Die Sendung March 2023
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Flake talks about hair.
Transcript
Hallo, herzlich willkommen zur Sendung über das Thema Haare, über Haare, mit dem Thema Haare. Ich hoffe, Ihnen geht es jetzt gut, ich bin sehr fröhlich, ich war als Kind schon fröhlich, habe immer so vor mich hingesungen, wenn ich den Tisch gedeckt habe. Ich kann mich noch an eine Situation erinnern, gerade die Schüssel mit Quark, haben wir immer so angerührt mit Milch noch dazu und Marmelade rein und so. Und habe gesungen: Ende der 80er Jahre hatte der Opa noch Haare. Und dann bin ich über die Schwelle gestolpert und habe den Quark auf dem Teppich gemacht. Diese Flecken sind jetzt noch zu sehen. Im Quark ist so viel Kalk drin von der Milch oder so, ich weiß nicht. Und jetzt fiel mir ein, wieso 80er Jahre hatte der Opa noch Haare. Das war ja 1970, wo das passiert ist. Oder 1972 meinten die 1880, dass da der Opa noch Haare hatte. Dann ist er gestorben. Naja, 1920 oder 30, ist ja auch komisch. Wann macht man dann so ein Lied da drüber oder so? Dann dachte ich, vielleicht habe ich es falsch verstanden. Das heißt: Ende der 20er Jahre hatte der Opa noch Haare. Dann waren sie 50 weg, war Krieg. Ich weiß auch nicht, vielleicht erkennt jemand das Lied und kann mir das mal vorsingen, würde ich mich freuen. Weil Ende der 30er Jahre, da haben sie nicht gesungen, da hatten sie andere Sorgen, als ob der Opa noch Haare hatte oder nicht. Da war der Opa meist nicht da oder hat sich versteckt. Ich weiß es nicht. Ende.
Ich war, wie gesagt, Anfang der 70er-Jahre oder 80er-Jahre war ich ein Kind. Und mein Opa kann nicht gemeint gewesen sein, weil der hatte schon Glatze. Und zwar voll Glatze mit einem Leberfleck mitten auf dem Kopf. Da kamen drei Härchen raus. Die hat er auch sorgsam gepflegt oder so. Die waren ja ein bisschen lang standen. Die lagen nicht als Matte, sondern standen so hoch. Und ich war in einem Alter, bin ich fast immer noch, wo ich dachte, manche Menschen haben lange Haare, manche Menschen haben kurze Haare und manche Menschen haben Glatze. Ich wäre nie darauf gekommen, dass das eine Entwicklung ist oder so. Ich dachte, es gibt eben Menschen mit Glatze und Menschen nicht mit Glatze. Ich kannte mit Glatze zum Beispiel noch Pittiplatsch. Das war der Einzige, den ich mit Glatze kannte. Oder hatte der doch noch ein paar Fusseln? Weiß ich nicht mehr so genau, aber ich hatte ja, wie gesagt, keinen Fernseher. Ich hatte Zeitungen, hier die Frösi. Und meine Lieblinge sind immer noch Atomino und Konkubinchen. Oder hieß die nur Tobinchen? Was so eine kindliche Fantasie mit einem macht, ist auch immer schwierig. Aber mein Opa war ein richtiger Opa, toll mit Stock und Hut, stand ihm gut, muss man mal auch wirklich sagen. Hausschuh hat er so auch gehabt, hat immer Fußgymnastik gemacht, sah sehr gut aus, war sehr beeindruckend. Ich habe ja später bei Meierhof gelesen, dass sein Großvater auch Gymnastik gemacht hat, was man nicht sehen konnte. Die hat er nur nach innen gemacht. Also er hat sich hingestellt auf dem Balkon und so ein bisschen gewippt und in seinem Kopf war das Armkreisen und Kniebeugen und so. So in der Phase komme ich jetzt auch so langsam.
Aber darum geht es nicht heute. Es geht um Frisuren und Haare. Meine Oma war da die Eindrucksvollere. Die hatte noch Haare, ziemlich viele Echte auf dem Kopf, ist erstaunlich. Und wenn es geregnet hat, hat sie sich eine durchsichtige Plastiktüte darüber gesteckt. Wo ich erst später gemerkt habe, dass es richtige Regenhauben gibt, dass die richtig sorgfältig genäht sind. Die konnte man unterm Kinn auch zusammenbinden. Da merkt man wieder, die Babys und die Alten, die nähern sich dann wieder so ein bisschen an. Aber das Beste, was sie hatte, waren Hutnadeln. Sie hat sich einen Hut aufgesetzt und dann ungefähr 25 Zentimeter lange Nadel genommen und sich direkt durch den Hut, durch den Kopf, durchs Gehirn gesteckt.
Das war Beck mit Devils Haircut. Der Devils Haircut ist, glaube ich, keine Frisurart, sondern das meint sowas wie der böse Blick oder so. Oder man sagt manchmal, der hat eine schwarze Zunge. Wenn irgendjemand sagt: Ach, das wird schon nicht passieren, geht klar und so. Das ist doch immer Jute Young. Dann weiß man schon, dass bei dem dann manchmal doch was Blödes passiert. Oder manchmal sagt man, der hat Scheiße am Schuh, damit ist gemeint, dass er irgendwie das Unglück anzieht. Und wenn der dabei ist, wenn was schief gehen kann, geht es bei dem schief oder so. Und ich glaube, so was Ähnliches ist auch der Devils Haircut. Beck ist tadellos. Ich mag den sehr. Ich mag den so sehr, dass ich ihm den Backliner abgeworben habe. Der hat dann bei mir gespielt, der war sehr, sehr gut und das Interessante war, dass ich mit ihm mich nonverbal unterhalten konnte, da ich kein Englisch kann und er sprach auch irgendein schwieriges Englisch. Englisch ist ja nicht Englisch, es gibt ja auch Sächsisch im Deutschen, das verstehe ich nicht mal als Berliner, also als Deutscher. Und insofern habe ich ihn auch nicht verstanden mit der englischen Sprache, die er sprach, aber gemerkt, die Musik ist international und über Musik, also wir hatten nie Stress, haben uns sehr gut verstanden, bis er sich in Finnland, weil er war da mit uns auf der ganzen Welt unterwegs und in Finnland hat er sich in eine Frau verliebt und blieb dann da mit der Frau, hat Kinder gekriegt, also sie hat die Kinder gekriegt, nehme ich mal. Er wurde dann der Veranstalter in dem Stadion, wo wir immer gespielt haben. Da ist das Verrückte, da sind im Backstage die Wände der blanke Felsen. Also das sind keine gemauerten Wände, sondern man ist im Felsen drin und lehnt sich dann, schweißgebadet an den kalten Felsen an und erkältet sich. Hat jetzt wenig mit Frisur zu tun, deshalb kommt das nächste Lied.
Ralf Zukowski, der Sonnenuntergangssänger, „Zucker ist schlecht für Kinder“ hat Otto Waalkes gestern übernommen. Und die gehen davon aus, dass ein Baby drei Haare auf dem Kopf hat. Das war mein Opa, wie ihr sagt, und nicht die Babys. Es gibt Babys, die wachsen im Bauch schon mit vollen Matten auf dem Kopf. Ich kenne sogar ein Baby, was geboren wurde mit Haaren auf den Schultern. Wie Epauletten, heißt das so? Also meistens haben Kinder Haare, Babys oder eben nicht. Und die, die welche haben, kann es sein, die fallen dann aus und wachsen in einer anderen Farbe nochmal, fallen aus. Und die, die keine Haare haben bei der Geburt, kann es sein, die kriegen später ganz dicke Haare oder ganz lange oder ins Blonde. Es ist völlig egal, wie Kinder als Babys aussehen. Die Haare werden dann auch irgendwie. Und wenn sie nicht werden, dann gehen die Babys eben zum Friseur, wie hier bei den Ärzten.
Ich war mal in Spanien auf einer Backstage-Party oder so, wo man sich so unterhält. Und da haben die Spanier mich gefragt, was ich so für Musik höre, was ich so gut finde. Und fiel auf die Schnelle Johnny Cash, diesen Schwachsinn, was man ja immer sagt und so. Da habe ich gesagt, die Ärzte, die Ärzte sind richtig geil. Und dann haben sie gesagt, die Ärzte und so, die nicht so viel schreiben, wie Ärzte geschrieben wird und so. Und dann haben sie damals, ja, gibt's ja noch in YouTube oder irgendwas, da musste man ja irgendwie, ich weiß nicht, ob sie sich eine Platte gekauft haben, jedenfalls haben sie mir dann irgendwann mal geschrieben, ja, haben jetzt die Ärzte gehört und naja, ist nicht so ihr Ding, verstehen sie nicht so, also was soll denn der Quatsch? Und da habe ich gedacht, es ist schwer, die Ärzte zu hören, wenn man jetzt die Sprache nicht versteht, weil die geben sich so totale Mühe und bringen das so immer thematisch, so ein Punk dazu oder so das dazu. Und wenn man dann nicht den Text versteht, ist es schwer zu verstehen. Und irgendwann zog einer der Spanier nach Berlin und hat studiert oder wie sie alle machen und hat die Ärzte verstanden. Und dann habe ich ihn noch mal angesprochen und gesagt: Mensch, er ist jetzt Ärzte-Fan, hat ein T-Shirt mit die Ärzte und so, hat die Texte verstanden und fand das alle total gut. Und ich fand die ja sowieso gut. Und mich wundert, dass die zu jedem Thema, was ich hier in der Sendung habe, haben die immer ein Lied oder sogar auch zwei, wie hier die Ärzte mit Kopfhaut.
Also man glaubt den Ärzten ehrlich, dass sie wirklich Spaß haben, wenn sie ihre Titel so aufnehmen, das Galoppieren bringt es wirklich. Man hat ja als Kind gedacht, die Indianer haben nichts besseres zu tun, als sich über die Weißen zu stürzen und denen die zu skalpieren und denen die Kopfhaut abzureißen. Dem war natürlich nicht so, das ist auch so ein bisschen im Laufe der Zeit hat sich das so durchgesetzt, dieses Vorurteil. Eigentlich haben sie die Skalps genommen als Fruchtbarkeitssymbole, haben sie die auf dem Pfahl gespießt und übers Feld getragen, wo mich natürlich auch fragt, wer dann der Haarspender war in dem Fall, weil der Skalp ist eigentlich immer die Haare und die Kopfschwarte, also mit der Haut dran und sogar noch diesem Fettzeug, was da drunter klebt oder so. Und das ist natürlich auch bei den Grenzkriegen benutzt worden als Trophäe. Aber die Indianer hatten wirklich andere Sorgen, als ständig irgendwelche Leute zu skalpieren. Und Kopfhaut, wie die Ärzte das Lied nannten, heißt übersetzt nichts weiter als Skinhead. Weil wenn man sich fragt, was Skinhead bedeutet, hier wird es erklärt, Kopfhaut. Das ist die Filmmusik oder ein Teil der Filmmusik von Romper Stomper, ein Film, der in Australien spielt und bis dahin hatte ich gar nicht gewusst, dass es Skinheads auch in Australien gibt und die haben da gegen die Philippinen, gegen die Philippiner gekämpft, sich geprügelt und gegen die Japaner und alle versucht rauszuschmeißen und gesagt, das ist nicht dein Land, das ist hier unser Land und haben da durchmarodiert. Und da habe ich mit Erschrecken festgestellt, dass der Nationalismus international ist, also dass es Skinheads wirklich überall gibt, dass das kein deutsches Problem ist, wie ich bis dahin gedacht habe. Dabei kommen sie aus England, aber ich dachte, in England hatten sie noch so einen proletarischen Grundcharakter. Und in Deutschland ist das dann so entartet, entartet ist auch ein schlechtes Wort, hat sich das in so eine rechte Ecke entwickelt, aber dem ist nicht so, fast auf der ganzen Welt gibt es so ein Problem mit so Nationalisten, die gegen alle Fremde kämpfen oder so und das hat mich ganz schön erschreckt, aber es ist gut, dass man das mal sieht und sieht, man ist nicht der Einzige in seinem kleinen Land, sondern die Probleme gibt es auf der ganzen Welt.
Wir gehen in eine andere Ecke, um die Stimmung wieder ein bisschen hochzuholen. Das war mal ein Lehrling, der Krishna hieß irgendwie, ich weiß nicht, ob er aus Indien kam oder so und der hat Friseur gelernt, weil wir schon bei Friseur sind und zur Friseurausbildung gehört natürlich, dass man danach gründlich die Werkstatt ausfegt oder den Friseursalon. Inzwischen will ein Lehrling ja nichts mehr machen. Ich hatte mal in einer Autowerkstatt, habe ich das erlebt, also als Lehrling da und da hat der Meister gesagt, so jetzt machen wir gleich Feierabend, fegen wir noch die Werkstatt aus. Da hat er gesagt, was? Icke? Ich bin Automechaniker und keine Putzfrau. Und da sieht man mal, wie die Arbeitsmoral steht. Der hat dann auch bald aufgehört. Aber der Krishna, der war jedenfalls noch da. Der hat sich den Besen wirklich genommen und um den Friseurstuhl gefegt. Und dann sagt der Friseurmeister, du, da sind noch Haare, Krishna. Da auch noch, Krishna, die Haare. Und dann kam das Lied.
George Harrison war das und er ist nicht der einzige Beatle, der über Frisuren gesungen hat, auch Ringo Starr, obwohl Ringo Starr ja nicht so viel gesungen hat, weil er nicht so eine gute Stimme hatte, sagt man, obwohl er hat auch so schön mitgesungen, aber er hat wohl nicht so einen großen Stimmumfang und deshalb haben sie With a Little Help from My Friends extra für ihn komponiert, weil das braucht nur fünf Töne. Das kann sogar ich singen, könnte vielleicht, weil das nur einen Tonumfang von fünf Tönen umfasst oder so und das hat er geschafft und A Hard Day's Night hat er wohl auch gesungen oder jedenfalls mitgesungen oder vielleicht auch selbst gesungen, aber der Text ist auf jeden Fall von ihm, weil er ist ins Studio gekommen und hat geschwitzt und ist richtig so und sagt, ey, das war ein harter Tag. Und dann hat er auf die Uhr geguckt und war schon Nacht. Sagt er, äh, Nacht. Und so ist A Hard Day's Night entstanden. Könnte ich jetzt spielen, mache ich aber nicht, falls nichts mit Frisur zu tun hat. Aber Ringo Starr spiele ich.
Wir haben es warm ums Herz bei so einem Saxophonsound. Das war Blondie, deshalb habe ich das Lied ausgesucht, wegen Blond, Frisur, Blond, Blondie. Und ich wollte mal ein Lied nehmen, was nicht so bekannt ist. Das ist mir gelungen, ich kannte das selbst nicht, das hieß Webchar. Und Blondie, das komische ist ja, bei blonden Frauen funktioniert hier das Gender-Zeug. Das wird gegendert, Blondinen gibt es nur als Blondine. Da sagt keiner, ey, der Blonde, und gibt doch keine Blondenwitze, sondern nur Blondinenwitze. Dabei ist natürlich völlig klar, dass blonde Frauen jetzt nicht dümmer sind als blonde Männer, beziehungsweise überhaupt nicht dumm. Und das hat weder was mit der Frisur noch mit nichts Schlechtem zu tun, mal grob gesagt. Obwohl manche Witze sind wirklich so, dass sie eigentlich nicht beleidigend sind, sondern einfach süß, also ist auch ein blöd Wort, wenn die Blondine im Fotogeschäft ist und der Kunde legt einen Film hin und sagt 9x13 Abzüge, Hochglanz bitte, sagt die, geht in Ordnung, in 3 Tagen sind die Bilder fertig, bekomme ich dann keinen Abholzettel? Nicht nötig, ich habe ja ihren Namen, Herr Hochglanz. Also ich finde den irgendwie gut, das muss ja kein Blondinenwitz sein, hätte man noch Fritzchen, bloß Fritzchen würde nicht im Fotogeschäft jetzt arbeiten, weil er noch zur Schule geht. Oder steht noch einer, die Blondine fährt zur Tankstelle. Ich hätte gern etwas rotes Benzin, dringend. Ich glaube, Diesel ist eher rot oder so, aber ich will den Witz jetzt hier nicht kaputt machen. Der Tankwart schaut sie blöd an. Wozu denn das? Für meine Rücklichter, die brennen nicht mehr. Finde ich total gut, weil sie hat ja total recht, weil die Rücklichter, die sind ja rot. Und dafür braucht man rotes Benzin. Also wozu fährt man sonst zur Tankstelle? Genial. Das finde ich richtig. Das hat für mich nichts mit Blondinen zu tun oder ist nicht despektierlich. Ist einfach ein guter Witz. Also ist ja kein Witz. Ich muss auch mal schnell wieder, ich muss gelbes Benzin tanken, mein Blinker ist kaputt. Und warum nimmt die Blondine immer ein Stück Brot mit auf die Toilette, damit sie die WC-Ente füttern kann? Das ist ein Witz, den ich nicht verstehe, weil ich weiß nicht, wie eine WC-Ente aussieht. Lebt die im WC oder ist das das Ding auf der Waschmittelpackung? Also manche Witze verstehe ich halt nicht. Die sind mir zu schwierig. Und ich bin nicht der Einzige, der nicht so gut Bescheid weiß. Und, bin ich blond oder so?
Es gibt eine Band, die singt mal endlich über einen blonden Mann und nicht über eine blonde Frau, nicht über eine Blondine, sondern über einen Blondinen oder Blondin. Blonden. Hier ist Pax mit Blondie. Die Band gibt es leider nicht mehr. Da sieht man, dass man Sachen einfach nicht planen kann und das Schwerste am Musikmachen wirklich ist, eine Band zusammenzuhalten oder so. Weil Musik machen kann jeder, denke ich, also wenn er übt oder so, aber eine Band zusammenhalten ist eben eine Kunst. Da müssen die Leben auch zusammenstimmen, da müssen die Zukunftsvorstellungen zusammenpassen und das ist einfach total schwer. Fast nicht möglich. Mir ist ein Rätsel, weshalb es überhaupt noch Bands gibt. Aber irgendwie klappt es ja dann doch manchmal. Und dann freue ich mich immer und spiele die. Es ist ja für eine Frauenband fast noch schwerer als für eine Männerband, weil die Frauen von den Männern sozusagen unterdrückt werden. Die werden dann schwanger. Dann müssen sie die Schwangerschaft durchstehen mit Kotzen oder so. Dann kriegen sie das Kind. Müssen aufs Kind aufpassen, können es machen. Und der Mann verdient ja dann in seinem geilen Job das wichtige Geld irgendwie. Und irgendwann will die Frau mal auch was verdienen. Aber dann sagt der Mann, nee, ich habe hier den Job und dann müssen sie aber, das Geld brauchen sie ja dann auch. Dann sagt der Mann, ja, ist mein Geld, habe ich verdient. Und wann soll die Frau dann bitteschön noch eine Band machen oder so? Deshalb, dann nützt es auch keine Quote. Wenn man jetzt wieder eine Quote machen würde für Frauenbands, was ja eigentlich gerecht wäre, nur dass man sagt, man spielt jetzt bei Festivals oder so 50 Prozent Frauenbands, dann sind natürlich nicht so viele Gute dabei, weil es einfach nicht so viele gibt, weil die nicht entstehen konnten. Und dann sagen die Männer wieder, die Frauenbands nerven total oder so. Das ist völlig der falsche Weg. Man muss wirklich eher ansetzen und den Frauen einfach mal den Rücken freihalten. Doppeltes Geld, die Hälfte der Zeit. Also es ist wirklich schwierig, weil es gibt keinen nachvollziehbaren, wichtigen Grund, dass es weniger Frauenbands als Männerbands gibt.
Trotzdem spielen wir jetzt schon wieder einen Mann und der heißt Black, weil ich von blond zu black 70% des Aussehens ist die Frisur. Kann nur sein, dass ich irre mich und 70% der Körpertemperatur werden über den Kopf verloren oder so. Aber mir ist aufgefallen, wenn jemand blond war und sich schwarz gefärbt hat, habe ich ihn nicht mehr erkannt. Das heißt, ihr könnt jetzt im Prinzip doppelt so viele Leute wie wirklich auf der Straße so rumrennen, nur dass sie erst blond waren und jetzt schwarz gefärbt sind. Also hier ist black der andere dann.
Ich habe mir auch die Haare schwarz gefärbt mit 15 oder so. Weil ich natürlich aussehen wollte wie ein Punk. Ich hab sie mir schwarz gefärbt, dann wird man auch so schön blass. Also je schwärzer die Haare, umso blasser das Gesicht. Und dann sah ich, wenn ich die Brille so abgesetzt habe, original wie Sid Vicious aus. Bis mir auffiel, dass ich ja ein schwarz-weiß Foto war von Sid Vicious. Das kann sein, der hat auch braune Haare gehabt oder so. Aber ich dachte, ich bin Sid Vicious.
Willkommen zum zweiten Teil mit dem Thema Haare. Und im nächsten Lied werden die Haare nur einmal erwähnt, in einer Zeile. Aber da sind sie auch wichtig. Es ging natürlich um den Satz, wasch dir die Haare, bevor du verpennst, denn die gewaschenen Haare sind wirklich ein Indikator dafür, ob man noch an der Gesellschaft teilnimmt oder nicht mehr. Ich hätte dann demnach lange nicht, wäre kein Anteil der Gesellschaft gewesen, ich habe mir die Haare lange nicht gewaschen, eigentlich alle unsere Bekannten nicht. Ein Freund von mir war sogar mal im Herzberge, weil es ihm nicht gut ging und der hat sich auch die Haare nicht gewaschen und da hat der Pfleger zu ihm gesagt: Mensch, weißt du was, wasch dir da erstmal die Haare, bevor du irgendwie hier versuchst behandelt zu werden oder so, damit du erstmal wieder auf Tasse kommst. Und ironischerweise hat sich der Pfleger vier Wochen später umgebracht wegen Depressionen und der mit den dreckigen Haaren, dem geht es immer noch gut. Und also irgendwie ist das Ding, ich habe mir die Haare aus verschiedenen Gründen nicht gewaschen, einfach weil ich wahrscheinlich einfach nicht gelernt habe, dass das dazugehört zur Körperpflege, was ich ja sowieso Quatsch fand, weil die Tiere waschen sich ja auch nicht, und denen geht es gut und die finden auch einen Partner und alles und ein Fell. Also irgendwie stand es bei mir nicht auf dem Plan und als Punk und Blues-Fan ja sowieso nicht. Wenn ich mir mal die Haare gewaschen habe, sah es so fürchterlich aus, wie so ein Feudel, wie so ein, also die plusterten sich dann so hoch wie irgend so ein Kronkorken, wie so Pflaumen. Also nicht Pflaumen, sondern der Pflaumen, wie der Federpflaumen oder so, so fusslig. Ich habe mir die Haare generell nicht gewaschen. Ich wasche sie mir jetzt so, seitdem ich so, sagen wir mal, so 50 bin oder so, weil meine Frau der Meinung ist, dass man sich die regelmäßig waschen sollte. Und ja, sehe ich jetzt besser aus. Ich habe sogar ein Lied darüber gemacht.
Haare waschen ist auch gefährlich. Also ich kenne zwei, die eine Hörnautentzündung hatten, weil sie baden waren. Und dann sind sie Fahrrad gefahren oder Motorrad gefahren. Nee, Motorrad ist Helge Schneider gefahren. Der ist bei Frost nach dem Haare waschen. Nach Baden wird der nicht gewesen sein, wenn Frost ist, weil er nicht durchs Eis durchkommt. Also es hat sich die Haare gewaschen und musste schnell zum Konzert. Der hat ja früher in einer Jazzband gespielt und ist losgefahren auf dem Motorrad. Und als er ankam, waren die Haare nach hinten vom Fahrtwind festgefroren, dass er eine Spitze so nach hinten hatte. Deshalb sah ich in solchen Fällen Mütze auf oder zum Friseur gehen. Mal sehen, ob Helge Schneider das inzwischen einen Griff gekriegt hat.
So, guten Tag. Guten Tag. Ja, bitteschön, setzen Sie sich. Dankeschön. Moment, ich pumpe eben den Stuhl hoch. Oh, das ist angenehm. So, das sind aber schöne, wallende Haare. Ja, das sind meine Haare. So, ich gebe Ihnen einen Zettel. Aha, warten Sie, ich lese es ja. Ja, einmal Fasson kurz. Genau. Dann wollen wir mal anfangen. Ja, danke. Ja, sehr schön, hinten. Au! Oh, da habe ich in die Warze reingeschnitten. Das kann schon mal passieren. Warte. Auch ich bin nur ein Mensch. Friseure sind auch Menschen. Da könnte ich ja mal ein Lied von machen. Und sonst, wie geht es zu Hause? Ja, gut. Was macht die Frau? Ich habe keine. Ach, haben Sie keine. Ach so. Nee, das wusste ich nicht. Sehr interessant. Ein Mann wie Sie, keine Frau. Weggerannt. Ach so. Ja. Ach, weggerannt. So. Einmal hier über dem Ohr noch. Oh, Entschuldigung. Ähm, Moment mal eben. Dieter! Ja, Chef? Huch mal Pflaster. Ja, Moment. So, hier noch schön. Ich mach den Pony etwas kürzer. So, hier ist das Pflaster, Chef. Ach, jetzt hab ich's. Entschuldigung, jetzt hab ich's schon gemacht. Ja, was machen wir denn jetzt? Nein, ach, bleiben Sie doch sitzen. Hier ist noch, hier, an der Seite hinten noch, da. Schauen Sie. So, jetzt nehmen wir den Apparat für den Fasson, nicht? Moment, eben noch hier vorne. Und sonst so? Ja, Unfallab. Ach, das gibt es nicht. Das ist ja ein Ding. Ja, Vorfahrt, ne? Ja, genau. Der andere kam vorher. Auto kaputt. Oh, Entschuldigung. Ach, die Maschine, ja, da ist wohl ein Kurzer jetzt.
Also da wird ja jeder verstehen, dass man jetzt nicht zum Friseur eher geht, sondern die Haare lang wachsen lässt. Aber manche gehen eben doch zum Friseur. Ich weiß nicht, weshalb das? Also in der deutschen Musik- oder generell Kunstszene ist Friseur anscheinend wirklich ein ernstes Thema. Weil Mike Krüger hat auch was gemacht. Gottes Willen, also, ja, bis man ja anhebt, was man so sagen soll. Es ist natürlich so, dass man beim Friseur natürlich auch ein soziales Leben hat, dass der dazu wichtig ist, dass er viel weiß. Und es ist eigentlich gar nicht mehr ums Haareschneiden oder Färben geht, sondern einfach um unter Menschen zu sein. Viele Menschen sind einsam und was sollen sie machen? Ein Friseur, den können sie, also viele gehen zum Arzt, mir ist langweilig, ich muss mal wieder zum Arzt. Und viele gehen, ein Masseur, das kann sich keiner leisten, bezahlt ja auch die Kasse nicht. Ein Friseur, da muss man sich halt Belege draus suchen, so eine Basiswäsche oder so sieben Euro. Ich weiß gar nicht mehr, wie gesagt, ich bin beim Friseur, ich kenne es nur aus der Waschanlage. Da wasche ich mir immer die Haare, stecke einfach den Kopf aus dem Fenster. Aber das Wichtige ist das Soziale. Und deshalb haben die Friseure sich angepasst und haben auch keine normalen Friseurnamen mehr, sondern eben so einen verrückten Fancy-Namen, dass man weiß, da kann man was machen. Für die ganz Klugen gibt es Haarwart oder Herrenfriseur, wegen Haar, Haar mit der Frisur, Haarein, ist alles Quatsch. Die Coolen heißen dann wirklich so was wie Schnittstelle oder Haarspaltereien, aber cool ist das alles irgendwie auch überhaupt nicht mehr. Cool ist Crosby, Stills, Nash & Young.
Almost Cut My Hair, deshalb habe ich den Titel auch ausgewählt. Es gab mal ein Buch über die 300 größten englischen Sprachfehler. Also wenn man jetzt so Englisch lernt, gibt es 300 Fehler, die man immer wieder macht. Und eins ist mir im Kopf geblieben, also da waren immer die Sätze auf Deutsch, die musste man so ins Englische übersetzen. Und da konnte man dann sehen, ob man es jetzt richtig gemacht hat oder falsch. Und der Satz war: Ich schneide mir meine Haare selber. Ich probiert, I cut my hair myself oder so, was man dann so macht. Alles falsch, I cut my own hair. Crosby, Stills, Nash und Young, wissen Sie, die können wohl Englisch. Hat mich jetzt ja nicht wundert, wenn sie aus Amerika beziehungsweise Kanada sind. Wir sind weiter von Kanada direkt nach Australien.
Entschuldige mich hiermit. Ich will mich hiermit bei allen Rockfans entschuldigen. Ich habe AC/DC vergessen. Fielen mir einfach nicht ein. Die Kleder. Ja, ich weiß nicht. Ich war sogar im Geburtsdorf von Angus und seinem Bruder Malcolm. Und da haben sie einen Laden so liebevoll ausgestattet, so einen Buchladen, haben sie einen riesen Tonschuh, also man kann sich das alles angucken und den Lebenslauf. Wenn ich da aufgewachsen wäre, hätte ich auch so eine Art von Musik gemacht, so denke ich mal.
Das war eben Nick Cave, Black Hair. Es ist wirklich die Frage, man sagt, ja, die Blonden, ich habe jetzt eine blonde Frau und alle nicken so, ach ja, ich bin es und der, ich habe eine Rothaarige und alle, oh, ist ja verrückt und so und ja, ja, ich habe eine Schwarzhaarige, ich liebe hier, weil das Das Lied heißt irgendwie Black Hair. Aber die finde ich ja gut, ja, eine schwarzhaarige Frau, das muss das sein. Dabei sind das natürlich alles nur Farben. Und jetzt frage ich mich, ob das wichtig ist, welche Farbe die Menschen von Geburt an haben oder ob es einfach nur wichtig ist, welche Farbe man gerade gefärbt hat. Also dass eine Frau, die sich die Haare schwarz färbt, einfach eine schwarzhaarige Frau ist. Egal, was sie davor für eine Haarfarbe hatte und danach für eine Haarfarbe hat. Das ist schon fast eine philosophische Frage. Da denke ich beim nächsten Lied drüber nach, das ist John Lee Hooker und der singt, ich übersetze es mal gleich: Ich will keine Frau, die die Haare länger trägt als ich. Eigentlich hätte ich gedacht, es ist umgekehrt in der Welt, weil früher war es ja so, dass die gesagt haben, man weiß ja nicht mehr, was Mann und was Frau ist, Männer haben jetzt lang und man weiß ja gar nicht, ja und da gibt es doch so einen Witz, aber bis ich den erzähle, habe ich die Sendung zu Ende.
Ich weiß auch nicht, von wann dieses Lied jetzt war, aber ich stelle mir mal so lustig vor, wie das wäre, wenn ich zu meiner Frau sagen würde, die soll sich mal die Haare kürzer schneiden, ich will nicht, dass sie längere Haare hat als ich und sie zum Friseur schleife, dann wäre, ähm, ja, dann wäre mein, die Ehe dann auch so kurz wie die Haare, sag ich mal. Aber John Lee Hooker, der darf das, ähm, wie ist ich, ja, alter Mann, ist ja auch gestorben, die haben in seiner Lieblingskneipe, ich glaube im House of Blues, dann auf seinen Platz, er hatte so einen Stammplatz, da haben sie ihm eine Tasse Kaffee hingestellt, und einen Blumenstrauß, als er gestorben ist. Klang sehr gut, habe ich mir sehr romantisch vorgestellt, kann sich ja dann noch keiner heransetzen. Und jetzt frage ich mich, wann haben sie das abgebaut? Weil erst steht es, dann steht es zwei Wochen und so und irgendwann werden sie gesagt haben, du, ich brauche den Tisch, kann ich mal den Johnny-Hooker-Strauß wegräumen? Dann so, nee, nee, lass mal noch ein bisschen stehen, wir denken ja und so. Ob sie den Kaffee jetzt nachgefüllt haben, so Stuckrad-Barre hat ja auch mal so ein lustiges Buch geschrieben, hier bei Solo-Album, als seine Freundin ihn verlassen hat, hat er die Kaffeetasse aufgehoben, den Kaffee, den sie vorm Weggehen noch stehen lassen hat und dachte, solange der Kaffee da noch steht, kommt sie vielleicht auch wieder. Und hat sogar ein Stövchen drunter gestellt mit einer Kerze, damit der auch schön warm bleibt oder so, das dann so verkrustet. Haben sie bei John Lee Hooker auch den Kaffee warm gehalten oder nur hingestellt? Haben sie ihn ausgewechselt? Das sind die Fragen, die mich interessieren würden. Und dann am meisten, wie war dann der Moment, als sie gesagt haben, jetzt machen wir das mal weg. Wer hat die Entscheidung getroffen zu sagen, räum die Scheiße jetzt weg, schmeiß den Strauß weg, wir machen weiter, ist dann so, wie wenn man im Prinzip bei einem Verstorbenen dann die Nummer aus dem Handy löscht. Erst lässt man es mal noch ein bisschen drin, wenn es nicht so wehtut und dann irgendwann sagt man, ist jetzt wirklich Quatsch, sonst rufe ich da aus Versehen an und wer weiß, was dann passiert, wenn ich da anrufe.
So, wir sprechen über Haare, was liegt da näher als Hair, also auf Englisch, komm her, und also wir spielen jetzt von Hair, so heißt das Musical, so heißt die Band, wir spielen das Lied Hair von Hair.
Das Lied hieß, wer hätte das gedacht? Hair, und die Band heißt Graham Central Station. Und ich musste gucken, ich kannte Graham nicht. Das ist wirklich eine Stadt bei Fort Worth, das ist ein schlimmes Wort mit TH, Fort Worth. Wer denkt sich denn sowas aus? Und Fort Worth wiederum ist kurz nördlich von Miami. Ich war da schon mal, wir haben da gespielt, aus irgendeinem Grund, da gibt es eine Holzachterbahn. Also wenn die Amis nichts können, Holzachterbahn, die sehen da wirklich gut aus. Die meisten werden natürlich aus TÜV-Gründen auch abgerissen, aber heute geht es ja nicht um Achterbahn, sondern um die Haare und diesen Graham kannte ich nur vom Graham-Brot. Das haben wir uns immer gekauft, das gab es im Osten schon, im Reformhaus. Reformhaus gibt es auch nicht mehr, aber. Und Graham ist aber ein amerikanischer Prediger. Der hat das Brot erfunden, ist einfach ein Weizenbrot, aber so ein gesundes Brot irgendwie. Grob geschrotet oder fein geschrotet, auf jeden Fall geschrotet. Und dieser Graham kann natürlich so heißen, weil er aus Graham kommt. Oder Graham heißt so, weil da irgendwann jemand hingepilgert ist, der Graham hieß. Hätten wir auch geklärt.
Das nächste ist Whip My Hair. Ich wollte eigentlich so Helge Schneider spielen: Schüttel dein Haar für mich. Aber Helge Schneider hatten wir schon. Und Willow singt dasselbe. Whip My Hair. Jetzt haben wir es verstanden. Whip My Hair. Die Band hieß Willow. Was so viel heißt wie die Weide. Ich wüsste auch nur von diesen Straßennamen. Weil genauso wie wir in Berlin Pappelallee, Kastanienallee und so haben, haben die in Amerika Oak Street, Elm Street, Chestnut, Pine Avenue, und unter anderem auch die Willow Avenue oder Street, weiß ich nicht mehr genau, aber Willow heißt auf jeden Fall Weide. Und das Lied hieß, wie wir schon gesagt haben, Whip My Hair. Und das nächste Lied heißt im Prinzip genau dasselbe, The Toss of Golden Hair. Das heißt, Toss ist auch Werfen. Ich werfe mein goldenes Haar oder das Gewerfe des goldenen Haares. Wie man das übersetzen soll, ist die Frage. Aber es hat auf jeden Fall was zu tun mit Haaren.
Sind wir schön in die Welt der goldenen Haare entschwebt und können nochmal ein bisschen darüber nachdenken, dass es ja auch viele Menschen gibt ohne Haare. Also die Männer mit Glatze. Und es gibt, finde ich, so einen bestimmten Männer-mit-Glatze-Typ, wenn man die sieht, ich will nicht sagen, einer sieht aus, so kennst du einen, kennst du alle. Das stimmt ja so weit, außer bei den Wasserhähnen. Die Frauen finden das auch ja nicht so schlecht. Ich dachte, Frauen finden Männer mit Glatze doof, aber finden sie nicht. Das hat nämlich einen Grund. Das Testosteron, also das, was die Männer so männlich macht, beschleunigt den Haarausfall extrem. Und Männer mit viel Testosteron haben Glatze. Und ich weiß nicht, wahrscheinlich finden die Frauen Männer mit viel Testosteron gut, weil man sucht sich ja einen Sexpartner aus, der möglichst biologisch unterschiedlich ist. Also Frauen, die eher männlich sind, werden sich wahrscheinlich einen Mann mit langen Haaren suchen. Das ist alles Quatsch. Jedenfalls habe ich die Leute mit Glatze immer sehr beneidet, wenn sie sich das Gesicht gewaschen haben, weil sie sich gleich den Kopf mit gewaschen haben. Die haben immer die Hand genommen und einmal über das Gesicht und die Kopfhaut gezogen, weil sie ja keine Haare haben, die nass werden können. Ich hasse ja nichts mehr als nasse Haare. Irgendwas hatte ich da in der Kindheit wahrscheinlich, weil ich meine nasse Haare hier kriege. Ich hatte echt eine schwere Kindheit. Ja, und dann kann ich da schönes Gesicht zwischen, aber wieso kriegen die nicht laufend und ununterbrochen einen Sonnenstich und fallen bewusstlos in den Graben? Denn wenn mir die Sonne so auf den nackten Schädel ballern würde, ich wäre einfach tot. Also da geht doch die Sonne direkt ins Gehirn rin. Und es gibt Männer mit Glatze, die sehe ich am Strand liegend, die sind schon richtig grau, die werden nicht braun, die werden so grau, die sind schon eine Stufe drüber. Und die beten dann richtig so die Sonne an. Die liegen dann im Schneidersitz oder so, sitzen die dann Gesicht zur Sonne und lassen sich die Sonne auf die Glatze ballern. Vielleicht, ja, ich weiß auch nicht, vielleicht können die das dann, vielleicht ist das Testosteron, was die Sonne dann abschirmt oder irgendwas. Diese Glatzen, er kann ja keiner was dafür, wenn er eine Glatze hat. Und wir haben auch einen Freund, der eine Glatze hat. Und er hat gesagt, er hat sich ein Glatzenvorbild gesucht. Weil diese Typen Glatze sind alle nicht so ein paar, also manche, nicht alle sind sympathisch und er hat sich Zidane ausgesucht. Finde ich auch großartig, also tadelloser Typ. Und früher hat man immer gesagt, hat man Kojak gesagt. Ey, sieht aus wie Kojak. Ey, ja, Glatze ist Kojak und so Kojak. Ansonsten fällt mir nur noch Detlef D! Soost ein. Ob ich den als Vorbild haben will, weiß ich nicht. Den habe ich einmal sehen in der Sendung oder zweimal. Und habe gedacht, oh mein Gott, also wenn das jetzt, ja, ja, das ist ein schwieriges Thema.
Aber wir sind bei ohne Haare und es geht nicht nur ohne Haare, sondern es geht auch ohne Bass. Und so hat City das gemacht, als sie sich gestritten haben, schon 1981. Gogow und Piotrkowski sind ausgestiegen und haben NO55 hier gegründet. Ritchie Barton ist zu Silly gegangen und dafür haben sie Manfred Henning genommen und der hat ja nun echt voll Glatze. Dann, oh Mann, mein Namensgedächtnis. Selmke, Klaus Selmke, Vollglatze. Fritze Puppel hatte da noch ein paar Fusseln oder weiß ich nicht. Aber ich glaube, der hatte auch schon Glatze und Toni Kral auch. Und da haben sie gesagt, ohne Bass und ohne Haare gehen wir in die 80er-Jahre. Wer so einen guten Spruch sich ausdenkt, hat verdient, dass man ihn spielt. Hier ist City mit Glastraum.
Das war City, schönster Ostrock. Die Sendung ist vorbei. Es ging um Frisuren und um Haare. Und was ich dazu sagen kann, scheiße, ja, Haare, Frisur, Waschen nicht. Wen interessiert das schon? Also wenn man ein Thema wählt, heißt das nicht, dass das doch wichtig ist. Die Haare sind nicht wichtig. Wie viele andere wichtig ist, dass es ihnen gut ist, dass sie gute Laune haben. Klar, aber ja, also wünsche ich mal eine gute Nacht und ein schönes Leben. Tschüss.