Die Sendung December 2021
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Flake talks about food.
Transcript
Und herzlich willkommen. Ich wollte eigentlich jetzt kauen beim Essen und so lustig sein, mit vollem Mund sprechen, aber meine Frau sagt, mit vollem Mund spricht man nicht. Also nicht nur meine Frau, das sagen viele, weil ich anscheinend oft mit vollem Mund spreche, was daran liegt, dass ich oft esse. Also ich esse oft und ich will gern oft auch sprechen. Und das Ergebnis, die Summe daraus ist, dass ich mit vollem Mund spreche.
Hier geht es aber nicht um Sprechen, sondern um Musik. Und da fällt mir folgendes auf. Das Leben ist so, sagen wir mal, 80, 90 Jahre lang. Davon schläft man 20 Jahre. Dann sagt man immer so fünf Jahre ist man auf dem Klo, was ich sehr eklig finde. Also sowohl die Vorstellung und wie lange man sich jetzt die Fingernägel schneidet und so. Aber was keiner sagt, also man hat bestimmt auch Sex und zwar, aber es fällt mir das Rechnen schwer, also wenn ich jetzt von zweimal die Woche ausgehen oder so, von 18 bis 30, zwei Minuten, also im Vergleich zu dem, worauf ich jetzt kommen will, ist es nichts und zwar im Vergleich mit dem Essen. Ich esse am Tag fast so viel, wie ich schlafe. Quatsch, das sind die anderen, die Panda-Bären oder die anderen, die Koalas, die essen so viel, wie sie schlafen. Die essen sogar mehr als sie schlafen. Also die einen brauchen die Kraft zum Schlafen, zum Essen, um Kraft zum Essen zu schöpfen und die anderen müssen so viel essen, dass sie zwischendurch schlafen können oder so. Also bei mir ist Essen und Schlafen natürlich auch die Haupt- oder bin ich auch wach zwischendurch. Irgendwas mit Arbeit war auch noch oder so.
Aber eigentlich, also ich bin mal gekommen, 15 Jahre Essen im Leben. Und das ist doch, da ist es doch völlig bizarr, dass in der Musikwelt, also gerade im Rock'n'Roll, handeln 80 Prozent der Lieder vom Sex und ich sage mal 0,2 Prozent vom Essen, 0,1 Prozent. Und da muss sich echt was ändern.
Mit diesem Text kann ich mich eins zu eins identifizieren. Bei uns gab es Weihnachten Gans oder Ente oder irgendein Tier mit Klößen und mein Vater hat die Klöße gemacht und die haben so gut geschmeckt. An das Fleisch kann ich mich gar nicht erinnern. Das Fleisch ist mir völlig wurscht gewesen. Ein guter Gag. Die Wurst war mir aber nicht Fleisch. Aber die Klöße, die waren eben wichtig, wie er schon sagt, er reimt auch wichtig und süchtig, weil es ein sehr guter Reim ist. Und die Klöße einfach mit der Soße gegessen, also die Klöße kamen auf den Teller, wurden geöffnet zum Abdampfen. Darin waren noch diese krossen Brotstückchen, die haben bestimmt auch ein Thüringer Fachwort wie Schrumpeln oder Klumpeln, wie ist der Geier. Jedenfalls haben diese abgedampft und dann habe ich die Soße drauf gemacht und das habe ich gegessen. Und das war für mich der Inbegriff des Festessens. Und man konnte damit auch, also ich, die Anerkennung meiner Großeltern erringen, wenn ich mehr als zwei Klöße gegessen habe. Man freut sich ja, also mir ging es später auch so als Vater, wenn die Kinder schön viel essen. Und mit den Klößen habe ich meinen Eltern und Großeltern eine große Freude machen können, indem ich die immer gegessen habe. Und dann schließt sich der Kreis. Dieses Lied hat meine Tochter mir vorgespielt. Da wirkt ja nie drauf gekommen, ich höre es und misse nicht. Weil sie auch die Thüringer Klöße so gerne isst und weil sie das von uns so übernommen hat. Ist das nicht irre?
Also wenn ich es nicht gewusst hätte, ich hätte ihn jetzt ja auch nicht erkannt. Das war Grönemeyer, der konnte ja richtig gut Klavier spielen, also ich denke, er kann es immer noch. Aber so ist er ja früher so aufgetreten, er ist in irgendeinen Club gegangen, irgendwie in Hamburg in einer Fabrik oder so, als ich ihn keiner kannte. Ist er da reingekommen, hat sich zwei Stunden ans Klavier gesetzt, da rumgehämmert und alle, die da waren, haben mir gesagt, Mensch, das wird da nie jemand verzeihen, der, man versteht ja kein Wort. Aber das Lied von der Currywurst, also das hätte ich, wenn ich das gehört hätte, wäre ich sofort so Fan gewesen. Und Lied über Currywurst zu machen fängt total gut. Dabei ist die Wurst ja ein Überbegriff. Also Wurst, es gibt ja Fleisch und Wurst. Aber die Wurst an sich ist ja dann nochmal extra und die Currywurst dann nochmal extra. Und ich kenne Wurst als Schimpfwort. Ich weiß nicht, ob das aus, ich habe ja nicht mit Vegetarien zu tun, aber die Wurst heißt einfach, man hat keinen Kopf obendran und ist gefüllt mit, naja, ich will nicht sagen, also ich war auf dem Schlachtefest, fange ich mal so an. Und das Schwein wurde geschlachtet, das war alles okay, man hat gesehen, da sind die Rippen, da sind die Steaks, das schneidet man nicht ab. Und unten läuft dann so ein ekliger Brei raus, der eigentlich aus Fett besteht, aus Fettklunkern und Innereien. Also was dann so Leber oder Blut oder so. Und das wird gerührt und dann in den Darmrinne stopft, der eigentlich ja eh schon, also der Darm ist, wo eigentlich schon die Kacke drin ist und alles. Und dann läuft dann so, also man denkt, Wurst ist ja ein bisschen Fett drin, kann ja sein. Aber die Wurst, die wir da gemacht haben, war eigentlich nur Fett. Also zu 95 Prozent Fett und Sachen, die man eigentlich wegkippt. Also irgendwie ganz da wegmachen. Und das war dann gefüllt mit Wurst und das war wirklich sehr, sehr eklig. Und wenn man dann zu mir sagt, du Wurst, dann fühle ich mich jetzt nicht geschmeichelt oder komplementiert oder so. Und wir hatten in der Schule, haben wir gesagt, Gesichtssalami, weil das waren dann die Pickel. Also in der Salami, da sind ja diese Fettklunkern drin und wenn man das aufs Gesicht übertragen hat, wenn man sagt, da kommt jemand, also die Gesichtssalami kommt, muss ich offen sagen, da war ich froh, dass ich nicht der war, der gemeint ist oder ich habe sich mitgekriegt, dass ich so auch gemeint habe. Also auch gemeint war, aber ich denke mal nicht. Also Wurst zum Essen, ja, als Mensch, nein.
Ich kannte das Lied ja als Kind schon, als Udo Jürgens Fan, der ich ja war oder bin, hat mich das Lied tief beeindruckt und am verrücktesten fand ich, dass man sich wirklich tot essen kann. Es gibt ja auch den Film Das große Fressen, ich hab den nicht gesehen, ich hab den mal angefangen zu gucken, mir wurde es dann einfach zu langweilig irgendwie, weil die gegessen haben halt die ganze Zeit. Also das gibt ja, heißt Foodporn, also Essensporno im Prinzip, wo man die Leute nur essen sieht und sagt, oh geil, geil, geil, geil, aber so weit bin ich noch nicht. Also mein ganzes Leben richtet sich eigentlich nach dem Essen aus. Ich weiß bei jedem Konzert, an jedem Ort, was ich gegessen habe, weil das ist ja auch wichtig, das vergisst man ja nicht, das Essen, was ich esse, meine ganzen Zellen sind das, was ich gegessen habe. Also jede Wurst, jeder Fettklunker ist jetzt in meinem Körper und aus diesen Sachen bestehe ich zurzeit. Und da sollte man sich doch ein bisschen Mühe geben und sich wenigstens merken, was man isst, denn du bist, was du isst.
Das war bitte mit Sahne. Und das sehe ich als Metapher. Also bitte mit Sahne, damit ist gemeint, man kann ja was machen oder auch in Untergang gehen. Aber wenn, dann richtig. Also, ich habe irgendwo, da gab es mal eine Szene, ich weiß nicht, ob es im Film war oder im echten Leben. Und er sagt, oh du, ich hau dir aufs Maul. Und dann sagt der andere, ja, aber bitte mit Sahne. Das heißt dann, also dann, aber auch richtig. Und nicht jetzt nur so tun oder wenn die Welt, dann die Welt in seiner ganzen Schönheit und in seiner Gänze mit allem drum und dran. Dieses Bitte mit Sahne kann man ruhig mal öfter sagen, am Tag auch, wo es nicht hinpasst oder so. Dann kriegt es schon seine Bedeutung. Und hast du jetzt Feierabend? Ja, aber bitte mit Sahne, da passt es nicht. Okay, eigentlich passt es an ganz wenigen Stellen. Ich denke mal nach beim nächsten Lied, ob mir was einfällt, was Bitte mit Sahne, wo man das noch im Alltag sagen kann.
Wir bleiben aber thematisch in einer süßen Ecke.
Haben Sie ihn erkannt? Ich habe ihn nicht erkannt, aber jetzt steht er zum Glück da, wer es ist. Peter Alexander. Jetzt weiß ich immer nicht, manchmal muss man ja erst den Nachnamen setzen und dann kommen und dann den echten Namen, dann heißt er dann Alexander Peter. Gibt es ja auch, also man weiß es nicht genau. Hängt davon ab, ob er jetzt beim Flughafen unterschreibt oder so. Der kommt aus Salzburg, ne Quatsch, die Nocken, die kommen aus Salzburg. Er kommt aus Wien, ist da geboren und auch gestorben. Ich dachte, er lebt noch, aber ich verwechselt mit Roland Kaiser. Lebt der noch, da müsste der andere ist tot, der Karl Gott. Da konnte man mal endlich den Satz sagen, du Gott ist tot. Lacht keiner auch nicht. Also es war mal wirklich so, der hat mal Till mal angerufen, da hat er gesagt, Ruhe, Gott ist am Telefon. Da haben wir gesagt, okay, dann soll er doch ein bisschen mit Gott sprechen, mal sehen, was er sagt. Peter Alexander heißt Peter Alexander Ferdinand Maximilian Neumeyer, vor allem die, die es mal wissen wollten. Jetzt kommt jetzt was kompliziert, das kann ich nicht mehr aussprechen, obwohl es nicht auf Englisch ist. Po wie die Tatschkerln. Och, Alexander Peter, wenn mich nicht alles täuscht. Also, Po wie Tatschkerln, Tatschkerln. Ich hasse so eine Verkleinerung wie Seppherl, Kasperl, Erlherl. Milch, das ist für mich kein Essen, ich bin nur auf Fleisch versessen. Wenn's auch nur ein ganz, ein kleines Stück wär. Und die ganzen Milchspeissorten, Kugelhof, Ballert, Schinken, Torten, Essig nicht, weil ich davon zu dick wär. Eine Milchspeis, nur die mag ich, die ich esse jeden Tag, da vergesse ich ganz auf mein Gewicht. Kann ich so ein Milchspeis kriegen, lass ich alles stehen und liegen, denn auf die bin ich direkt erblich.
Mann, Mann, das geht so schnell. Also, wenn sie sich schon überhaupt mal so Zeit nehmen, um über was zu essen zu singen, ist das gleich so kurz, dass man wieder überhaupt zu nichts kommt. Peter Alexander, wir machen mal gleich wieder süß Schokolade, das ehens dir sowas hilft. Solide und habe nie ein Rendezvous. Ich gehe höchstens mit den Eltern. Ein Stück spazieren ab und zu. Mein Vater sagt, so muss das bleiben. Und dafür schenkt er mir Konfekt. Doch neulich platzte mir der Kragen. Weil mir Konfekt nun mal nicht schmeckt.
Ich weiß nicht, ob ich das auch so sehe. Also ich bräuchte, ich würde jetzt eher die Schokolade nehmen als den Mann. Ich bin doch nicht Trude Herr, sondern Herr Truder, den Gaggack auch schon mal gemacht. Das ist schlimm heute.
Wir kommen zu einem ganz, ganz ernsten Lied von Freigang, das heißt Eisbein-Onkel, da geht es um jemanden, der Eisbein isst, aber das ist vielmehr ein Sozialdrama, sage ich jetzt mal, weil André als Sänger oder Texter ist einfach angewidert von einem Menschen, der klein, bürgerlich sich nur um sein Essen kümmert, um sein Glück und so für sich selber so ein Eisbein in sich reinfrisst, wofür ein Schwein gestorben ist, worum er sich nicht kümmert. Und der guckt dich auf den Nachbarn, der hasst Punks, der hasst Blues-Fans, nimmt der Eisbein-Onkel mit personifizierte Böse. Und immer, wenn ich dieses Lied höre, hatte ich ein ganz klares Bild vor Augen. Mein Freigang hat auch am Teutoburger Platz gewohnt und wir sind essen gegangen in Alt-Berliner Bierstuben am Seenofelder Platz unten. Das war so im Halbkeller, das heißt jetzt so Terrain oder jedenfalls, man musste so Treppen so runtergehen und drin hat so die Luft gestanden. Da war dieser ostdeutsche Gaststättengeruch nach diesem alten Öl und diesen Entlüftungsklappen, was so ganz schlimm gerochen hat. Und es durfte natürlich noch drin geraucht werden, volle Suppe mit Karo und allem drum und dran. Und die Fenster waren so ein braunes Butzenlas, da ist kein Licht drin viel und die waren auch noch dreckig. Und da in diesem dumpfen, überhitzten, verrauchten Dingens saßen dann Freigang und am Nachbartisch der Eisbein-Onkel. Das ist ein Bild, was ich nie mehr aus dem Kopf rauskriege, zumal ich in meiner Jugend und so im Prinzip nie in Gaststätten war, weil meine Eltern ja gekocht haben und mein Vater fand generell das rausgeschmissenes Geld für schlechtes Essen, Geld auszugeben, wenn man selber kochen kann und das ging mal nur im Urlaub oder so und ich muss sagen, dass es mir im Osten in einer Gaststätte schmeckt hätte, ist nicht vorgekommen, ist nicht passiert und Eisbein würde ich auch nie in einer Gaststätte, obwohl dann später doch. Also in Alt-Berliner Biersturm habe ich kein Eisbein gegessen. Lassen wir das mal so stehen.
Jetzt soll man jetzt denken, also schon mit dem Kloßlied war die Musik ja grenzwertig. Und jetzt beim Eisbein wieder, sollte man jetzt Rückschlüsse ziehen, dass Leute, die Eisbein essen, intellektuell nicht so interessiert sind. Weil an einem Vegetarier habe ich selten so ein Blas-Bums-Musiklied gehört. Und das klang jetzt irgendwie sehr volkstümlich zu, sage ich mal. Vielleicht ist es auch volkstümlich, Eisbein zu essen oder so. Es ist schwierig, von dem, was man isst, auf den Charakter zu schließen. Oder eigentlich ist es genau das richtig. Denn man sagt ja nicht umsonst, du bist, was du isst.
2002 oder so. Es ist wirklich passiert, dass Herr Maywes einen anderen Menschen, den er im Internet so kennengelernt hat, teilweise aufgegessen hat. Darüber haben wir dieses Lied gemacht. Der Herr Maybes hat gegen das Lied geklagt, er fühlte sich da verunglimpft, hat aber kein Recht bekommen, also wir durften das Lied weiterspielen. Und er ist ja jetzt auch schon wieder 18 Jahre im Gefängnis oder so und will entlassen werden, wird aber, ist wegen ungünstiger Prognose immer noch im Gefängnis. Er hat aber mit der BILD gesprochen und hat gesagt, er schmiedet Zukunftspläne. Sein Anwalt hat gesagt, er würde nach seiner Entlassung gerne ein anonymes Leben führen. Verstehe ich auch nicht, warum man ein anonymes führen will, wenn er auch ein Prominentet führen könnte. Zumal er wirklich bekannt ist, aber das will er machen. Und er durfte bis jetzt schon tageweise und in Begleitung von zwei Beamten die Justizvollzugsanstalt verlassen. Also es könnte sein, wenn sie mal auf der Straße sind, dass der Herrn Maywes treffen. Auch eine Frau habe er schon kennengelernt, mit der er eine Beziehung aufbauen will. Da sage ich einfach nur mal, guten Appetit.
Zwei Gründe, dieses Lied zu wählen. Eyes of Eggs hieß der Titel und Achteimer Hühnerherzen, die Band. Genialer Name, ein geniales Lied. Und mit dem Eis kann ja auch Essen gemeint sein. Also es gibt auch welche, die Eis in den Ring schmeißen, unnötigerweise, wo man es doch auch essen kann.
Jetzt kommt da ein Lied, was wieder wegen des Band-Namens ausgewählt wurde. Die Band heißt Fettes Brot. Und ich glaube, dass das so was ist wie so ein Begriff wie Strammer Max, wo keiner weiß, was das ist. Also Fetscher Teller heißt es in Sachsen, heißt es Fetscher Teller, also Fetschen Teller, das ist ein Teller mit Sülze, Eisbein oder auch diese Triologie, das Schreckensteak so liebe, Blutwurst, Leberwurst und Bratwurst zusammen, könnte auch ein Fetscher Teller sein. Also so im Leipziger Raum gibt es das. Birne Helene gibt es ja auch als Name, womit keiner was anfangen kann, der das nicht kennt. Ich meine, was ist Schwarzwälder Kirsch? Da ist ja kein Schwarzwald drin. Apfel-Charlotte finde ich noch richtig gut. Also Apfel-Charlotte heißt richtig. Und das ist so Apfel zusammengebacken mit Zwieback. Ich will aber nicht über Kochrezepte reden. Man sagt, ja, Kochen ist der Sex des alten Mannes. Und ich finde das so langweilig. Ich meine, alle erzählen, ja, machst du noch hier Petersilie ran und Basilikum und das und das? Ich esse das, was da ist und mache das so, dass ich es essen kann. Also wenn ich es nicht roh essen kann, dann koche ich was. Ich brauche da keine Rezepte, ich habe kein super Rezept. Insofern kann ich mich mit dem Begriff fettet Brot absolut identifizieren.
Bis zum Kaufmannsladen, denn da gibt's die allerbesten Brötchen weit und breit. Kann am Thesen kurz mal lesen, was die Zeitung schreit. Irgendwas von einem Großangriff und zieht die Bomben auf keine Stadt. Viele Menschen ums Leben bekommen die Mehrpunkte gleich gemacht, wir nur einst danach. Ich zahl und verlasse den Bäcker, hören auf den Nachrichtensprecher. Da gibt es mal dramatisch verschlechtert, neue fantastisches Wetter. Plötzlich gibt's einen Knall, tausend Scherben überall. Die Nachbarskatz hat zerbischt bei einem Verkehrsunfall. Der Amplik kann einem echt die Laune verderben. Es fällt diesen Mistvieh ein, hier genau vor meinen Augen zu sterben.
Absolute Wahnsinnsshow im Radio. So schadenfroh, Tagen sagt, wieso? Wir kommen vom Hungertod nach Scherzen in der UNICEF. Wer nicht grabt, gesundes Obst, ähselt in der Moni, ne? Seh ein Kind, in dessen traurigen Augen mit Fliegel sitzt. Weiß, dass das sehr grausam ist, doch scheiße, man, wir fühlen, ne? Was ist denn bloß los mit mir, verdammt, wie ist das möglich? Vielleicht hab ich schon zu oft gesehen, man sieht's ja beinahe täglich. Doch warum kann mich mittlerweile nicht mal das mehr erschrecken, wenn irgendwo Menschen an dreckigen Wasser verrecken? Das dumpfe Gefühl, diese Leere im Kopf, sowas kann uns nie passieren. Und was wäre, wenn doch, um mich zerreißen die Fragen, ich kann den Scheiß nicht ertragen. Die haben mir nix mehr zu fressen und ich hab Steine im Marken. Absolute Wahnsinnsshow, im Radio Schadensackung. Was hat er gerade gesagt? An so einem normalen Samstag passiert auf bestialische Ader ein ganz brutaler Anschlag, bei dem sechs Leute starben, die Verletzten schreien nahmen, diese entsetzlichen Taten lassen mich jetzt nicht mehr schlafen. Und ich seh's noch genau, das Bild im TV, ein junger Mann steht dort im Stau, fleht um Kind und Zau. Jetzt frag ich mich, wie ist es wohl, wenn man sein Kind verliert, noch bevor's seinen ersten Geburtstag hat, doch das unterstreicht meine Frust und Krach. Vielleicht waren die Atentäter, voller Hass von den Gegner, vielleicht gab es Liebe für Familien, sie waren sogar selber Väter. Manchmal, wenn ich Nachrichten seh, passiert mit mir etwas Seltsames. Ja, doch wir sind Eltern jetzt, haben ein Kind in diese Welt, ja seltsam. Kommt es vor, dass ich Angst davor krieg, dass uns etwas geschieht, dass man den verliert, den man liebt, dass es das wirklich gibt. Mitten in der Nacht werd ich wach und bin schweißgebadet. Schleich ins Bett meiner Tochter und hör, wie sie ganz leise atmet. Absolute Wahnsinnsshow, im Radio lag so schadenfroh.
Ich kann mich noch an eine Zeit erinnern, als Alfred Biolek der einzige Koch war, den man kannte, der im Fernsehen gekocht hat oder so. Und wir hatten als Band auch eine Kochcrew mit, die immer mitgefahren sind zu den Konzerten und lustig gekocht haben und auch Späße gemacht haben. Und die sind dann irgendwann auch ins Fernsehen gegangen und haben dann irgendwelche Gaststätten, die ganz schlecht liefen, sind sie dann so hingegangen und haben die Vordermann gebracht und haben denen gezeigt, wie man kocht und so. Und irgendwann wollten wir die wieder mit auf Tour nehmen. Und dann hat unser Produktionsleiter gesagt, Jungs, wisst ihr was? Also mir reichen schon Rockstars auf der Bühne. Da brauche ich nicht nur welche in der Küche zu haben. Und ich glaube, das meint auch ein bisschen Heinz Strunk im nächsten Lied.
Ich habe dich neulich im Fernsehen gesehen als TV-Koch. Glaubst du, dass du jetzt das ganz große Ding machst, wie Melzer oder Schubeck? Dabei wolltest du eigentlich zur DEKRA. Doch selbst da haben sie nicht genommen, wegen theoretischer Prüfung. Hast du also ne Kochlehre gemacht, wie früher die ganzen übrig gebliebenen? Hast Koch noch so ein richtiger Assi-Berufer, wie Müllmann oder Gaswasserscheiße? Kleiner, geiler Fernsehkoch, trägst ne extra weite Schürze, damit man deinen Steifen nicht sieht. Wenn du dich aufs Abschmecken konzentrierst, sabberst du uns essen. Du kriegst keine einzige geile Alde vor's Rohr mit deinen vergammelnden Kräutern. Höchstens die Omis im Saalpublikum. Was kannst du eigentlich schlechter, backen oder kochen? Deine Soßen schmecken nach Scheiße und deine Soufflets fallen schon im Backofen auseinander. Weil du kein Stück telegen bist, übst du deine Grimassen heimlich vorm Spiegel wie Adolf Hitler. Kleiner, kleiner, geiler Fernsehkoch, du fadest was von Molekularküche. Dabei kannst du noch nicht mal marinieren. Pass auf beim Zwiebelhacken, das sind nicht gerade frisch gemolkene Fixer in deine Hände oder Lord. Rührst mit deinen dicken, kurzen Armen in der Hacksoße und träumst von einem eigenen Restaurant, wo du jeden Abend das Geld säckeweise nach Hause trägst. Läuf aber nicht, du Affel. Deine allerneueste Schwachsinns-Idee, Blindverkostung von Leberwurst. Und der Handy-Burger, der erste Burger, der beim Essen klingelt. Mach mal lieber ne schöne Knochensuppe und handgepflückte Adamsäpfel. Kleiner, geiler Fernsehkoch. In Kollegenkreisen nennt man dich den Angebrannten. Frag mal wieso, arschgefickter Kartoffelsmoothie bist du, mehr nicht, fertig schnauze, danke. Die Weiber finden dich immer noch genauso eklig wie früher, mit deinen Mecklenburger Herrenwindeln und Eiersweatshirt aus den 90ern. Du trittst mit deinen Käsemauchen im Kartoffelstampfrumpf, wie so ein Mongo. Glaubst mit deinen zerbeulten Hightech-Töpfen könntest du was reißen, dabei kannst du original nix. Selbst sein Stockbrot hat scheiße geschmeckt damals. Du würdest gern mal Johann Lafer die Eier schaukeln, aber das macht ja schon der andere, komplett behindert.
Ich glaube, ich muss jetzt ein bisschen gegensteuern. Hot Chocolate ist ein schöner Name, eine schöne Band. Und ich kenne die, also ich kenne den Sänger, falls er das ist, der Holger John, der immer die Partys gemacht hat und ausgerichtet hat in Dresden. Der hatte immer als besonderes Event, Thaddeus Punkt mit dem Bleistift, den hat er ja mal so angeschleppt, als er noch gelebt hat und eben den Hot-Chocolate-Sänger sagt, das ist der echte Sänger von Hot-Chocolate. Der singt für euch hier Pudiolauf und mir oder so ein Quatsch. Und Ecke hat der Hot-Chocolate ja nie gesehen. Wir hatten ja keine Bilder, wir hatten keine Filme, wir hatten keine Fotos. Nichts. Deshalb weiß ich bis jetzt nicht, ob er die Wahrheit gesagt hat oder ob er irgendeinen Scharlatan mir vorgesetzt hat, der immer Pudiolauf und mir gesungen hat. Aber es klang original wie das, was wir jetzt Jahren, dass sie noch dabei sind beim zweiten Teil vom Essen. Wobei man überlegen muss, ob Essen und Trinken wird das so zusammen. Für mich ist Kaffee dasselbe, Essen und Trinken.
Auf YouTube das Lied von Rocco Schamoni gefunden. Hier steht Matthias Stroh da. Also die war noch zu zweit auf einem YouTube-Video. Rocco Schamoni saß am Tisch mit einer Tasse Kaffee und hat Gitarre gespielt und geraucht. Das muss man so erst mal bringen. Es wird eh nicht viel geraucht mehr auf der Bühne. Ich finde es aber sehr sexy. Ich habe mal selber natürlich als Klavierspieler oder Keyboarder habe ich auch geraucht bei vielen B-Konzerten und habe gemeint, das geht gar nicht, weil wenn man die Zigarette im Mund hat, muss man durch den Mund einatmen, weil wenn man durch die Nase atmet, zieht man den Raucher dann in die Nase von der Zigarette direkt ein und wenn man die Hände nicht freit, die aus der Hand zu nehmen, es raucht sich ganz schlecht auf der Bühne, es isst sich aber gut. Also manchmal nehme ich mir auch was zu essen mit oder so. Ach, das sollte echt keiner wissen, weil keiner will ein Rockmusiker haben, der auf der Bühne ist. Aber ich nehme ja manchmal so ein kleines Paketchen mit oder so. Auch Schokolade ist ja sehr günstig oder so.
Etwa die Tasse Kaffee. Sehr schönes Lied. Tasse Kaffee mit Milch zählt als Essen. Ohne Milch nicht. Also wenn man jetzt hier diese Intervallfastenkur macht, dann keine Milch in Kaffee machen. Habe ich gleich wieder einen Tipp für das Leben mitgegeben. Ich habe meinen Kaffee immer mit Milch getrunken. Und musste dadurch immer frische Milch im Haus haben, was mich viel genervt hat, weil wenn die Milch sauer war, ich habe die ja immer gekostet, und wer saure Haare schon mal im Mund hatte und schon halb Hinterschluckt hat, der weiß, soweit ich meine, man kriegt so einen Brechreiz, man spuckt alles ins Waschbecken und ich habe den Wasserhahn in den Mund gehalten und aufgedreht, um das auszuspülen. Der Geschmack ging den ganzen Tag nicht weg und hat jeden zweiten Tag, wenn immer die Milch so schlecht wird, wieder irgendwann halt aufgehört, Milch im Kaffee zu trinken. Und seitdem macht auch das Frühstück mehr Spaß, egal ob es ein Frühstück oder ein Spätstück ist, wie bei den Gebrüdern Blattschutz. Blattschutz ist was anderes, ich meine Blattschutz. Kinder, Frühstück. Mach doch mal das Radio an. Den Tisch. Ist toll, den wieder umwerfen. Möchtest du dein Ei? Möglichst schmeckt dir der Kaffee? Nicht die Bohne, der Kaffee, den du machst, ist ein Witz. Dann lach doch. Mutter! Ja? Mutter, ich kann nicht sehen, wie du dich abschuftest. Mach doch die Küchentür zu. Noch ein Toast, noch ein Ei, noch ein Kaffee, noch ein Ei, etwas Marmelade, etwas Konfitüre. Noch ein Toast, noch ein Ei, noch ein Kaffee, noch ein Ei, etwas Marmelade, etwas Konfitüre.
Wir nehmen uns ein nasses Handtuch und stellen uns vor den Spiegel. Dann nehmen wir die rechte Fußspitze und führen Sie in locker kreisender Bewegung mit dem Nasenflügel. So stehen bleiben. Nun den linken Fuß an den rechten Nasenflügel, aber immer locker kreisen. So, warum gar nicht schwer? Jetzt den rechten Arm durch die Beinschere am Nacken vorbei, zwischen die Schulterblätter. Dort liegen lassen. Mit der anderen Hand lassen Sie nun einen Medizinball locker auftippen. Und eins und zwei. Und morgen verrate ich Ihnen die Auflösung des Knotens. Noch'n Toast, noch'n Ei, noch'n Kaffee, noch'n Brei, etwas Marmelade, etwas Konfitüre. Noch'n Toast, noch'n Ei, noch'n Kaffee, noch'n Brei, etwas Marmelade, etwas Konfitüre. Darf ich schon rauchen? Ja, aber bitte nicht so laut. Kann mir einer sagen, wie spät es ist? Ich. Ich! Noch'n Toast, noch'n Ei, noch'n Kaffee, noch'n Brei, etwas Marmelade, etwas Konfitüre. Noch'n Toast, noch'n Ei, noch'n Kaffee, noch'n Brei, etwas Marmelade, etwas Konfitüre. Ei, schmeiß doch mal die Butter rüber, ja. Das war ein Kracher, war der Butter. Da habe ich mich als Kind schon gefreut. Das ist wie der gute Otto-Witz mit die Augen essen mit, mit diesem dreckigen Kamm auf der Butter. Aber, ja, Gebrüder Blatsch ist, ich glaube, das Bodyband von Kaldal, der auch gestorben ist, glaube ich. Aber irgendwann, ja, wie gesagt, Sophie Hunger ist die nächste. Die habe ich ausgewählt, weil die so einen schönen Namen hat. Das ist ja echt der Geburtsname Sophie Hunger. Ist so gut, weil die klingt so hungrig. Sie ist Schweizerin. Sie hat als Kind Klavier gelernt, wie ich, würde ich jetzt sagen. Und ihr Vater hat Jazz und Punk gehört. Und die Mischung finde ich so genial. Was ist das für ein Vater, der Jazz und Punk hört? Weil eine schließt ja eigentlich das andere aus. Weil wer Punk ist, der lehnt ja diese Jazz-Gefriemel ab. Oder wer Jazz hört, sagt Punk, hier auf drei Griffen rumkloppen, ist doch alles nichts. Finde ich gut. Und dadurch ist sie mit den Musikrichtungen frühen Berührungen gekommen. Und über ihre Mutter hat sie Volkslieder kennengelernt. Weil die Mutter hat Volkslieder gesungen oder so. Und dann hat sie sich als Jugendliche schön im Gegenstrom für Hip-Hop und Rhythm and Blues interessiert. Und dann als Erwachsene fand sie noch Country and Bluegrass gut. Und jetzt wollen wir mal hören, was rausgeworden ist.
Don't forget who makes the music, don't forget you and me again. Walking on my shoulders, you're speaking in my name. We are maybe equal, but we are not the same. I'll fuck, I'll fuck every day and seven. I'll fuck, I'll smile everywhere and all the time. You and me again. Von ihrer neuen Platte, mir gefällt sie wirklich gut. Und man sagt ja, dass das eigentlich ein Kompliment ist, wenn man von Musikern sagt, die sind noch hungrig. Weil wer satt ist, also früher hat man gesagt, Karat, Karat, Pudis, was soll die da noch spielen? Die haben da alle, die sind da satt. Und das war eigentlich die schlimmste Beschimpfung. Eine Band, die satt ist.
Ich sollte da den Mund erst nicht zu voll nehmen, weil es auch schon wieder ein Gag ist, wie als Sprachdienst beim Essen. Aber ich hoffe, dass sie noch länger so hungrig bleibt, weil das ist wirklich eine super Künstlerin.
Ich habe gerade Stollenkonfekt gegessen und bin allergisch auf Nüsse, deshalb habe ich jetzt hier so einen Kratzen, geht aber da wieder weg, ich esse gleich noch mehr. Die wichtigste Mahlzeit des Tages ist das Frühstück. Wir haben gelernt, du sollst essen wie ein Kaiser, also frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie Wissig nicht mehr und Abendbrot wie ein Bettler. Und jetzt sollte wohl das Gesunde sein, dass man sich morgens den Bauch vollhaut, dann ein bisschen isst und zum Schluss ja nichts mehr. Jetzt hat sich herausgestellt, das ist alles totaler Blödsinn. Aber das Frühstück ist doch die wichtigste Mahlzeit, so Nachricht hätte ich fast gesagt. Und das berühmteste Frühstück, was ich eigentlich kenne, ist Breakfast bei Tiffany. Das erste Buch, Breakfast at Tiffany, also es heißt Frühstück bei Tiffany im Deutschen von Truman Capote. Da wiss ich wenigstens, wie man ihn richtig ausspricht und das musste man in unseren Kreisen irgendwie gelesen haben. Truman Capote war irgendwie wichtig. Ich habe es gelesen, ich war zu jung. Ich habe nichts begriffen. Ich habe nicht gewusst, was daran so geil ist, was jetzt diese Tiffany's ist, was das alles soll. Habe es nicht verstanden. Aber habe dann irgendwann den Film gesehen und der ist ja süß irgendwie. Spielt da nicht auch Doris Day oder sowas mit? Jedenfalls, dann habe ich ein bisschen begriffen, worum es geht und die Katze und so. War alles so süß. Und habe aber diesen Zauber und weshalb das jetzt so wichtig ist und weshalb das so ein episches Werk ist, habe ich bis jetzt noch nicht verstanden. Aber es ist oft so, dass Bücher ein Jahr weiterbringen und ganz doll beeinflusst. Und die nächste Band zum Beispiel hat sich noch in einem Buch benannt. Und das Buch heißt The Autobiography, das geht mein Bestes. The Autobiography of a Supertramp von W.H. Davis. Und jetzt kann man dreimal raten, wie jetzt die Band heißt, die danach benannt worden ist. Und das Lied heißt aber auch Frühstück in Amerika, also Breakfast in Amerika.
Klang jetzt mal, als ob es gut geschmeckt hat. Aber der Schmack ist das eine beim Essen. Das andere ist, ob es reicht, ob es viel ist. Ich kenne ihn, ich will jetzt keine Namen nennen, aber er ist Sänger in einer berühmten Band. Wenn man den fragt, hat es geschmeckt? Dann sagt er, ja, hat gereicht. Also die Quantität ist wichtig. Und Essen ist nur gut, wenn es viel ist, wie eben auch andere Sachen, die eigentlich danach bemessen werden, ob es einfach viel ist. Weil es gibt Menschen, die brauchen einfach immer mehr.
Passionfood. Ich hoffe, damit ist wirklich die Passionfood gemeint, nicht wieder was sexuelles, wie mancher immer hinter den Texten vermuten würde. Das war Drake. Da könnte ich mir schon vorstellen, dass das auch was sexuelles ist. Drake kenne ich nur, weil es der Ex-Freund von Rihanna ist. Und er hat sie kennengelernt, also nicht, er hat eine schöne Liebeserklärung gemacht, wobei schön ironisch gemeint ist, weil das war eine Radiosendung und er hat einen Hasskommentar gegen Chris Braun losgelassen. Chris Braun war der Ex-Freund von Rihanna, der sie auch verkloppt hat. Und dann hat er am Rad gesagt, Mann, ist der scheiße. Also ich kann jetzt nicht genau, was er wörtlich gesagt hat. Und dann hat er gesagt, Mensch, der muss mich ja lieben, wenn der Chris Braun so blöde findet. Aber sie waren immerhin sieben Jahre zusammen. Und es wäre eigentlich auch schön, wenn die Lia Song mit Rihanna das Einzige gewesen wäre, was ich von Drake gehört hätte. Weil das Lied hat mir jetzt nicht so gefallen. Die Passion Fruit. Und mal sehen, ob mir das nächste Lied gefällt. Es ist von Jack Johnson, heißt Banana Pancake, was ich ja in sich okay finde. Pancake heißt nicht Pfannkuchen, wie man jetzt übersetzen könnte, sondern Eierkuchen oder Crab. Und mit Banane kann man machen, muss man nicht. Und Jack Johnson ist ja bekannt als der gut gelaunte, entspannte Surfer, der sich dann mit der Gitarre hinsetzt, wenn kein Wind ist und in der Sonne so seine Liedchen trellert. Trellern ist nicht das richtige Wort, brummelt. Und bei den Surfern, die ich kenne, ist der der absolute Star. Die lieben die, die sagen, ey, und dann hat der schönste Tag im Jahr mich so hingesetzt und hat Jack Johnson gehört und so. Und mir ist aufgefallen, dass das Bild der gut gelaunten, entspannten Surfer völlig falsch ist. Weit weg von der Realität, weil Surfer haben immer schlechte Laune. Also Windsurfer. Weil entweder ist kein Wind, dann sitzt du da und sagst, scheiße, jetzt bin ich zur Ostsee fahren oder zur Nordsee oder Mittelmeer oder was ich. In kein Wind, scheiße, scheiße ist kein Wind, ist kein Wind und mein Urlaub ist weg und in kein Wind und alles ist schlimm. Frau wird verprügelt, nee, so schlimm ist es nicht. Und dann kommt Wind und sagen sie, scheiße, scheiße, der Wind ist zu doll. Ich hab nur das 840er-Segel, aber ich brauch das 820er und ich kann ja nicht fahren und so ein Scheiß. Und der Wind ja flaut ja morgen wieder ab und jetzt kann ich nicht eins, ich bin Fuß verstaucht und so eine Scheiße. Also Surfer sind nicht entspannt.
Also es fällt jetzt schwer zu glauben, dass Surfer nicht entspannt, dass sie total entspannt sind, aber es ist doch, dann überlege ich auch, ob Helge Schneider auch wirklich so lustig ist. Also man sagt ja, dass die Leute, die beruflich so lustig sind, privat ganz doll grießgrämig sind, missgelaunt, ärgerlich und so. Mir sind da auch schon ein paar untergekommen, wo das auch zutrifft, da nenne ich jetzt keine Namen, auch keine Andeutungen. Da war ich aber sehr enttäuscht, also wenn man Leute live auf der Bühne sieht und denkt, oh ist das lustig, die sind ja so schnell im Kopf und man muss so lachen und dann trifft man die danach und da sind jetzt so schlecht gelaunt, die sagen, ey kannst du mal hier nicht sitzen und rauchen oder irgendwie, also irgendwie ist man dann enttäuscht und will das nicht. Bei Helge Schneider, den habe ich zum Glück noch nicht so kennengelernt, dass ich ihn schlecht gelaunt treffen konnte und bin eigentlich auch ganz froh drüber, obwohl ich bei ihm glaube, er ist wirklich so ein sonniges Gemüt, ist er ja eigentlich gar nicht, aber ein kluger, guter Mensch.
Ja, die Verbindung wird bestimmt richtig gut. Ich hatte auch mal so eine Verbindung. Also ich bin einem Betrüger mal auf dem Leim gegangen, also bin sozusagen in langsamer Arbeit betrogen worden und dieser Mensch hat mich einwickeln können, weil später haben mich alle gefragt, wie kannst du nur so bescheuert sein, wie kannst du denn mit dem was machen und so sieht da jeder auf den ersten Blick, bist du völlig behämmert. Und da sage ich, ja, ja, richtig, aber der ist halt jeden Tag gekommen und hat mir leckeren Kuchen, so mit der Quarktasche oder Franzbrötchen immer besonders lecker gemacht. Und Kuchen ist eben was ganz Besonderes. Mit Kuchen, da kriegt man mich.
Jetzt kommen wir zu Stampfkartoffeln, womit auch ein Tanz gemeint sein kann. Und zwar dieser Tanz, der so ist, dass man hüpft und stampft, als ob man Kartoffeln stampft mit den Füßen. Ich dachte, das ist Sauerkraut oder so, aber Smashed Potatoes ist ein amtlicher Tanz und der klingt so. Kumpfkartoffeln, also wie heißt es bei uns, Kartoffelbrei, esse ich sehr gerne, am liebsten dick mit Butter angerührt. Wobei meine Cholesterinwerte mir dazu schaffen machen, da könnte ich noch viel erzählen, aber das schaffen wir jetzt gar nicht in der Essenssendung. Ich mache mal eine Sendung über Krankheiten und Gebrechen, dann werde ich mal näher auf meine Cholesterinwerte so eingehen. Alles, was damit zusammenhängt, Atherensklerose, pipapo. Und ich will sie in den schönen Abend, Feierabend entlassen mit dem Gedanken, es hat eigentlich kein Essen gibt, was nicht schmeckt. Also ich esse alles. Ich esse Spinat. Ich esse Flecken. Ich esse Gehirn. Ich esse, also Katzen habe ich jetzt noch nicht probiert oder so. Muss ich auch nicht essen. Aber ich habe Schneckendarm gegessen in Japan, so ein verfaultet Ei. Und Ameisen als Ei und als Stück. Schrecken. Ja, das ist alles in Mexiko. Wir haben alle, was dasselbe bestellt, alle, was andere gekriegt, auch Lammfleisch in Taschentücher entwickelt oder so. Weiß ich, was das alles war. Also manchmal weiß ich auch gar nicht, was ich gegessen habe, aber dass ich sage, schmeckt mir nicht oder Essen ist schlecht, gibt es für mich nicht. Und das kann man ja auch ein bisschen als Vorbild nehmen oder fürs weitere Leben generell nicht immer meckern, sondern erst mal testen. Trifft doch für diese Sendung hierzu.
Alter, dann Tschüss.