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Flake talks about songs in which people speak.

Transcript

Ich sitze wieder hier vor dem Mikrofon, vor mir, am Fenster, laufen Regentropfen langsam herunter. Es ist trübe, es ist dämmerig, es ist dunkel und ich überlege immer noch, was ich hier eigentlich mache. Und dann sehe ich, wie sich plötzlich die Wolkendecke teilt und herauskommt. Dichter oder Sprecher oder irgendwas anderes, weil sie können sich ja nur in Musik ausdrücken und im Singen, dass sie da ihre Gefühle offenbaren können und wenn ein Musiker mal was sagt, dann Dankeschön, danke, danke, Dankeschön, der nächste Dödel ist von unserer letzten Platte Rosen auf Asphalt oder irgend so was. Das ist dann ja mehr so ein atemloses Schreien, Hechzen, Heischen, ich bin völlig fertig, hat Philipp Bohr, er sagt noch zwei Titeln in der Werner Seelenbilden in der Halle, ähm.

Aber normales Sprechen in der Musik hat eine ganz verrückte Wirkung. Und ich habe ein paar Sachen so rausgesucht. Dabei sind alles Streitfälle und Grenzfälle wie schon der erste. Das habe ich genommen, weil es von den Talking Heads ist. Und Talking Heads heißt ja eigentlich Sprechende Köpfe. Oder heißt ja noch was anderes. Auf jeden Fall dachte ich, das sind Sprechende Köpfe. Und ich habe mir das Lied auf YouTube angeguckt. Ich bin absoluter YouTube-Fan, weil ich habe mein Leben lang mit den Bands und den Musiken gelebt, ohne zu wissen, wie die aussehen. Und jetzt im Alter, jetzt sehe ich mal, ah, das sind ja ganz richtige Menschen und die sehen ja völlig verrückt aus. Und die Talking Heads haben mich sehr, sehr angenehm überrascht in ihrem Auftreten. Der Sänger ist ja völlig durchgepeitscht, fand ich, ich war völlig begeistert, auch gleich geübt zu tanzen und so. Bei mir geht es eher darum, um das Sprechen. Spricht er im Lied oder singt er? Also im Refrain singt er, das ist schon klar, das merke ich schon. Aber in einer Strophe ist so ein bestimmtes Ding zwischen Sprechen und Singen, was ich sehr interessant finde. Talking Head, Once in a Lifetime.

Auf dieses Lied bin ich gestoßen wie auf so viele. Das ist manchmal so, dass man eine Band kennenlernt und denkt, das ist auch das erste Lied, was man von der Band kennenlernt, ist logischerweise auch das erste Lied, was die Band geschrieben hat oder wie die entstanden ist oder so. Man lernt die ja nicht chronologisch kennen. Und also Stones, da ging es noch so einigermaßen. Da hatte ich so Come On und so die erste Platte. Aber bei den Talking Heads, die sind in mein Bewusstsein getreten, als sie Road to Nova rausgebracht haben, das mit der Snare Drum. Das war 1984 im Radio. Ich fand das total gut. Das waren für mich die Talking Heads mit dem Lied. Und als ich mal bei einer Party war, habe ich die Platte da stehen sehen, also wo Talking Heads drauf stand. Und ich bin fest davon ausgegangen, dass das Lied Rot und Nover auf dieser Platte ist, weil ich dachte, ich wusste ja nicht, dass die mehrere Platten gemacht haben oder so. Wenn ich eine Band sehe, denke ich, die hat ja eh eine Platte gemacht, die da rumsteht. Und habe gefragt, ob ich mir die borgen darf. Ich durfte, weil ich sehr nette Bekannte hatte, die auch ihre Bestplatten verborgt haben. Und dann habe ich mich ganz gemütlich zu Hause aufs Sofa gesetzt und mich auf das Lied gefreut. Das kam natürlich nicht.

Ach, also es ist schwierig. Mein Ratschlag wäre jetzt, hört nicht auf Ratschläge, was in sich ja schon Quatsch ist. Weil wenn man da jetzt drauf hören würde, würde man ja auf Ratschläge sowieso hören, weil der Rad, ja, wenn man nicht drauf hören würde, würde man ja auf den Ratschlag hören. Muss ich erstmal so drüber nachdenken. Aber mit der Sonnencreme, also ich bin auch völlig erschüttert darüber, dass man an Hautkrebs sterben kann. Da gab es irgendwie so einen Sportler, der wirklich einfach so einen Fleck auf der Haut hat und da nicht gestorben ist, dann würde ich im Zweifel, bevor ich irgendwie überlege, warum das so sein kann und ob das so sein kann, einfach auch Sonnencreme nehmen. Insofern stimme ich dem Lied zu und damit ist es auch einer der wenigen Lieder, die wirklich Inhalt, also wo wirklich die Aussage auch sinnvoll ist, also ist schon fast wie Nachrichten oder so, das stimmt ja auch meistens, was da drin steht, wird auch gesprochen, da frage ich mich, ist es denn überhaupt noch Musik? Also in dem Fall schon, aber er singt ja nicht zur Musik, sondern auf die Musik, ist es Rock, ist es Pop? Ich weiß es nicht.

Aber beim nächsten Lied weiß ich das, ja, weiß ich auch nicht, was ist denn jetzt Rap? Also Rap müsste eigentlich so was, Rap heißt plaudern, schwatzen oder so, kommt aus dem Englischen und ist definiert mit schneller, rhythmischer und markanter Sprechgesang. Und da sind wir schon wieder, ha, beim Gesang, den wir ja heute eigentlich nicht wollten. Aber ich glaube, es gibt wohltuende Ausnahmen. Der Rap-Künstler, wenn ich Rap sage, fühle ich mich wie ein Opa. Das heißt ja eigentlich so Hip-Hop.

Falls ihr jemanden hier mitgekriegt habt, das Lied hieß Icke von Icke und er. Und hier wurde die Stimme oder das Mittel der Sprache benutzt, um wirklich absolut entspannt zu wirken. Also so tief und entspannt und relaxed bin ich jetzt nach dem Hören auch. Aber man kann Sprache auch benutzen, um wirklich eine Sache zu dramatisieren, um wirklich den vollen Ernst in die Sache zu tun und so überzeugend und angreifend zu sein, dass es einen wirklich weghaut. Auch dieses Lied, das nächste, was jetzt kommt. Darf man ein Lied sagen, wenn ich es singen würde? Weiß ich nicht. Sprechlied? Stück, Musikstück, Stück Musik? Nee, ist ein Lied. Ist lang, ernst und war der einzige, nee, der längste Titel, der je auf Platz 1 war in den deutschen Charts. Das ist doch was Verrücktes. Wer weiß es, wer weiß es, wer weiß es.

Konstantin Wecker, ich kann nur sagen, danke für dieses Lied. Das hat mein Leben sehr bereichert und auch meinen Wunsch gefestigt, auch Klavier spielen zu können. Leider ist es mir nie gelungen, so ein Lied zu machen und wird wahrscheinlich auch nicht. Aber jeder macht eben das, was er kann. Und jeder macht das, so gut er kann. Damit zitiere ich mal unseren Gitarristen.

Und jemand hat sich auch damit beschäftigt, was man denn macht und ist das Arbeit oder nicht? Oder einfach Berufung, Eingebung oder irgendwas? Manfred Maurenbrecher, das Lied heißt Arbeit. Schöner Titel und es wurde natürlich auch gesprochen.

Ich habe mich früher ja als eine Art von Punk gefühlt und da wäre mir also nie in den Sinn gekommen zu sagen, dass irgendwas Arbeit ist, was ich mache. Also Arbeit war für mich was Unangenehmes, was man machen muss, um Geld zu verdienen. Und ich hätte Musik machen nie im Leben mit Arbeit in Verbindung gebracht überhaupt. Also ich habe ja eine Lehre als Werkzeugmacher gemacht, das war aber auch keine Arbeit, das war eine Lehre, weil da habe ich ja weniger, als ich da gearbeitet habe, ist jetzt vom volkswirtschaftlichen Nutzen her eher gering gewesen. Aber das Musik machen, habe ich einfach gemacht, das war, also man sagt ja auch nicht, ich spiele ein Instrument und nicht, ich arbeite ein Instrument. Ich habe einfach Klavier gespielt, weil mir das unfassbar viel Spaß gemacht hat und weil ich das Geheimnis knacken wollte, wie man gute Musik macht, wie die das geschafft haben, einen Blues zu spielen, der einen wirklich berührt, dass man fast weinen muss oder so. Ich wollte das einfach wissen. Das war ein Drang, irgendwas zu erforschen. Ich wollte aus dem Klavier was rausholen und habe gar nicht gemerkt, dass das nicht im Klavier drin sein müsste, sondern in mir. Dass das Klavier jetzt ja nichts dafür kann oder so, dass das so scheiße geklungen hat, sondern dass ich einfach nicht spielen konnte oder dass mir nichts eingefallen ist. Und ich habe eigentlich weitergesucht und mit anderen Leuten zusammen wie so einen ganz kleinen Edelstein am Boden gefunden, aber nie gegraben, um wirklich das Gold zu finden. Also ich bin nie herangestoßen oder so und das war für mich ein sehr interessanter Weg und ich habe gerne Musik gemacht. Ich habe auch, als ich irgendwie die Sache in den Sinn gestellt habe, das wie Manfred Maurenbrecher jetzt gesagt hat, wenn er das und das macht, ist Arbeit. Im Prinzip könnte ich dann sagen, ich arbeite auch, wenn ich spazieren gehe und versuche auf Ideen zu kommen oder vor mich hin zu summen. Ich arbeite, wenn ich schwimmen gehe und fit bleibe und körperlich gesund bleibe, weil das ist ja dann eine Voraussetzung dafür, dass ich dann auf der Bühne stehen kann und nicht zusammenbreche oder dass die Konzerte stattfinden können. Ist das jetzt alles Arbeit? Dann bin ich zu dem Ergebnis gekommen, entweder ist alles Arbeit, das ganze Leben oder überhaupt nichts. Das ist jetzt eine Anschauungssache.

Und zum Schluss, da sage ich dann noch einwandfrei. Das war mein Beitrag dazu. Das war aus einer Session, die wir mal einfach zusammen gemacht haben im Oderbruch, einem leerstehenden Haus, also nicht leerstehenden, in dem Moment war es leer und das Verrückte an der Aufnahme ist, dass man sowas ja nicht mehr kriegt, weil das war ungeprobt und unbearbeitet. Wenn ich heute von einer irgendwelche Punkband eine Demo kriege, dann ist das produziert wie eine Michael-Jackson-Aufnahme, so von früher, das stimmt, alles ist, jeder Ton ist alles quantisiert und so und mal eine Aufnahme, wo man einfach nur so spielt und dann sagt, lassen wir so, ist eine Sache, die es heutzutage eigentlich gar nicht mehr gibt, weil alles immer noch verbessert werden kann und verändert werden kann und die Aufnahme klingt jetzt sehr gewöhnungsbedürftig, aber ich höre es mir jetzt auch nicht jeden Tag an oder so und so finde ich es genauso gut, weil man sieht, also ich sehe mich da richtig sitzen in diesem heißen Raum und er flüstert und ich habe ja in dem Moment, wo wir es gemacht haben, zum ersten Mal den Text gehört, ich kannte den ja davor gar nicht. Also als es entstanden ist, im Prinzip in der Form war ich dabei und jeder kann dabei sein, weil genau so klingt es jetzt. Und das finde ich eine ganz, ganz feine Sache. Über den Kaffee Nord muss ich gar nicht viel sagen. Das ist in Berlin gewesen. Ich war ein einziges Mal drin in meinem ganzen Leben und das auch nur kurz. Also ich hätte ja nicht mitreden können, aber André war anscheinend mal öfter da.

Wir kommen jetzt zu einem Lied, wo nicht geflüstert wird, sondern wunderschön gesungen wird, aber in der Mitte des Liedes der Sprechteil kommt. Und das ist eigentlich der Effekt, den ich ursprünglich meinte, als ich diese... Wechsel, Gott ist so gut to me. Ein ähnliches Lied ist von Ike und Tina Turner, Proud Mary. Das war auch sehr lustig, wie die sich kennengelernt haben. Tina Turner war die Background-Sängerin und war eigentlich mit dem Saxophonisten zusammen und hat mit dem sogar ein Kind gekriegt, also schwanger geworden. Aber sie wollte nicht ihn heiraten, sondern sie ist einfach schwanger, wie sie war bei Ike eingezogen und hat ihn geheiratet. Und er hat sie weiter als Background-Sängerin beschäftigt und war einmal im Studio, 1959, wollte er ein Lied aufnehmen mit einem Sänger. Und der Sänger ist einfach nicht gekommen, hat seine Frau einfach gesungen. Und seitdem waren sie ein Duo Ike und Tina Turner. Hier ist Brautmerry und ich hoffe, es wird auch gesprochen. Wenn nicht, ist es auch ein Lied.

Ich habe jetzt Feierabend, die Sendung ist vorbei. Darf ich jetzt eigentlich nichts sagen, weil man soll jetzt noch weiterhören. Aber angenommen und ich fahre so die Straße lang und auf einmal taucht hinter mir ein Truck auf. Ein riesiger Truck, darin sitzt ein Mann wie ein Bär und der spricht in sein Funkgerät.

Es war Johnny Hill. Ich weiß nicht, ob das sein echter Name ist oder ob er sich nur nach Johnny Hill benannt hat. Er war ein schottischer Boxer, 1905 geboren, der 1928 Weltmeister geworden ist im Fliegengewicht und damit der erste schottische Weltmeister im Boxen war, der Weltgeschichte. Das komische, er ist gestorben mit 23, das ist ja ein schön jung. Also heißt das Boxen wahrscheinlich doch nicht das gesündeste ist, was man so als Mensch machen kann. Und vielleicht hat er sich nach dem benannt, weil er dem so nacheifern wollte. Er war ein sehr erfolgreicher Sänger. Er hat über 500 Titel wohl komponiert oder geschrieben. Ich kenne nur den einen, nur Teddybär 04, was wir gerade gehört haben. Ich bin mal gespannt auf die 499 anderen Songs. Die würde ich mir mal gerne so anhören. Ein Kritiker hat sie wahrscheinlich schon mal gehört. Der hat geschrieben, es gibt Geschichten und Gefühle, die sind so menschlich und ergreifend, dass sich kaum ein Künstler dran wagen würde, sie zu vertonen. Zu kitschig könnte es klingen, zu rührig, zu unwichtig oder zu unkommerziell, kurz, zu unbequem. Schlecht für die Karriere also. In diesem Fall scheint es ja ganz gut gewesen zu sein für die Karriere. Weiter steht, Johnny Hill steht für Geschichte und Balladen, die das wahre Leben geschrieben hat und die aus seiner Feder stammen. Das ist interessant, das wahre Leben schreibt so immer die Geschichten. Wäre schön, wenn das wahre Leben macht.

Ja, das Western-Ding, wir bleiben dabei, Johnny Rivers mit Tom Dooley, bei dem Lied ist das faszinierende, die Geschichte gab, es ist wirklich so passiert, deshalb spricht er am Anfang auch und erzählt die Geschichte, ich fasse es nochmal kurz zusammen in Deutsch, weil er singt ja auf Englisch, oder? Ja, nee, ursprünglich ist das Lied wohl schon auf Englisch, aber er wird wohl auf Deutsch singen. 1860 rum ist Tom Dooley, Cidula hieß der da, zur Armee gegangen, ist Militärmusiker geworden und gefangen genommen worden. Und er hat dann einen Eid abgelegt und wurde nach einem Jahr wieder freigelassen, kehrte zurück und hatte zwei Freundinnen, Laura Forster und ihre Cousine, die verheiratet war. Eigentlich wollte er Laura, er wurde wieder zum Tode verurteilt und wurde am 1. Mai 1868 auch erhängt. Aber nicht an einem weißen Eichenbaum, wie es im Lied heißt, sondern an so einem Pfeiltürgeigen, der extra dafür so konstruiert war. Und er hat bis zu seinem Tod gesagt, ich war es nicht, ich habe diesem Mädchen nie ein Haar gekrümmt. Und wie die Fakten jetzt so im Nachhinein aussahen, hat er auch recht gehabt, er hat es wirklich nicht gemacht, sondern Anne Melton war es, seine andere Freundin, die schon verheiratet war, aber trotzdem sehr eifersüchtig war und ihn eigentlich die andere Frau umbringen wollten, damit sie wieder an ihn rankam. Und sie wollte die Rivalen so beseitigen und wollte seine Zuneigung zurückgewinnen, hat aber dafür jetzt nicht die ideale Mitte gewählt, sage ich mal. Und das Verrückte ist, dass Tom Dooley sie nie verraten hat, obwohl er es gewusst haben muss oder zumindest geahnt haben muss. Und das ist wirklich dann Liebe, wenn man sich erhängen lässt, um eine Frau zu decken. Dabei hat er auch die andere geliebt oder er hat beide geliebt. Es ist also ein Material, aus dem Dramen gemacht werden. Aber bevor ich hier jetzt alles erzähle, hören wir erst mal das Lied. Und es wird gesprochen.

Ich habe gedacht, dass auf Deutschweig eigentlich die Version der Magdalene Kaibel-Kombo spielen wollte. Da singe ich natürlich auf Deutsch, weil ich kein Englisch kann. Aber das Lied ist so schlecht, ich habe mir das so angehört, als ich es rausgesucht habe. Und das Lied war so schlecht, dass ich gesagt habe, das kann ich unmöglich spielen. Weil, wie gesagt, meine Theorie, dass man das Lied gleich aufnehmen sollte, egal ob man sich verspielt, hat den Vorteil, dass es dann schnell fertig ist.

Oder einen Strafgefangener, der da zur Zwangsarbeit eingesetzt wurde. Und er hatte im Prinzip die schwerste Aufgabe, er musste als Handarbeit die Sprenglöcher für den Tunnel, für die neue Eisenbahn in den Fels hauen. Das ist eine absolute Knochenarbeit. Und es wurde dann irgendein dampfbetriebener Hammer erfunden, der da eingesetzt werden sollte und der das besser können sollte. Und Henry hat gesagt, ich mache einen Wettkampf mit diesem Ding. Was das Ding kann, kann ich schon allemal. Und ein Mensch ist durch nichts zu ersetzen. Ich bin viel besser. Und dann haben die losgehämmert. Das hat man im Uchem Lied gehört. Das ist ducktick, ducktick, ducktick, ducktick, ticktick. Und wie das da jetzt der Wahrheitsgehalt ist, ist schwer nachzuvollziehen. Der Legende nach hat er gewonnen. Als Mensch hat gewonnen, ist danach gestorben. Und ich musste auch an Adolf Hennecke denken. Denn wir hatten ja im Osten auch so eine Art Sir Henry, John Henry. So Sir Henry ist der T, glaube ich. Und Adolf Henneke hat ja auch irgendwie die Norm mit 200 Prozent überboten oder 300. Jedenfalls hat der auch unwahrscheinlich losgeackert. Und da gab es in der DDR diesen bescheuerten Witz, wie ist Adolf Henneke gestorben, im eigenen Schweiß ertrunken.

Dass er nicht wirklich von den Spliff-Gitarristen gemacht hat oder so, dass die sich ein bisschen entzweit haben oder so. Aber in dem Lied kommt ein Satz, ich spoiler einmal, wie man das jetzt so schön sagt. Er hat den schönen Satz drin, besser du fährst Auto und ein anderer lenkt. Und das ist eigentlich ein so guter Satz, den müsste man eigentlich viel öfter sagen, zu viel mehr Menschen. Hier ist er herrlich mit der Ecker. Sehr große Kunst, dieses Lied dann so losfliegen zu lassen, wie er das gemacht hat. Und dann kam das Schlagzeug dazu und da flog richtig das Lied so los wie so ein lebendiges Wesen. Von mir aus hätte es jetzt auch noch weitergehen können, aber ich denke, er wollte das so, dass man das nicht so nachspürt, wie sie beim Yoga sagen würden.

Dieses Lied war jetzt das Original, das gibt es nur in einer anderen Version von Smudo, beziehungsweise von den Fantastischen Vier. Und die Fantastischen Vier haben auch diese Kunst beherrscht oder beherrschen es immer noch, dass sie diese Mischung zwischen Sprechen und Rappen können, weil wenn eindringlich geredet wird, dieses Rappen hat doch was, ein bisschen so.

Man kann nicht mehr auseinanderhalten, ist es Gesang oder ist es Sprache, weil es so tief ist, ganz einfach, weil irgendwann die Schwingungen nicht mehr so sind, dass man nicht auseinanderhalten kann, aber hier ist, glaube ich, auch nur das Intro gesprochen und ich mag so sehr den Übergang im Prinzip vom Gesprochenen ins Lied, weil jetzt so ein fließender Übergang ist, ähnlich der Kaulquappe die Froschbänchen kriegt und auf Ema da ist ein Frosch, hier ist Rammstein.

Song list

{{Wikitable|class="wikitable" |- |Artist |Song |- |Talking Heads |Once in a Lifetime |- |Dieter Brandecker feat. Baz Luhrmann |Sonnencreme (Everybody's Free...) |- |Icke & Er |Icke |- |Manfred Maurenbrecher |Arbeit |- |Konstantin Wecker |Willy |- |André Greiner-Pol |Cafe Nord |- |Mahalia Jackson |God Is So Good To Me |- |Ike & Tina Turner |Proud Mary (Live 1973) |- |Jonny Hill |Ruf Teddybär eins-vier |- |Thommie Bayer |Der letzte Cowboy kommt aus Gütersloh |- |Johnny Rivers |Tom Dooley |- |Magdalene Keibel Combo |Berggeist |- |Johnny Cash |The Legend of John Henry's Hammer |- |Patti Smith |Horses Land (Live 1976 Stockholm) |- |Herwig Mitteregger |Rudi |- |Die Fantastischen Vier |Millionen Legionen |- |Rammstein |Vergiss uns nicht |- |Kiev Stingl |Einsam Weiss Boys |-