delia.

Das war Johnny Cash unverkennbar und wir bleiben bei diesem Gefühl. Wir kommen zu Mississippi, John Hurt. Das ist noch ein bisschen älter als Johnny Cash. Das war irgendwie in den 40er und 50er Jahren, wo die Grenze zwischen Country und Blues eigentlich noch richtig fließend war. Weil die haben auf dem Land zusammengelebt und der einzige Unterschied war eigentlich, Country waren vorwiegend weiße Leute und Blues waren schwarze. Aber vom Grundgefühl her sind die sich sehr, sehr ähnlich. Und Mississippi John Hurt habe ich vor 40 Jahren im Radio auch gehört. Und da hat der Sprecher erzählt, dass ein Lied kommt über einen alten Mann, der sich ganz doll wünscht, dass er noch lebt bis zum Frühjahr und dass er dann die Vögel wieder singen hört, die dann anfangen zu zwitschern oder so und eher so alt ist. Und da dachte ich natürlich auch, dass der Sänger schon so uralt ist, dieser Mississippi John Hurt. Aber das war er noch nicht. Der war in der Zeit noch total jung und hat nur das Gefühl von den Alten irgendwie gut übermitteln können. Hier ist das Lied Corinna, da ist sogar auch ein Doppelname, auch Corinna, Corinna. Und das geht mir auch sehr ans Herz, weil die Stimme klingt so, als sei sie direkt an meinem Ohr irgendwie. Wahrscheinlich waren da die technischen Gerätschaften so, dass das irgendwie so direkt klang, als sitze ich mit ihm in einem Zimmer.

Sipi John hört, ich kann jetzt immer noch verstehen, was halt mir das als Kind so gut gefallen hat, weil das ist so eine angenehme Musik. Die Gitarre, die zupft so schön und die Stimme klingt so ernsthaft, doch verliebt irgendwie, das ist einfach ganz tolle Musik und ich frage mich, wieso die Kindermusik, die sonst gemacht wird, so fürchterlich schlecht ist, also es gibt jetzt wahrscheinlich auch schon ein paar, die sich ein bisschen Mühe geben, aber wenn ich so eine Kinderlied CD höre oder so, da muss ich fast brechen, weil man hat den Eindruck, als sind die Kinder, als wären die für geisteskrank gehalten oder, also es ist, als wäre das Niveau der Kinder einfach dumm. Bloß Kinder, die sind nicht dumm, die kennen einfach nur noch nicht so viel, aber Kinder haben es meiner Meinung nach verdient, wirklich gute Musik zu hören, die qualitativ hochwertig ist, mit Liebe gemacht ist und ich verstehe nicht, wieso man sich für Erwachsenenmusik mehr Mühe geben sollte als für Kinderlieder oder so und manche Lieder sind irgendwie Kinderlieder, also wie das zum Beispiel eben fand ich als Kind prägend und das hat mich mehr geformt als irgendwelche Häschen in einer Grube oder so.

Jetzt kommt gleich noch ein Lied, was ich als Kind gehört habe und eigentlich nur als Kind und dann nie wieder, weil so das Lied einfach nicht mehr im Rade kommt. Matilda von Harry Bella Fonte.

Hier sang ich jetzt sogar ein Kinderchor mit. Da frage ich mich aber natürlich auch, hören Kinder gerne ein Kinderchor oder ist ein Kinderchor was gerne Erwachsene hören? Also meine Oma hat immer beim Fernsehen, meine Oma war blind, muss man auch dazu sagen, als sie sehr alt war. Die hat immer den Festumzug gesehen, den Karneval in Köln oder Mainz oder was ich wo das ist. Und das lief ja acht Stunden im Fernsehen am Stück oder so. Und sie saß davor, hat natürlich nichts gesehen, aber wollte auch nichts verpassen. Und sie sagt, was sie am meisten liebt, sind Kinder in Uniform, die da so festlich verkleidet waren. Vielleicht mögen nur erwachsene Kinder in Uniform, vielleicht mögen auch nur erwachsene Kinderchor. Und Kinder wollen eben Erwachsene hören, so ist das eben. Aber das war Harry Belafonte, ich hätte fast Fontabelle gesagt, aber den Gag hat schon hier Stefan Remmler mal gemacht auf irgendeiner Platte. Von Harry Belafonte hat man noch lange nichts gehört. Er lebt aber wohl noch. Der ist sehr, sehr alt. Man hört nur immer was von seinem Sohn, der irgendwie mit Kim Kardashian zusammen ist oder der anderen, weiß ich gar nicht. Und dann hat er so verprügelt. Ich muss mal in die Gala gucken. Irgendwie haben die Söhne von berühmten Leuten ja immer Schwierigkeiten, weil sie müssen ihre eigene Identität finden und sie werden immer an ihren Eltern gemessen. Das muss sehr, sehr schlimm und schwierig sein. Enrico Iglesias gibt es ja auch. Der Sohn von Julio Iglesias macht wohl so auch Musik. Ist auch mit ihm zusammen, mit einer Frau. Ich glaube, die Katze hier Katzenberger ist auch mit dem Berühmten so zusammen, König von Mallorca oder so, gibt es auch Ärger. Vielleicht gibt es mit so einen Leuten so immer Ärger. Und wir haben auch mal einen Sohn so kennengelernt, wir haben auf einem Festival gespielt und da kam ins Backstage so ein bärtiger Schluffi mit seinem Rucksack drin, sagt, ja, er will die Band mal so kennenlernen. Dann haben wir gefragt, ja schön, wer er ist und so. Sagt er, er ist John Lennon. Da haben wir gesagt, ja schön, ob er mal bitte wieder gehen kann und so. Dann hat er sich herausgestellt, war Sean Lennon. Also war wirklich der Sohn von John Lennon. Aber er hat so genuschelt oder wir mit schlecht verstanden dachten, da kommt so ein Typ und sagt, er ist John Lennon. Das wirkt ja dann auch ein bisschen obskur. Und da haben wir ihn gebeten, wieder zu jedem so aus Versehen. Und jetzt weiß ich immer noch nicht, was das so für ein Typ ist. Ob der auch ein netter Sohn ist von John Lennon oder auch so ein schwieriges Kind.

Jetzt machen wir leih weiter mit Leonard Cohen. So long, Marianne.

Ich finde, man hört hier richtig, dass Lennart Kohn diese Frau wirklich gekannt hat und dass es die wirklich gab, weil er hat so viel Gefühl in dieses Lied gelegt. Und diese Frau hieß wirklich auch Marianne, Marianne Ilen aus Norwegen. Mit der war er verliebt. Das war auch so eine Art von, mit ihr war er verliebt, das Quatsch. In sie war er verliebt und das war eine Art Muse auch von ihm. Und als sie 2016 81-jährig gestorben ist, ist er extra nach Europa gefahren oder kurz vorm Tod, so hat er sie noch besucht oder so. Und dann ist er 2017 ja selbst auch gestorben.

Jetzt kommt Susie Q von José Feliziano. Das Lied ist aber nicht von ihm, sondern von Sissi A. Und José Feliziano ist ein blinder Gitarrist und Sänger, den wir kannten, weil es einfach eine Amiga-Platte von José Feliziano gab. Und das war eine sogenannte Lizenzplatte, das hieß irgendein Weststar, wurde im Osten auch veröffentlicht und das haben wir gekauft. Völlig egal, was da für Name drauf stand, was der für Musik gemacht hat, Hauptsache es war was aus dem Westen. Und dieser José Feliziano hat viele Welthits im Prinzip nachgespielt, so auch von den Doors und so weiter. Und Susie Q war ja zu der Zeit auch schon eine Art Welthit. Und ich finde aber im Nachhinein, dass seine Versionen von den Liedern echt was Eigenes haben und auf ihre Art irre interessant und gut sind. Hier ist Susie Q.

Ganz besonders den Schluss fand ich als Kind total gut. Nach Suzy Q kommt Peggy Sue, das reimt sich, deshalb habe ich die auch hintereinander gelegt. Peggy Sue gab es auch wirklich, war die Freundin von Buddy Holly, der auch dieses Lied singt. Und der hat die kennengelernt, weil Ritchie Wallens, sein Gitarrist, war mit der Schwester zusammen, der Donner. Und der hatte damit auch ein Riesenlied, dieses Oh Donner, Oh. Und die beiden Schwestern haben bei dem Flugzeugabsturz dann direkt nach dem Konzert ihre Männer oder Freunde verloren, was wirklich sehr hart ist. Jetzt sind viele Musiker im Flugzeug abgestürzt, was daran liegt wahrscheinlich, dass viele Musiker auch fliegen, weil ein normaler Mensch muss ja nicht so oft von einem Ort so zum anderen schnell. Otis Redding ist abgestürzt, weil er nicht mit dem Bus fahren wollte, weil die Heizung im Bus kaputt war, wollte er so seine Stimme schon. Glenn Miller ist abgestürzt und ich glaube Quiet White oder so, diese Heavy Metal Band, da sind welche abgestürzt, weil sie zum Spaß mit dem Privatflugzeug irgendwie so rumgeflogen sind und die anderen wecken wollten, die noch im Bungalow lagen und zu knapp über dem Bungalow geflogen sind und hängen geblieben sind. Das ist sehr dramatisch und der Ene Trommler hat auch einen Arm verloren und spielt noch weiter, was ich sehr gut finde. Dass er noch weiter spielt, nicht dass ihm der Arm so abgefallen ist. Wir machen, also jetzt kommt das Lied. Peggy Sue.

Hier bin ich noch. Schön, dass Sie noch dabei sind. Falls Sie noch dabei sind, das kann ich gar nicht sehen. Wenn Sie nicht dabei sind, ist das auch nicht schlimm, weil dann hören Sie es ja nicht. Weiter jetzt mit den Mädchennamen. Ich habe heute eine Sendung über Mädchennamen und jetzt kommt einer der schönsten Namen, Jennifer O’ Jenny.

Jennifer kommt Susie Lee. Ich bin sehr froh, dass ich einen Grund gefunden habe, um wieder die White Stripes rauszusuchen, weil die ich richtig gut finde. Und zum Glück, da haben sie auch ein Lied über ein Mädchen gemacht. Ich weiß ja nicht, wer bei denen die Texte gemacht hat oder so. Ich finde auch die Meg White gut. Bloß über die lässt sie schlechten Lied machen, weil Meg, Meg, Meg, Meg klingt einfach blöde. Susie Lee ist da schon besser.

Einen ganz großen Sprung zurück nach Österreich zu Falco. Der ist bekannt geworden mit dem Kommissar. Da habe ich auch gedacht, naja, was ist denn das? Das war so in einer neuen deutschen Welle. Dann kam Amadeus, das war irgendwie ein absoluter Kracher. Und ich lobe aber sein Bekanntes, das war dann Genie, wo es einem mehr um ein Kind wahrscheinlich geht als um eine Frau. Und das Lied ist mit großer Skepsis auch aufgenommen worden. Darf man sowas singen? Kann man sowas machen? Ich bin der Meinung, ja. Weil es ist grundsätzlich besser, irgendwas zu benennen oder auszusprechen oder sich auch mal in die Psyche von anderen Leuten reinzuversetzen. Da in der Beziehung fühle ich mich mit Falko dann auch verwandt. Hier ist Genie.

Das ist ja wirklich ganz schön bedrückend, aber ich finde, dafür ist Musik da, dass das Gefühle auslöst, dass man sich mit Sachen so auseinandersetzt und das ist eben nicht alles schön und immer nur auf gute Laune zu machen, ist nicht die Lösung, aber gute Laune ist trotzdem auch was Gutes und was Wichtiges und jetzt kommt was mit guter Laune, Emanuela von Fettes Brot, ich hätte gesagt vom fetten Brot, damit es grammatikalisch richtig ist, aber ist ja eh egal, von Fettes Brot.

Aus dem fetten Brot oder dem, das fettes Brot, kommt Trio. Das ist der Name einfacher, da gibt es kein der, die oder das. Und diese Band wird ja oft der neuen deutschen Welle zugerechnet, wo sie eigentlich gar nicht hingehören. Sie selber jedenfalls haben sich nie in der Richtung gesehen, sondern etwa eher eine Art Kunstprojekt oder so von Stefan Remler und Krawinkel. Die haben ein Haus gemietet, um da drin zu wohnen und hatten als Produzenten, man glaubt es kaum, Klaus Vormann, den Beatles-Produzenten, der mit John Lenn die letzten Platten gemacht hat. Der hat sich an ein Trio gehängt und hat mit denen die Platten gemacht. Und dieses berühmte Da-Da-Da-Ich-Lieb-Dich-Nicht haben sie in Zürich aufgenommen bei dem Yellow-Chef Peter Mayer. Nee, Dieter Mayer, ich verwechsel mich, weil der eine ist von Pudis, der Keyboarder, und der andere von Yellow. Die Dieter Mayer ist, glaube ich, der Yellow-Mann. Und in diesem Studio haben die das Da-Da-Da aufgenommen. Und später sind sie ins Ken-Studio gegangen und Jackie Liebezeit und Chukai waren oft bei ihnen im Studio, haben da so zugehört und sie beraten. Das lobt man gar nicht, dass die in dieser Richtung gearbeitet haben. Und durch die Zusammenarbeit mit Klaus Vormann kam es auch dazu, dass sie Lieder von Yoko Ono aufgenommen haben und gespielt haben, die aber leider nie auf irgendeiner Platte erschienen sind. Mal sehen, ob die nochmal irgendwann rauskommen. Mich würde es schon so interessieren. Aber hier ist erstmal, lass mich rein, lass mich raus, beziehungsweise die ganzen Mädchennamen, die dann auch kommen. Das ist doch wunderschön. Eigentlich sind Trio die deutsche Antwort auf die White Stripes, wenn man es genau nimmt. Von der Einfachheit des Schlagzeugs her und so und von der Struktur der Musik. Aber auch, wenn man es jetzt weiß, im Prinzip ein würdiger Nachfolger von The Can. Was ja eine deutsche Band ist. Trio ist einfach Trio.

Jetzt haben wir es schon fast geschafft. Das letzte Lied kommt, Lola, was fast schon ein Synonym für viele Mädchen ist. Wenn man den Mädchennamen nicht kennt, dort eine Frau mal ansprechen will. Ey Lola, kann man mal so rufen. Ist natürlich totaler Quatsch. Das Lied ist von den Kings. Die gab es schon vor den Beatles, so das glaubt man kaum. Und die Kings heißen eigentlich nicht die Kings, weil sie wie die Könige sind, sondern die Kings heißen so, kommen von Kinky, die ein bisschen Verrückten. In der Zeit erwartet er so, dass man wie auch die Beatles so einen komischen zweideutigen Namen genommen hat, denn die Beatles heißt ja auch nicht die Käferchen, sondern die Beat, die im Prinzip schlagen, die Schläger, die kleinen Schläge. Oder ist das jetzt falsch so übersetzt? Ich verabschiede mich ganz herzlich, war schön, dass Sie dabei waren, wenn Sie denn dabei waren, mit den Kings und Lola. Bis zum nächsten Mal.